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16. Januar 2026
Finanzsektor sticht bei Frauenanteil in Vorständen heraus

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Finanzsektor sticht bei Frauenanteil in Vorständen heraus

Finanzsektor sticht bei Frauenanteil in Vorständen heraus

Der Frauenanteil in den Vorständen der größten Unternehmen in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr kaum noch erhöht. Er blieb in den meisten Unternehmensgruppen bei etwa 20% stehen. Die Versicherungs- und Finanzbranche nimmt jedoch beim Anteil von Frauen in Vorständen derzeit eine besondere Rolle ein.

In den größten Unternehmen hierzulande stagnierte der Frauenanteil in den Vorständen im vergangenen Jahr. Er lag Ende 2025 in den meisten der untersuchten Unternehmensgruppen bei maximal etwa 20% und war teilweise sogar rückläufig. Das sind Ergebnisse aus dem aktuellen Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Wieder mehr männliche Vorstandsmitglieder

Das DIW hat zudem herausgefunden, dass die Stagnation in vielen Fällen nicht auf eine sinkende Zahl von Frauen in Vorständen zurückzuführen war, sondern auf einen im Vergleich zum Vorjahr stärkeren Zuwachs männlicher Vorstandsmitglieder. Doch es gibt auch eine Branche, in der es anders lief: den Finanzsektor. Hier ist der Frauenanteil in den Vorständen weiter gestiegen.

„Die jüngste Entwicklung ist ein Warnsignal“

Noch sei laut Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics im DIW Berlin, unklar, ob man es mit einer kurzfristigen Delle oder dem Beginn einer längeren Stagnation beim Frauenanteil in Spitzenpositionen zu tun habe. „Klar ist aber: Die jüngste Entwicklung ist ein Warnsignal, dass Fortschritte bei der Gleichstellung in Führungspositionen kein Selbstläufer sind“, so Wrohlich.

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