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23. März 2026
Wie mentale Gesundheit auf den Unternehmenserfolg einzahlt

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Wie mentale Gesundheit auf den Unternehmenserfolg einzahlt

Wie mentale Gesundheit auf den Unternehmenserfolg einzahlt

Aber viele Unternehmen unter­stützen eher mit Gutscheinen fürs Fitnessstudio oder dem klassischen Obstkorb die Gesundheit der Belegschaft.

Das sind oft reine „Pflaster­lösungen“. Der Fehler liegt meist im Ansatz: Wenn von 100 Mitarbeitern 20 laut nach einem Fitnessstudio schreien, führt der Chef das als Benefit ein. Aber was ist mit den restlichen 80%? Was ist mit denen, die sich vielleicht gar nicht ins Studio trauen und so weiter?

Also was würden Sie als „Best Practice“ empfehlen?

Best Practice bedeutet, nicht den einfachen Weg zu gehen, sondern den richtigen. Man drückt dem eigenen Kind ja auch nicht einfach einen Lolli in die Hand, damit es ruhig ist. Unternehmer müssen sich die Mühe machen, ihre Belegschaft wirklich zu analysieren: Wie ist die Altersstruktur? Was sind die wahren Krankheitsursachen? Nur so investiert man Budget sinnvoll und nicht nur in Maßnahmen, die gut klingen, aber verpuffen.

Inwieweit sollten sich Führungskräfte hier auch als Vorbilder betrachten und wie sieht denn „gesunde Führung“ im Maklerbetrieb für Sie aus?

Es gibt ein altes Sprichwort: Der Fisch stinkt immer vom Kopf. Das gilt auch hier. Ich kann von meinem Team keine Balance und Gesundheit erwarten, wenn ich als Chef Raubbau an meinem eigenen Körper betreibe. Führungskräfte müssen Vorbilder sein – auch darin, an der eigenen mentalen und körperlichen Fitness zu arbeiten. Gesundheit beginnt bei der Führung.

Dazu gehört auch eine Kultur der psychologischen Sicherheit. Wir verbringen mit unseren Kollegen oft mehr Zeit als mit unseren Ehe­partnern oder Kindern. Ein Maklerbetrieb ist wie eine Art „Arbeitsfamilie“. Wenn ein Unternehmer nicht bereit ist, Zeit und Energie in die Entwicklung und das Wohl­befinden dieser Menschen zu inves­tieren – auch auf die Gefahr hin, dass sie mal ab­geworben werden –, dann ist er in einer Führungsposition falsch.

Blicken wir in die Zukunft: Wie können sich Maklerbetriebe zukunftsfest aufstellen?

Der Faktor „Menschlichkeit“ wird in Zukunft für Maklerbetriebe überlebenswichtig. Wir erleben durch KI gerade einen massiven Umbruch. Reines Fach­wissen wird zur Commodity – es ist überall und jederzeit verfügbar, egal ob jemand seit sechs Monaten oder 50 Jahren im Job ist. Was eine KI aber nicht ersetzen kann, ist Menschlichkeit, Empathie und vertrauensvolle Kommunikation.

Das mittlere Management, das nur KPIs trackt, wird verschwinden, weil KIs das besser können. Die Führungskräfte der Zukunft sind „People Manager“, deren Hauptaufgabe ist, dass es den Menschen gut geht und sie gerne zur Arbeit kommen. Wer als Makler seine Mitarbeiter nur als Wissens­arbeiter sieht und nicht als Menschen fördert, wird langfristig verlieren.

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