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11. März 2026
Offene Immobilienfonds: Blick auf den Markt
Scope-Analyse zur Entwicklung bei offenen Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds: Blick auf den Markt

Scope hat den Markt für offene Immobilienfonds beleuchtet. Für 2026 rechnet die Ratingagentur mit weiteren Mittelabflüssen. Die meisten Fonds würden aktuell aber ausreichend Objektverkäufe realisieren. Grundsätzlich geht Scope im Durchschnitt von einer Erholung der Renditen aus.

Mit Blick auf die Lage bei offenen Immobilienfonds sprechen die Experten der Ratingagentur von einer „anspruchsvollen Marktphase“. Zuletzt stoppten zwei offene Immobilienfonds die Rücknahme der Anteile, wie AssCompact berichtete: zunächst der WERTGRUND WohnSelect D, dann auch der FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND.

Ein von Unsicherheit geprägtes makroökonomisches Umfeld, anhaltend schwache Immobilien-Transaktionsmärkte, deutliche Mittelabflüsse und einzelne Rücknahmeaussetzungen würden der Branche zusetzen. Geopolitische Spannungen wie jüngst der Irankrieg würden zusätzlich auf die Stimmung an den Finanzmärkten drücken.

Im Rahmen der Marktanalyse von offenen Immobilienfonds geht die Ratingagentur für das laufenden Jahr von weiteren Mittelabflüssen aus: 2025 wiesen offene Immobilienfonds einen Nettomittelabfluss von rund 7,6 Mrd. Euro. Im Jahr 2024 waren es 5,9 Mrd. Euro. Das Gesamtvermögen dürfte sich laut Scope-Einschätzung 2026 weiter verringern, auch wenn nicht alle Fonds davon gleichermaßen betroffen sind. So würden einige Fondsanbieter einen Rückgang der Kündigungen verzeichnen.

Liquiditätsmanagement im Blick

2024 lag das Objektverkaufsvolumen sämtlicher Fonds bei rund 5,3 Mrd. Euro, der Nettomittelabfluss bei 5,1 Mrd. Euro. Im Jahr 2025 erhöhte sich das Verkaufsvolumen auf 6,7 Mrd. Euro, wohingegen der Nettomittelabfluss im Saldo 6,2 Mrd. Euro betrug. Laut Scope würden diese Zahlen zeigen, dass die Fonds in Summe signifikante Objektverkäufe realisieren können. Auch für 2026 sagt der überwiegende Teil der Fondsmanager, die zur Liquiditätsbeschaffung erforderlichen Verkäufe realisieren zu können. Eine Rücknahmeaussetzung halten die meisten Fondsmanager deshalb weiterhin für unwahrscheinlich. Dies gilt vor allem für die Manager der fünf Flaggschiff-Fonds. Für einzelne Fonds könne Scope weitere Rücknahmeaussetzungen dennoch nicht ausschließen, wie es von der Ratingagentur heißt.

Auf Basis der Ende Januar 2026 verfügbaren Daten hielten die 26 von Scope untersuchten Fonds liquide Mittel in Höhe von zusammen 15,4 Mrd. Euro, was einer Liquiditätsquote von durchschnittlich 15,2% des Fondsvermögens entspricht. Somit befinden sich die Fonds auf einem grundsätzlich soliden Niveau und bleiben nach wie vor deutlich über der regulatorischen Mindestliquiditätsanforderung von 5%.

Konservativere Bewertung der Fonds

Aufgrund von Bewertungsanpassungen sind die Fonds deutlich konservativer bewertet als in den Vorjahren, wie Scope mitteilt. Die Vermietungsquoten der offenen Immobilienfonds würden sich auf einem soliden Niveau bewegen. Mit durchschnittlich 92,6% (30.01.2026) bleibt die volumengewichtete Quote auf dem gleichen Niveau wie Ende 2024 (92,4%). Viele Mietverträge wurden während der Corona-Pandemie langfristig abgeschlossen oder vorzeitig verlängert.

Renditen dürften sich erholen – im Durchschnitt

Ende 2025 lag die Zwölfmonatsrendite bei –1,2%. Auch zum 31.01.2026 belief sich der Durchschnitt der Branche bei –1,2% (Spanne von –18,2% bis +3,2%). Als Hauptursache für die negative Durchschnittsrendite nennen die Experten von Scope Wertberichtigungen in den Immobilienportfolios einiger Fonds und negative Effekte aus den Verkaufsaktivitäten. Für das laufende 2026 rechnet die Ratingagentur im Durchschnitt grundsätzlich mit einer Erholung der Renditen bei offenen Immobilienfonds, sofern nicht weitere Ereignisse zu neuen signifikanten Rückgabeverlangen der Anleger führen. Weitere Informationen zum Marktbericht gibt es auf scopeexplorer.com/news. (tik)

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