ImmoScout24 hat Ergebnisse des aktuellen WohnBarometer für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Demnach ist der deutsche Immobilienkaufmarkt mit stabilen Preisen ins Jahr 2026 gestartet. Laut ImmoScout24 bleibt die Stimmung aber verhalten. Die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit und die geopolitischen Spannungen drücken auf die Nachfrage.
Nachfrage hat sich im ersten Quartal insgesamt verringert
Die Nachfrage nach Wohneigentum ist im ersten Quartal 2026 insgesamt gesunken. Gegenüber dem Vorquartal haben sich die Anfragen für Wohneigentum in den Metropolen um rund 8% verringert und in deren Umland um 5% verringert. Auch in den kreisfreien Städten und im ländlichen Raum hat die Nachfrage jeweils um 8% nachgegeben.
Anstieg zum Quartalsende
Zum Quartalsende zeigt sich jedoch eine andere Entwicklung. Demnach hat sich die Nchfrage in den fünf größten Städten Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main im März um rund 7% erhöht. Eine mögliche Ursache hierfür sehen die Experten in dem Umstand, dass viele Kaufinteressierte noch das Zinsniveau im März nutzen wollten.
„Viele Kaufinteressierte warten derzeit wegen der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ab“, erklärt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. „Der Nachfrageanstieg im März ist aus unserer Sicht kurzfristig zur Sicherung noch niedrigerer Zinsen. Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine Seitwärtsbewegung der Preise.“
Erste Erholungstendenzen vor allem bei Bestandswohnungen
Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Bestand haben sich bundesweit im ersten Quartal 2026 um 1,4% auf 2.610 Euro pro Quadratmeter erhöht. Die acht größten Metropolen wiesen mit einem Plus von durchschnittlich 1,1% ein geringeres Preiswachstum auf.
Die stärksten Preiszuwächse gab es in den günstigeren Metropolen: In Leipzig haben die Kaufpreise um 1,4% angezogen auf 3.034 Euro pro Quadratmeter. In Köln lag das Plus bei 2,3% (auf 4.441 Euro). Auch in Berlin sind die Preise spürbar gestiegen, und zwar um 1,1%.
Die geringste Preisbewegung ließ sich in München beobachten. In der Isarmetropol lag die Zunahme bei 0,3%. Mit 8.288 Euro pro Quadratmeter weist München aber weiterhin das höchste Preisniveau aller Metropolen auf.
Im Jahresvergleich haben sich die Preise ebenfalls in Köln (+6,5%), Leipzig (+5,5%) und Berlin (+5,4%) am dynamischsten entwickelt. Die schwächste Entwicklung zeigte sich in Stuttgart mit einem Plus von 0,9%.
Vielerorts stabile Seitwärtsbewegung im Neubau
Wie aus der Analyse von ImmoScout24 weiter hervorgeht, zeigt sich bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen im Neubau eine Seitwärtsbewegung: Im bundesweiten Schnitt bewegen sich die Preise mit +0,1% auf dem Niveau des Vorquartals (4.139 Euro pro Quadratmeter). In den Metropolen lag das Plus mit 0,8% geringfügig höher.
Ein starkes Wachstum der Kaufpreise von 2,1% legte Leipzig an den Tag. Auch in Frankfurt am Main betrug die Preiszunahme 1,3% (auf 7.362 Euro pro Quadratmeter). Düsseldorf verzeichnete einen Zuwachs von 1,5%, was ebenfalls überdurchschnittlich ist. Nahezu seitwärts entwickelten sich dagegen die Preise in Köln, München und Stuttgart mit jeweils +0,2%. In Berlin zeigte die Preiskurve gegenüber dem Vorquartal keine Veränderung.
Leipzig wies auch im Jahresvergleich mit einem Plus von 5,2% den stärksten Anstieg der Kaufpreise auf, gefolgt von Hamburg (+4,8%) und Köln (+4,4%).
Ein Blick auf die Preisentwicklung bei Einfamilienhäusern
Im Segment der Einfamilienhäuser im Bestand zeigten sich die Preise im ersten Quartal 2026 insgesamt stabil. Bundesweit legten sie leicht um 0,8% zu. In den Metropolen war wenig Veränderung auszumachen. Lediglich München hat mit einem Plus von 0,8% den gleichen Anstieg wie der Bundesdurchschnitt. Im Jahresvergleich wiesen Hamburg und Leipzig ein Wachstum von 3,4% auf.
Im Neubau sind die Hauspreise deutschlandweit nahezu unverändert geblieben (-0,1%). In Köln legten die Hauspreise um 1,6% zu. Dies ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Quartals. In den übrigen Metropolen bewegten sich die Preise im Bereich zwischen –0,2 und +0,4%. Im Jahresvergleich kletterten die Kaufpreise am stärksten in Berlin (+5,0%) und Hamburg (+3,5%), wohingegen sie in Frankfurt am Main nachgegeben haben (-1,5%).
Informationen zur Auswertung gibt es im Medienbereich von ImmoScout24. (tik)
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