Interview mit Francesco Jäger, er berät Unternehmen zu bKV und Corporate Health und ist Versicherungsmakler und Gründer des Private Health Club
Herr Jäger, Ihr Fokus liegt auf der betrieblichen Krankenversicherung (bKV). Können Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vorstellen?
Der Private Health Club wurde als bKV-Pool für Makler gegründet, um ihnen beim Vertrieb und auch beim Service am Kunden viel Arbeit abzunehmen. Durch uns wird die bKV für Makler zu einem erfolgreichen und skalierbaren Vertriebsmodell. Wir stellen eine komplette IT-Plattform mit dem Vergleich von bKV, mit Unterstützung beim Antrag und so weiter. Also bei uns dreht sich seit vielen Jahren alles um das Thema Mitarbeitergesundheit.
Ich als Person habe in der Vergangenheit und auch heute noch Unternehmen zum Thema bkV beraten. So bin ich seit vielen Jahren mit zahlreichen Unternehmen in Deutschland sozusagen täglich im Austausch über deren Mitarbeitergesundheit. Außerdem beschäftige ich mich auch selbst stark mit dem Thema Mitarbeiterbenefits und mit der Frage: Welche Benefits haben überhaupt einen Impact, welche haben keinen?
Inwiefern zahlt denn die bKV auf ein ganzheitliches Mental-Health-Konzept eines Unternehmens ein?
Die bKV ist ein starker Hebel, wenn man sie richtig einsetzt. Es geht nicht nur darum, Rechnungen zu bezahlen, sondern um Prävention. Ein Beispiel: Ein einfacher Blutcheck im Rahmen der bKV kann beispielsweise einen massiven Vitamin- bzw. Nährstoffmangel aufdecken. Dieser Mangel schlägt sich direkt auf die Stimmung und die Energie der betroffenen Person nieder. Hier greifen körperliche Vorsorge und mentale Gesundheit direkt ineinander. Zudem gibt es Tarife oder andere Angebote, die psychologische Soforthilfe und Coachings inkludieren. Das Unternehmen stellt die Ressourcen bereit, damit der Mitarbeiter sich um sich selbst kümmern kann – das ist gelebte Fürsorge.
Sehen Sie das Thema „Mental Health“ als temporären Trend an, der gerade in die Zeit passt, oder ist es nachhaltiger?
Es ist weit mehr als ein Trend, es ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Werfen wir einen Blick in die Gesundheitsreporte der Krankenkassen: Die Hauptgründe für Fehlzeiten sind Atemwegserkrankungen, Probleme mit dem Bewegungsapparat und – immer stärker werdend – die Psyche.
Und warum sollten sich aus Ihrer Sicht auch Maklerunternehmen gut damit auskennen?
Gerade in der Finanz- und Versicherungsbranche stehen psychische Erkrankungen oft sogar an erster Stelle. Wer als Unternehmer möchte, dass seine Mitarbeiter performen, muss verstehen, dass körperliches und mentales Wohlbefinden untrennbar mit dem unternehmerischen Erfolg zusammenhängen. Fühlt sich jemand in seinem Körper unwohl, leidet das Selbstbewusstsein und damit auch die mentale Belastbarkeit.
Seite 1 Wie mentale Gesundheit auf den Unternehmenserfolg einzahlt
Seite 2 Aber viele Unternehmen unterstützen eher mit Gutscheinen fürs Fitnessstudio oder dem klassischen Obstkorb die Gesundheit der Belegschaft.
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