Die Städte mit den höchsten Preisen
Trotz der allgemeinen stabilen Entwicklung gibt es regional große Unterschiede. Wie im Vorjahr weisen aktuell München mit 9.061 Euro pro Quadratmeter, Hamburg mit 6.569 Euro pro Quadratmeter und Frankfurt am Main mit 6.358 Euro pro Quadratmeter die höchsten Preise für Eigentumswohnungen auf. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern führen erneut München mit rund 1,25 Mio. Euro pro Quadratmeter, Bad Homburg mit rund 1 Mio. Euro pro Quadratmeter und Konstanz mit 985.000 Euro die Rangliste an.
Die energetische Kluft wächst
Neben der Lage gewinnt laut Engel & Völkers die energetische Qualität einer Immobilie bei der Preisentwicklung zunehmend an Relevanz. Käufer nehmen hierbei verstärkt den Sanierungszustand in den Blick. Besonders deutlich lässt sich das beim Thema Heizung beobachten. Wohnungen mit modernen Heizsystemen wie Fernwärme oder einer Elektro-Wärmepumpe legten in den vergangenen drei Jahren um mehr als 5% im Angebotspreis zu. Bei Wohnungen mit Öl- oder Gasheizung ist hingegen ein leichter Rückgang zu beobachten (–2,0 bzw. –0,9%).
Auch der Gesamtzustand einer Immobilie fällt stärker ins Gewicht. Eigentumswohnungen in den Energieeffizienzklassen A+, A und B verzeichneten im Vergleich der ersten Halbjahre 2025 und 2026 ein Preiswachstum von 1,2%. Die Preise in den Klassen C und D legten nur leicht um 0,3% zu. Ab Klasse E lässt sich eine Trendumkehr feststellen: Für Wohnungen der Effizienzklassen E und F verringerten sich die Preise um 1,4%, ab Klasse G um 2,1%.
Ausblick: Markt dürfte weiter von Stabilität geprägt sein
Für die kommenden Monate geht Engel & Völkers von einer anhaltend stabilen Entwicklung des Markts für private Wohnimmobilien aus. Zu erwarten sind eine konstante Transaktionsaktivität und leichte Preissteigerungen im Bereich der aktuellen Inflationsrate. Mit auffälligen Preissprüngen sei nicht zu rechnen. Bei den Angebotsmieten prognostizieren die Experten einen Anstieg um rund 2% jährlich.
„Unsere Marktanalysen belegen deutlich die Wertbeständigkeit von Wohnimmobilien und die Widerstandsfähigkeit des Marktes“, fasst Zalewski zusammen. „Die energetische Qualität wird dabei zu einem eigenständigen Preisfaktor. Wer in eine Sanierung investiert, sichert sich langfristig einen markanten Wertvorteil gegenüber unsanierten Objekten.“ (tik)
Weitere Informationen sowie den Download zum Marktbericht gibt es unter engelvoelkers.com. (tik)
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