Risiken rücken bei Investoren stärker in den Fokus
Investoren berücksichtigen physische Klimarisiken zunehmend bei Due-Diligence-Prüfungen und in ihren Anlagestrategien. Dadurch steigt der Handlungsdruck auf besonders gefährdete Städte und Kommunen – vor allem dort, wo umfangreiche institutionelle Immobilienbestände bestehen. Kommunen sind gefordert, gezielte Anpassungsmaßnahmen zum Schutz privater und öffentlicher Vermögenswerte umzusetzen, etwa durch Investitionen in Hochwasserschutz, Frühwarnsysteme und eine vorausschauendere Flächennutzung.
Laut der Experten von JLL nehmen auch die Banken die potenziellen Auswirkungen extremer Wetterereignisse bei der Risikobewertung immer stärker in den Fokus. Langfristig nimmt die Relevanz Umfragen zufolge noch zu.
Auch Gebäudenutzer sind für das Thema sensibilisiert
Wie eine weitere JLL-Studie zeigt, will fast jedes zweite befragte Unternehmen bis 2030 nur noch Gebäude wählen, die extremen Wetterverhältnissen standhalten. „Wir erleben einen fundamentalen Wandel bei der Bewertung von Immobilien“, erläutert Martina Williams, Head of Work Dynamics bei JLL Northern Europe. „Immobilien, für die heute Anpassungsmaßnahmen vorgenommen werden, sind die erstklassigen Vermögenswerte von morgen – alle anderen könnten zu den verlorenen Vermögenswerten werden.“
Physische Maßnahmen wie Hochwasserschutz, windfeste Rollläden, schlagfeste Fenster, eine verbesserte Bedachung, Entwässerung und feuerfeste Materialien könnten die Auswirkungen extremer Wetterereignisse mildern. Durch Anpassungen könnten Immobilieneigentümer ihre Vermögenswerte besser vor längerfristigen Risiken schützen und künftige Versicherungskosten steuern. (tik)
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