Wie hat sich das Publikum der DKM in den vergangenen Jahren verändert – und welche Zielgruppen gewinnen künftig an Bedeutung?
TK Das Publikum ist breiter und vielfältiger geworden. Zur DKM kommen heute sowohl kleinere Vermittlerbetriebe als auch große Einheiten. Gleichzeitig ist der Markt professioneller geworden. Professionalisierung bedeutet dabei heute nicht nur fachliche Spezialisierung. Sie meint auch unternehmerische Klarheit: belastbare Prozesse, strategische Positionierung und die Fähigkeit, aus dem Erfahrungsaustausch anderer Marktteilnehmer zu lernen. Diese Entwicklung wirkt sich auf Themen, Formate und Erwartungen aus. An Bedeutung gewinnen aus unserer Sicht vor allem junge Makler sowie Frauen im Versicherungsvertrieb. Beide Gruppen sprechen wir gezielt über unsere Communitys „Jungmakler“ und „FemSurance“ an.
Was erwartet unterschiedliche Besuchertypen konkret – vom Erstbesucher über den etablierten Makler bis hin zu großen Maklerhäusern?
TK Erstbesucher sollen sich möglichst schnell orientieren können. Dafür gibt es mit der DKM Connect eine eigene Anlaufstelle, die Einstieg und Vernetzung erleichtern soll. Etablierte Vermittler profitieren vor allem vom erweiterten Weiterbildungs- und Kongressangebot. Für kleinere Maklerbetriebe ist zudem wichtig, in kurzer Zeit verdichtete Momentaufnahmen zu erhalten und mit Experten direkt ins Gespräch zu kommen. Das kann helfen, die eigene Position im Markt besser einzuschätzen. Für größere Gewerbemaklerhäuser bauen wir zudem die Zusammenarbeit mit den Vermittlerverbänden BDVM und BVK weiter aus.
Welchen konkreten Nutzen haben Aussteller heute von einer Teilnahme – und wie hat sich deren Erwartung an die Messe verändert?
LK Die Gespräche auf der DKM sind anspruchsvoller geworden. Besucher kommen besser informiert. Darauf reagieren die Aussteller mit intensiverer Vorbereitung und spezialisierterem Fachpersonal am Stand. Der Nutzen liegt deshalb nicht nur in Reichweite oder Neukundengewinnung. Gerade in einem Geschäft, das stark von Vertrauen lebt, bleibt die persönliche Begegnung zentral. Die Messe schafft einen Rahmen, in dem belastbare Beziehungen entstehen oder vertieft werden können und zugleich ein genaueres Verständnis dafür wächst, was Vermittler aktuell bewegt.
Ein Makler ist noch unentschlossen: Was ist das stärkste Argument, Ende Oktober zur DKM zu kommen?
TK Das stärkste Argument ist, dass Vermittler auf der DKM in sehr kurzer Zeit ein Maß an Marktüberblick, Einordnung und Gesprächsdichte bekommen, das sich im Alltag kaum abbilden lässt. Wer die Messe gut vorbereitet besucht, kann in zwei Tagen sehr viele Gespräche, Einschätzungen und Marktsignale bündeln, für die sonst zahlreiche Einzeltermine nötig wären.
LK Hinzu kommt, dass das gesamtwirtschaftliche und politische Umfeld für die Versicherungsbranche an Bedeutung gewinnt. Auch hier setzt die DKM Impulse, die über das klassische Messegeschehen hinausgehen. Ein Beispiel ist der Auftritt von Carlo Masala, einem renommierten Experten in puncto Sicherheitspolitik, der die geopolitische und wirtschaftliche Lage einordnet. Solche Perspektiven helfen, Marktentwicklungen besser zu verstehen.
Lesen Sie auch: DKM 2026: Kompakte Messetage bieten Orientierung im Markt
Interessieren Sie sich für weitere Hintergrundartikel aus der Branche? Dann abonnieren Sie das monatliche Fachmagazin AssCompact – kostenfrei für Versicherungs- und Finanzmakler.
Seite 1 „Die DKM ist der Kompass im Umbruch des Maklermarkts“
Seite 2 Wie hat sich das Publikum der DKM in den vergangenen Jahren verändert – und welche Zielgruppen gewinnen künftig an Bedeutung?
- Anmelden, um Kommentare verfassen zu können
