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16. Juni 2026
Versicherer fordern bAV-Basisprodukt

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Versicherer fordern bAV-Basisprodukt

Versicherer fordern bAV-Basisprodukt

Produktvorschlag für bAV-Basisprodukt

Der Branchenverband schlägt dafür ein bAV-Basisprodukt vor, das für „Arbeitgeber einfach handhabbar ist und empfundene Haftungsrisiken ausschließt“. Das Basisprodukt ist als Direktversicherung konzipiert und baut auf bestehende Systeme auf. Es solle allerdings weder tarifliche Lösungen noch weitergehende betriebliche Angebote ersetzen, sondern sich bewusst auf wesentliche Punkte konzentrieren, inklusive einfachem Zugang – wahlweise auch digital –, wenige und klare Wahlmöglichkeiten, einem klaren Ansparprozess und einer lebenslangen Auszahlung im Rentenalter. Kernelement sei eine Kapitalgarantie in Höhe von 80% der eingezahlten Beiträge in der Ansparphase. Zudem soll das Produkt bei einem Arbeitgeberwechsel einfach portabel sein.

Administrative und organisatorische Aufgaben sollen von einer von der Versicherungswirtschaft neu eingerichteten Clearingstelle übernommen werden. Arbeitsrechtliche Restrisiken will die Versicherungsbranche absichern bzw. kollektiv abfedern. Dadurch waren Arbeitgeber beim Basisprodukt haftungsfrei, so der GDV.

Beratungsbedarf niedriger, aber trotzdem vorhanden

Einen Kostendeckel solle es laut dem GDV für ein solches Standardprodukt „per se“ nicht geben, hier würde es durch eine potenzielle Pflichtlösung genügend Skaleneffekte geben, dass die Kosten niedrig gehalten werden können.

Wenn es um den Vertrieb geht, geht der GDV zwar davon aus, dass das Produkt weniger beratungsintensiv als andere, nicht-standardisierte bAV-Lösungen wäre, doch auch hierfür werden Arbeitgeber laut Schumann noch Unterstützung durch Berater benötigen. Wenn man die Produkte dementsprechend „schlank“ konzipiere, könne man Berater trotzdem noch „angemessen vergüten“, so Schumann.

GDV sieht Staat außen vor

Die Lösung solle zudem, anders als bei der Reform der privaten geförderten Altersvorsorge, wo künftig auch der Staat als Anbieter des Standarddepots auftreten wird, aus der Versicherungsbranche kommen. „Ich sehe nicht, dass wir den Staat hier in irgendeiner Weise brauchen“, so Schumann während der Pressekonferenz. Der Markt in der bAV funktioniere und habe genügend Angebote, ein Staatsprodukt sei daher nicht nötig, so Schumann.

bAV zeigte 2025 kaum Wachstum

Die betriebliche Altersvorsorge ist im vergangenen Jahr kaum gewachsen. 2025 stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 0,7% auf rund 19,5 Mrd. Euro, der Vertragsbestand ging um 1,1% zurück. Es bestehe viel Potenzial, so der GDV. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit und zurückhaltender Neuabschlüsse brauche es klare Reformen. (js)

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