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19. Februar 2026
Warum Makler von einheitlicher Tarifierung profitieren

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Warum Makler von einheitlicher Tarifierung profitieren

Warum Makler von einheitlicher Tarifierung profitieren

Versicherungsmakler erleben es täglich: Die Kalkulation von Versicherern zu individuellen Anfragen dauern oft lange und passen dann nicht mehr zur aktuellen Situation. Ein einheitliches Pricing- und Rating-Modell sorgt für Entlastung und bietet Vorteile für Versicherer, Makler und Kunden.

Ein Gastbeitrag von Stephan Fanenbruck, Country Manager Germany bei Guidewire

Versicherungsmakler kennen das Problem aus der täglichen Praxis: Ein Kunde fragt nach einem individuellen Tarif, der Versicherer braucht mehrere Tage für die Kalkulation, und am Ende passt das Angebot nicht mehr zur Markt- oder Kundensituation. Der Grund liegt oft in fragmentierten Systemen für Preisgestaltung und Tarifierung, die zu Zeitverzögerungen und Inkonsistenzen führen. Mit einem einheitlichen Modell für Pricing und Rating können Versicherer schnell maßgeschneiderte Angebote erstellen. Dies erleichtert die Arbeit der Makler, bringt dem Versicherer einen Wettbewerbsvorteil und den Kunden eine positivere Erfahrung.

Ineffiziente Prozesse geraten unter Druck

Die Herausforderungen für die Makler sind real und messbar: Laut der aktuellen Jungmaklerstudie von BearingPoint (2025) betrachten 85% der befragten Makler zu lange Wartezeiten als größte Herausforderung in der Zusammenarbeit mit Versicherern. Fast 40% erleben die Angebotserstellung als besonders schwierigen Prozess. Für Makler bedeuten Ineffizienzen in der Preisgestaltung konkrete geschäftliche Nachteile: Lange Wartezeiten bei Kundenanfragen kosten Abschlüsse, intransparentes Pricing erschwert die Kundenberatung und schafft Vertrauensprobleme.

Das herkömmliche Modell für die Tarifierung gerät zunehmend unter Druck. Die Kunden erwarten personalisierte, transparente und zeitnahe Angebote. Entwicklungen wie die wirtschaftliche Volatilität, steigende Kfz-Reparaturkosten und zunehmende Schäden durch extreme Wetterereignisse erfordern eine dynamische Preisgestaltung. Gleichzeitig setzen InsurTechs mit ihren schlanken, digitalen Prozessen etablierte Versicherer und Makler unter Druck. Und nicht zuletzt sind veraltete Prozesse auch ein Nachteil im Wettbewerb um die jungen Talente, die in der Branche gebraucht werden.

Die Lösung: Ein einheitliches Modell

Im herkömmlichen Workflow für Preisgestaltung und Tarifierung kämpfen Versicherer mit Silos für Prozesse und Daten. Aktuare entwickeln komplexe Tarifmodelle, indem sie historische Schadendaten analysieren und statistische Modelle berechnen. Softwareentwickler setzen dann das Tarifmodell um, indem sie mit einer Rating Engine die konkrete Prämie für einen Kunden berechnen. Dieser komplexe und langwierige Prozess ist anfällig für Fehler, die leicht zu finanziellen und regulatorischen Risiken werden.

Moderne Versicherer setzen auf ein neues Modell. Dieses einheitliche Pricing- und Ratingmodell vereint Aktuariat und Rating-Engine in einer einzigen Anwendung, die Silos zwischen Aktuaren und Preisgestaltungs- und IT-Teams beseitigt. KI-gestützte Tools helfen dabei, komplexe Modelle zu entwickeln und zu validieren, während Explainable-AI-Funktionen für die notwendige regulatorische Transparenz sorgen.

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