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29. April 2026
Vielfahrer Makler: So lässt sich der Spritverbrauch senken
Vielfahrer Makler: So lässt sich der Spritverbrauch senken

Vielfahrer Makler: So lässt sich der Spritverbrauch senken

Seit dem Einfall Israels und der USA im Iran sind die Ölpreise explodiert – und somit ist auch der Griff zum Zapfhahn teurer geworden. Wie stark frequentiert ist unter den Maklern eigentlich das Auto als Fortbewegungsmittel? Und wo lassen sich eventuell Einsparungen vornehmen?

Die Autonation Deutschland leidet spätestens wieder seit Ende Februar, denn da haben Israel und die Vereinigten Staaten ihren Angriff auf den Iran gestartet. In der Folge ist auch die Diskussion um Benzin- und Dieselpreise wieder hochgekocht. Vor allem in Deutschland, denn hier tut man sich schwer, effektive Methoden gegen überhöhte Spritpreise zu finden – vielleicht bizarrerweise, manche unserer Nachbarländer schaffen es ja auch.

Wie steuert man also am besten dagegen, um den Weg an die Zapfsäule etwas schmerzfreier für den Geldbeutel begehen zu können? Das dürfte auch für den Makler eine relevante Frage sein, denn für ihn als Sachwalter des Kunden ist ein Besuch beim Kunden zuhause gerne einmal inklusive.

Der Makler und sein Wagen

Die aktuelle AssCompact AWARD Studie zum Thema Kfz & Flotte zeigt z. B., dass viele Makler ihre Fahrten mit einem Dienstwagen antreten – rund 41% nämlich. Und besonders ungünstig in der aktuellen Situation: Gut ein Drittel der Befragten gab an, dass ihr Dienstwagen mit Diesel betrieben wird, dem aktuell teuersten Autokraftstoff. Ein Viertel gab an, dass es sich bei ihrem Auto um einen Benziner handelt, und immerhin ein Fünftel nennt einen Elektrowagen sein Eigen.

Erwartungsgemäß ist auch die zurückgelegte Kilometerzahl nicht zu verachten. Über 22.000 km legen die befragten Makler im Durchschnitt jährlich zurück, davon über 17.000 km im dienstlichen bzw. betrieblichen Kontext. Außerdem geben immerhin 28% der Teilnehmer an, dass sie über weitere Dienstfahrzeuge verfügen, z. B. für ihre Mitarbeiter.

Somit sind die Spritkosten in einem Maklerhaus als betriebliche Kennzahl nicht zu ignorieren. Wo können also auch Makler eventuell ansetzen, um diese zumindest im Ansatz zu verringern?

Spritspartipps in teuren Zeiten

Der ADAC hat bereits Anfang März, kurz nach dem Kriegsbeginn im Iran, eine Liste an Tipps zusammengestellt, um den Spritverbrauch zu optimieren. AssCompact hat einige ausgewählte im Folgenden zusammengestellt.

Tipp 1: Klug schalten

Da wäre z. B. das Beachten der Drehzahl. Flott beschleunigen, rechtzeitig hochschalten (der ADAC empfiehlt das bei einer Drehzahl von etwa 2000 Umdrehungen pro Minute) und mit niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit beibehalten. Außerdem: Erst dann zurückschalten, wenn der Motor ruckelt oder zu brummen beginnt.

Bei einem Automatik-Auto lassen sich über den sogenannten Fahrmodusschalter verschiedene Fahrprogramme einstellen wie z. B. Eco, Normal und Power. Der Eco-Modus sorgt dafür, dass das Auto entsprechend früher hoch und später runterschaltet, wodurch das Drehzahlniveau sinkt, und dadurch auch der Spritverbrauch.

Tipp 2: Das Auto auch mal rollen lassen

Merksatz des ADAC: Bremsen vergeudet Energie. Dementsprechend sollte man so lange wie möglich die Motorbremswirkung nutzen. Also: Rechtzeitig vom Gas gehen, aber nicht die Bremse betätigen, sondern den Wagen rollen lassen, wenn man z. B. auf eine Ortschaft zufährt. Die meisten Autos, so der ADAC, sind mit einer Schubabschaltung ausgerüstet, die die Kraftstoffzufuhr im Schubbetrieb komplett absperrt.

Wichtig: Das klappt nur, wenn ein Gang eingelegt ist. Wenn man auf eine rote Ampel zurollt, sollte man diesen also eingelegt lassen.

Tipp 3: Stehen heißt: Aus

Fakt ist, dass der Motor Kraftstoff verbraucht, sobald er läuft, auch wenn er nicht fährt. Laut ADAC liegt der Verbrauch hier bei etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde. Daher sollte man sowohl für die Umwelt als auch für den eigenen Geldbeutel den Motor abstellen, wenn die Leerlaufzeit voraussichtlich länger als 20 Sekunden dauert. Und wer keine Start-Stopp-Automatik hat, kann dies auch gerne manuell vornehmen, denn laut ADAC-Erkenntnissen ist diese Mehrarbeit für Anlasser und Batterie gerade bei warmem Motor zu vernachlässigen.

Tipp 4: Wer Sprit verbraucht, muss nicht auch noch Strom verbrauchen

Eingeschaltete elektrische Geräte kosten Sprit, denn Klimaanlage, Beleuchtung und Co beziehen ihre Energie aus dem Bordnetz. Die elektrische Energie dafür kommt vom Generator, der wiederum vom Verbrennungsmotor angetrieben wird. In diesem Fall allerdings steigt der Verbrauch, je länger die Gerätschaften laufen, unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit oder Distanz.

Eine Klimaanlage etwa führt je nach Fahrzeugmodell, Technik und Einsatzbedingungen zu einem Mehrverbrauch von etwa 0,3 bis 1,5 Litern pro 100 km, so der ADAC. Eine Standheizung kostet einen Mehrverbrauch von etwa 0,2 bis 0,5 Liter pro Stunde.

Ebenfalls sollte man darauf achten, dass offene Seitenfenster oder Schiebedächer die an der Außenhaut anliegende Luftströmung beeinträchtigen und somit ebenfalls Kraftstoff kosten. Bei 100 Stundenkilometern führen auf beiden Seiten offene Fenster bspw. zu einem Mehrverbrauch von etwa 0,2 Litern.

Tipp 5: Der Druck muss stimmen

Was man ohnehin regelmäßig tun sollte: den Luftdruck checken. Zu wenig Luft in den Reifen erhöht den Verbrauch. Laut ADAC würde schon ein 0,3 bar verminderter Luftdruck den Rollwiderstand steigern und somit für unnötigen Mehrverbrauch sorgen.

Tipp 6: Konstant ist King

Ein weiterer Aspekt ist eine dem Verkehrsfluss angepasste, möglichst konstante Geschwindigkeit, denn diese kann den Verbrauch ebenso senken. Häufiges Beschleunigen und Bremsen kostet Energie und damit Sprit. Darüber hinaus muss jedes Fahrzeug den Luftwiderstand, der sich um die Karosserie aufbaut, überwinden, so der ADAC. Dieser aerodynamische Widerstand steigt schneller als die Geschwindigkeit und kann den Kraftstoffverbrauch also überdurchschnittlich erhöhen. (mki)