Wenn die Effekte bereits eingepreist sind, wie zeigt sich das aktuell bei den Finanzierungszinsen?
Die aktuelle geopolitische Lage schlägt sich vor allem in einer deutlich höheren Volatilität an den Kapitalmärkten nieder. Nicht unerhebliche Schwankungen bei den Baufinanzierungszinsen sind die Folge – sowohl insgesamt als auch zwischen einzelnen Banken, die Zinssteigerungen nicht immer im gleichen Tempo oder im gleichen Maß weitergeben. Gerade deshalb ist übrigens auch ein unabhängiger Bankenvergleich so wichtig, wie wir ihn auch bei VON POLL FINANCE anbieten.
Bei den grundsätzlichen Anforderungen der Banken sehen wir bisher keine signifikanten Verschärfungen. Wenn die Energiepreisentwicklung jedoch zu einem nachhaltig höheren Preisniveau und damit auch zu erhöhten Lebenshaltungskosten führt, ist davon auszugehen, dass viele Banken ihre Wohn- und Nebenkostenpauschalen in der Haushaltsrechnung anpassen werden.
Worauf kommt es bei einer Finanzierung jetzt also besonders an?
Aus meiner Sicht sind hier vor allem zwei Dinge wichtig. Zum einen die langfristige Tragfähigkeit in Verbindung mit einer gewissen Flexibilität bei der Finanzierung, so dass beispielsweise Tilgungssatzwechsel und damit eine Anpassung der Finanzierung an veränderte Lebensumstände möglich sind. Zum anderen sollte die energetische Perspektive der Immobilie genauer betrachtet werden, weil eben dieser Faktor die laufenden Kosten und perspektivisch auch den Wert der Immobilie maßgeblich beeinflusst. Modernisierungen und relevante Fördermöglichkeiten sollten daher von Beginn an mit geplant und bei der Finanzierung berücksichtigt werden.
Porträtfoto: © von Poll Immobilien GmbH
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