Spritspartipps in teuren Zeiten
Der ADAC hat bereits Anfang März, kurz nach dem Kriegsbeginn im Iran, eine Liste an Tipps zusammengestellt, um den Spritverbrauch zu optimieren. AssCompact hat einige ausgewählte im Folgenden zusammengestellt.
Tipp 1: Klug schalten
Da wäre z. B. das Beachten der Drehzahl. Flott beschleunigen, rechtzeitig hochschalten (der ADAC empfiehlt das bei einer Drehzahl von etwa 2000 Umdrehungen pro Minute) und mit niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit beibehalten. Außerdem: Erst dann zurückschalten, wenn der Motor ruckelt oder zu brummen beginnt.
Bei einem Automatik-Auto lassen sich über den sogenannten Fahrmodusschalter verschiedene Fahrprogramme einstellen wie z. B. Eco, Normal und Power. Der Eco-Modus sorgt dafür, dass das Auto entsprechend früher hoch und später runterschaltet, wodurch das Drehzahlniveau sinkt, und dadurch auch der Spritverbrauch.
Tipp 2: Das Auto auch mal rollen lassen
Merksatz des ADAC: Bremsen vergeudet Energie. Dementsprechend sollte man so lange wie möglich die Motorbremswirkung nutzen. Also: Rechtzeitig vom Gas gehen, aber nicht die Bremse betätigen, sondern den Wagen rollen lassen, wenn man z. B. auf eine Ortschaft zufährt. Die meisten Autos, so der ADAC, sind mit einer Schubabschaltung ausgerüstet, die die Kraftstoffzufuhr im Schubbetrieb komplett absperrt.
Wichtig: Das klappt nur, wenn ein Gang eingelegt ist. Wenn man auf eine rote Ampel zurollt, sollte man diesen also eingelegt lassen.
Tipp 3: Stehen heißt: Aus
Fakt ist, dass der Motor Kraftstoff verbraucht, sobald er läuft, auch wenn er nicht fährt. Laut ADAC liegt der Verbrauch hier bei etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde. Daher sollte man sowohl für die Umwelt als auch für den eigenen Geldbeutel den Motor abstellen, wenn die Leerlaufzeit voraussichtlich länger als 20 Sekunden dauert. Und wer keine Start-Stopp-Automatik hat, kann dies auch gerne manuell vornehmen, denn laut ADAC-Erkenntnissen ist diese Mehrarbeit für Anlasser und Batterie gerade bei warmem Motor zu vernachlässigen.
Tipp 4: Wer Sprit verbraucht, muss nicht auch noch Strom verbrauchen
Eingeschaltete elektrische Geräte kosten Sprit, denn Klimaanlage, Beleuchtung und Co beziehen ihre Energie aus dem Bordnetz. Die elektrische Energie dafür kommt vom Generator, der wiederum vom Verbrennungsmotor angetrieben wird. In diesem Fall allerdings steigt der Verbrauch, je länger die Gerätschaften laufen, unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit oder Distanz.
Eine Klimaanlage etwa führt je nach Fahrzeugmodell, Technik und Einsatzbedingungen zu einem Mehrverbrauch von etwa 0,3 bis 1,5 Litern pro 100 km, so der ADAC. Eine Standheizung kostet einen Mehrverbrauch von etwa 0,2 bis 0,5 Liter pro Stunde.
Ebenfalls sollte man darauf achten, dass offene Seitenfenster oder Schiebedächer die an der Außenhaut anliegende Luftströmung beeinträchtigen und somit ebenfalls Kraftstoff kosten. Bei 100 Stundenkilometern führen auf beiden Seiten offene Fenster bspw. zu einem Mehrverbrauch von etwa 0,2 Litern.
Tipp 5: Der Druck muss stimmen
Was man ohnehin regelmäßig tun sollte: den Luftdruck checken. Zu wenig Luft in den Reifen erhöht den Verbrauch. Laut ADAC würde schon ein 0,3 bar verminderter Luftdruck den Rollwiderstand steigern und somit für unnötigen Mehrverbrauch sorgen.
Tipp 6: Konstant ist King
Ein weiterer Aspekt ist eine dem Verkehrsfluss angepasste, möglichst konstante Geschwindigkeit, denn diese kann den Verbrauch ebenso senken. Häufiges Beschleunigen und Bremsen kostet Energie und damit Sprit. Darüber hinaus muss jedes Fahrzeug den Luftwiderstand, der sich um die Karosserie aufbaut, überwinden, so der ADAC. Dieser aerodynamische Widerstand steigt schneller als die Geschwindigkeit und kann den Kraftstoffverbrauch also überdurchschnittlich erhöhen. (mki)
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