Welche Vertriebswege werden Sie für Ihre AVD-Produkte nutzen?
Der Vertrieb zum Endkunden erfolgt über unsere Vertriebspartner wie klassische Banken, Versicherer, Onlinebanken, Neobroker und unabhängige Finanzdienstleister. Gerade das ist einer der großen Unterschiede zu früheren Vorsorgeprodukten wie Riester: Das Altersvorsorgedepot kann in der gesamten Breite der Finanzindustrie angeboten werden, auf rein digitale Weise oder auch durch den persönlichen Finanzberater. Das stellt sicher, dass den unterschiedlichen Bedürfnissen der Anleger in Deutschland Rechnung getragen werden kann.
Sie sind dieses Jahr auch auf der DKM vertreten. Wird der Versicherungsmaklermarkt für Sie nun auch spannender?
Wir beobachten, dass der Markt für fondsgebundene Versicherungen weiter an Bedeutung gewinnt. In diesem Segment spielen ETFs heute bereits eine zentrale Rolle: Sie werden von Anlegern immer stärker nachgefragt, nicht nur aufgrund ihrer Popularität, sondern auch wegen Ihrer Kosteneffizienz, ihrer einfachen Handhabung und der breiten Diversifikation, die sie ermöglichen. Sie lassen sich zudem hervorragend in moderne Versicherungsprodukte integrieren. Gleichzeitig erfreuen sich unsere aktiv gemanagten ETFs und aktive Fondsbausteine großer Nachfrage von Versicherern und ihren Kunden, da sie spezifische Anlageziele und individuelle Bedürfnisse adressieren.
Was werden Sie tun, um sich in diesem Markt weiter zu etablieren?
Abseits von Investmentlösungen wollen wir Versicherer und angeschlossene Vertriebe noch stärker mit unserer führenden Risikomanagementtechnologie unterstützen. Unser Ziel ist, ihnen dabei zu helfen, bessere Portfolios für ihre Kunden zu konstruieren und zugleich ein besseres Verständnis für Portfoliochancen und -risiken zu schaffen. Dafür haben wir Anwendungen entwickelt, die gezielt auf die Bedürfnisse von Portfoliomanagern, Beratern und Vermittlern zugeschnitten sind. Um Versicherungsvertreter und freie Finanzdienstleister noch besser zu unterstützen, bauen wir zudem ein Team bei uns im Haus auf, das explizit diese Beratergruppen bei Fragen zu unseren Produkten und Technologielösungen unterstützt.
Die Versicherungsbranche hadert mit der Reform aufgrund des Kostendeckels von 1% beim Standardprodukt und der Verteilung der Abschlusskosten auf die gesamte Vertragslaufzeit. Wie ordnen Sie das ein?
Die Reform wird von Versicherern unterschiedlich bewertet: Die einen sehen Risiken für ihre bestehenden Riesterbestände, die anderen eine große Chance, da die private Altersvorsorge durch das neue Altersvorsorgedepot noch mal viel stärker ins Bewusstsein der Deutschen rückt. In vielen Gesprächen haben wir jedoch Häuser erlebt, für die Kostendeckel und Rahmenbedingungen kein Hindernis sind. Sie stellen sich der Entwicklung offen und entwickeln gemeinsam mit uns attraktive Lösungen für Ihre Kunden.
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Seite 3 Was sagen Sie zu der Kritik, dass beim Auszahlplan, der jetzt auch bei staatlich geförderten Produkten möglich ist, das Langlebigkeitsrisiko nicht abgesichert ist?
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