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Unterschätztes Risiko Naturgefahren
25. November 2019

Unterschätztes Risiko Naturgefahren

Nach wie vor sind viele Wohngebäude hierzulande nicht ausreichend gegen Starkregen und Hochwasser versichert. Dabei bieten über 100 Gesellschaften eine Elementarschadenversicherung an. Doch warum verzichten so viele Eigenheimbesitzer auf eine solche Absicherung?

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Nach wie vor sind viele Wohngebäude hierzulande nicht ausreichend gegen Starkregen und Hochwasser versichert. Dabei bieten über 100 Gesellschaften eine Elementarschadenversicherung an. Doch warum verzichten so viele Eigenheimbesitzer auf eine solche Absicherung?


Unterschätztes Risiko Naturgefahren
Verkannte Gefahren

Die unmittelbare mediale Aufmerksamkeit für Hochwasser- und Überschwemmungskatastrophen ist in der Regel groß, dennoch wird das Risiko von Naturgefahren noch immer unterschätzt. Oft bleibt den Menschen kaum Zeit, ihr Hab und Gut vor den Fluten zu schützen. Denn wo und wann ein Starkregen niedergeht, lässt sich nicht vorhersagen. Und oft stellen nach solchen Katastrophen viele Betroffene fest, dass ihre Schäden nicht versichert sind.

Denn die meisten Hausbesitzer haben nur eine Wohngebäudeversicherung, die neben Feuer und Leitungswasser nur vor Sturm, Hagel oder Blitzschlag schützt. Wer sein Haus auch gegen Hochwasser, Starkregen oder Erdrutsch absichern will, braucht zusätzlich den erweiterten Naturgefahrenschutz. Mit Versicherungsabschluss erhält der Kunde die Garantie, dass sein Haus auch nach Schäden durch Naturgefahren vom Versicherer zu den aktuellen Standards wieder aufgebaut wird.

Jeder zweite Hausbesitzer ohne Absicherung

Mehr als der Hälfte der Wohngebäudebesitzer in Deutschland fehlt jedoch diese Absicherung. Dabei kann nahezu jedes Gebäude unproblematisch versichert werden. Über 100 Versicherer bieten Versicherungsschutz an. Probleme bei der Versicherbarkeit sind die Ausnahme. Schwierigkeiten können dann vorkommen, wenn Präventionsmaßnahmen fehlen, es außergewöhnlich häufig zu Schäden kommt oder das zu versichernde Gebäude in einem schlechten baulichen Allgemeinzustand ist. Selbst bei diesen Einzelfällen lassen sich über Selbstbehalte oder Schutzmaßnahmen häufig bezahlbare Lösungen finden. Werden Häuser beschädigt oder zerstört, entstehen schnell Schäden von 100.000 Euro und mehr. Dies kann im Ernstfall existenzbedrohend sein.

Darauf vertrauen, dass der Staat im Notfall einspringt, sollte man eher nicht. Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich 2017 darauf verständigt, die Vergabe von Hilfszahlungen künftig zu vereinheitlichen. Finanzielle Unterstützung sollen demnach nur noch diejenigen erhalten, die entweder keinen Versicherungsschutz bekommen konnten oder nur zu wirtschaftlich untragbaren Bedingungen. Das trifft auf die allerwenigsten zu. Hauseigentümer sind also gut beraten, sich gegen die Gefahren zu wappnen. Dazu gehört nicht nur ein umfassender Versicherungsschutz. Wichtig ist auch, Schwachstellen am Haus zu beheben. So sollten beispielsweise die Lichtschächte der Keller ummauert sein und wasserdichte Fenster verbaut werden, damit nicht schon bei kleineren Überflutungen Wasser ins Haus eindringt. Denn ist es erst einmal drin, können erhebliche Schäden an Mauerwerk, Heizung oder Elektrik entstehen.

Unterschätztes Risiko Naturgefahren

Oliver Hauner Oliver Hauner



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