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18. Oktober 2021
UBS sieht weltweit größtes Risiko für Immobilienblase in Frankfurt

UBS sieht weltweit größtes Risiko für Immobilienblase in Frankfurt

Im internationalen Vergleich weist Frankfurt derzeit das höchste Risiko einer Immobilienblase auf, neben Toronto und Hongkong. Dies geht aus dem aktuellen „Global Real Estate Bubble Index“ der Schweizer Großbank UBS hervor. Für die Studie wurden Preise für Wohneigentum in Großstädten weltweit analysiert.

Jährlich beleuchtet UBS Global Wealth Management die internationalen Immobilienmärkte auf die Gefahr einer lokalen Blasenentwicklung und untersucht hierfür die Preise für Wohneigentum in Großstädten rund um den Globus. Laut UBS Global Real Estate Bubble Index 2021 ist das Blasenrisiko im vergangenen Jahr im Durchschnitt der untersuchten 25 Metropolen gestiegen. Von Mitte 2020 bis Mitte 2021 hat sich das inflationsbereinigte Preiswachstum bei Eigenheimen in diesen Städten auf 6% erhöht, die höchste jährliche Zunahme seit 2014. In allen beleuchteten Städten außer Mailand, Paris, New York und San Francisco haben die Eigenheimpreise zugelegt, in Moskau, Stockholm, Sydney, Tokio und Vancouver sogar zweistellig.

Laut Analysten der Schweizer Großbank UBS resultiert dies aus einem Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren. „Die Corona-Pandemie hat viele Menschen in ihre eigenen vier Wände zurückgedrängt. Dies verstärkte die Bedeutung des Wohnraums und führte zu der größeren Bereitschaft, höhere Preise für Wohnimmobilien zu zahlen“, erklärt Claudio Saputelli, Head Real Estate des Chief Investment Office von UBS Global Wealth Management. Zugleich hätten sich die ohnehin schon günstigen Finanzierungsbedingungen weiter verbessert. Darüber hinaus hätten höhere Sparquoten und boomende Aktienmärkte zusätzliches Eigenkapital freigesetzt.

Frankfurt vor München

Im diesjährigen Index landen Frankfurt am Main, Toronto und Hongkong ganz vorne mit dem deutlichsten Blasenrisiko. Somit hat Frankfurt die bayerische Landeshauptstadt München als deutsche Großstadt mit der größten Blasengefahr abgelöst. Doch auch in München bleibt die Lage angespannt. So sehen die Experten der Schweizer Großbank auf dem Münchener Wohneigentumsmarkt weiterhin enorme Ungleichgewichte. Dies gilt auch für Paris und Amsterdam. Die Wohneigentumsmärkte in den Kernländern des Euroraums seien getrieben von der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank und lockeren Kreditvergabestandards, so die UBS-Analysten. Doch die Dynamik der Preisanstiege hat sich das vergangene Jahr über abgeschwächt. Es stehe keine unmittelbare Preiskorrektur bevor, solange der Arbeitsmarkt in diesen Städten solide und die Zinsen für sichere Anleihen negativ bleiben.

Rekordpreise für Eigentumswohnungen in Frankfurt

Einen rapiden Anstieg der Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Frankfurt meldet derweil der Immobilienberater Colliers. Demnach haben sich die Preise von 2016 bis 2021 jährlich um rund 12% erhöht. So kostete eine durchschnittliche Eigentumswohnung zuletzt etwa 6.000 Euro pro Quadratmeter im Bestand und 8.000 Euro pro Quadratmeter im Neubau. (tk)

Bild: © fotomek – stock.adobe.com