Interview mit Adrian Santoro, Geschäftsführer KlinikRente
Herr Santoro, zunächst noch einmal herzlichen Glückwunsch zur Ernennung als Geschäftsführer der KlinikRente zum 01.01.2026. KlinikRente ist seit vielen Jahren im Bereich der privaten Einkommenssicherung im Gesundheitswesen etabliert. Der Zugang beschränkt sich allerdings nicht nur auf klassisches medizinisches Personal. Welche Berufsgruppen erreichen Sie mit KlinikRente?
Vielen lieben Dank! KlinikRente ist tatsächlich breiter aufgestellt, als viele denken. Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte sind unsere Kernzielgruppe. Aber Gesundheitsversorgung ist Teamarbeit. Deshalb versichern wir alle Menschen im Gesundheitswesen – von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Hebammen über Apotheken und Verwaltungskräfte bis hin zu Küchen- und Reinigungspersonal. Jeder der in Deutschland über 6 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen kann von unseren Branchentarifen profitieren – und das zu vergünstigten Großkundenkonditionen. Dazu kommen Studierende der Humanmedizin sowie Ehepartner, Lebensgefährten und Kinder von Branchenangehörigen. Unser Motto lautet: Aus der Branche für die Branche – und das nehmen wir sehr ernst.
Einkommensabsicherung ist in Medizin- und Pflegeberufen ein zentrales Thema. Wo sehen Sie aktuell die größten Absicherungslücken bei Beschäftigten im Gesundheitswesen?
Die Absicherungslücke zieht sich quer durch alle Bereiche des Gesundheitssektors. Viele Beschäftigte wiegen sich in einer falschen Sicherheit und denken, sie seien über die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ausreichend geschützt – ein fataler Irrtum. Die zahlt oft nur 30 bis 40% des letzten Nettoeinkommens. Besonders dramatisch: Pflegekräfte und andere körperlich Belastete bekommen aufgrund hoher Risiken oft gar keinen BU-Schutz oder nur zu unbezahlbaren Konditionen. Unsere Grundfähigkeitsversicherung KlinikRente.Vitalschutz ist deshalb bei Vermittelnden und deren Kundschaft in der Gesundheitsbranche sehr gefragt. Menschen in Pflegeberufen erhalten damit einen bezahlbaren Schutz, der genau die Fähigkeiten absichert, die für ihre Tätigkeit existenziell sind – zum Beispiel der Gebrauch einer Hand, Schieben oder Heben.
Zudem bergen medizinische Berufe spezifische Risiken, die in der Einkommenssicherung berücksichtigt werden sollten – Stichwort Infektionsschutz. Hier leisten wir mit unserer Infektionsklausel bereits bei einem teilweisen Tätigkeitsverbot oder bei eingeschränkter Berufsausübung durch die Vorgaben eines Hygieneplans.
KlinikRente bietet seit zehn Jahren Produkte zur privaten Einkommenssicherung. Zum Anlass des Jubiläums letztes Jahr wurde die BU unter der Konsortialführerschaft von Swiss Life überarbeitet. Welche Änderungen stehen im Fokus?
Wir haben diverse Verbesserungen vorgenommen: Erstens eine optimierte und zeitgemäße Nachversicherungsgarantie – um bis zu jeweils 50% und bis zu 3.000 Euro Monatsrente bei 18 definierten Karrieresprüngen oder Lebensereignissen –, was insbesondere Jungakademikern zugutekommt. Die „Karrieregarantie“ wiederum ermöglicht bei Gehaltssprüngen von mindestens 5% einmal jährlich die Erhöhung der BU- bzw. Grundfähigkeitsrente im selben Verhältnis ohne erneute medizinische Risikoprüfung bis zu einer Obergrenze von 4.000 Euro monatlich.
Zweitens haben wir die AU-Option ausgebaut: Diese ist nun auch Bestandteil unserer Grundfähigkeitsversicherung. Bei Abschluss können Kundinnen und Kunden zwischen einer maximalen Leistungsdauer von 24 und 36 Monaten wählen. Leistung gibt es bereits nach sechs Monaten Arbeitsunfähigkeit, auch ohne festgestellte dauerhafte Berufsunfähigkeit. Drittens profitieren unsere neuen Versicherten von einer jetzt in den AVBs festgeschriebenen Besserstufungsoption, welche die Berufseinstufung in ausgewählten Situationen ohne erneute Gesundheitsfragen prüft.
Seite 1 „Absicherungslücke zieht sich durch den gesamten Gesundheitssektor“
Seite 2 Frauen stellen einen Großteil der Beschäftigten im Gesundheitswesen. Dadurch ergeben sich besondere Herausforderungen in der Einkommenssicherung, etwa durch Teilzeit, Erwerbsunterbrechungen oder Doppelbelastungen. Wie geht KlinikRente darauf ein?
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