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7. Mai 2026
map-report nimmt Solvabilität der Versicherer unter die Lupe

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map-report nimmt Solvabilität der Versicherer unter die Lupe

map-report nimmt Solvabilität der Versicherer unter die Lupe

Das Analysehaus Franke und Bornberg hat erneut die Lebensversicherer und privaten Krankenversicherer im Hinblick auf deren Solvabilitätsquoten unter Solvency II beleuchtet. Die Analyse zeigt die Solvabilität im Vergleich von 2016 bis 2025. Erstmals bezieht der map-report auch Schaden-/Unfallversicherer ein.

Die Gesellschaften haben abermals ihre SFCR-Berichte nach dem Solvency-II-Regime vorgelegt. Im Rahmen des map-report 944 hat Franke und Bornberg die Daten ausgewertet. Zum ersten Mal haben die Analysten dabei auch die Schaden-/Unfallversicherung einbezogen. Berücksichtigt sind die nach verdienten Bruttobeiträgen 50 größten Gesellschaften dieser Sparte.

Stabiles Bild bei deutschen Versicherern

Laut den Analysten zeigt die Assekuranz hierzulande zehn Jahre nach Einführung von Solvency II ein stabiles Bild. So haben sich mit dem weitgehenden Wegfall der Solvency-II-Übergangsmaßnahmen die Unterschiede zwischen der aufsichtsrechtlichen SCR-Quote und der Basis-SCR-Quote auf ein historisches Minimum verringert. Die Quoten seien somit aussagekräftiger und direkter vergleichbar als zuvor. Die nur noch geringfügigen Unterschiede wertet Franke und Bornberg außerdem als Zeichen dafür, dass die Branche das Niedrigzinskapitel weitgehend abgeschlossen habe.

Quoten verschiedener Sparten nicht unmittelbar vergleichbar

Die Bedeckungsquoten seien laut Franke und Bornberg kein Rankinginstrument für die allgemeine Sicherheit eines Versicherers. Sie würden vielmehr zeigen, wie groß der vorhandene Kapitalpuffer im Verhältnis zu den aufsichtsrechtlich ermittelten, unternehmensspezifischen Risiken ist. Aus diesem Grund seien die Quoten verschiedener Sparten nicht unmittelbar vergleichbar.

So hätten Lebens- und Krankenversicherer typischerweise langfristige Verpflichtungen gegenüber Kunden. In der PKV seien außerdem Alterungsrückstellungen von großer Relevanz. Sachversicherer wiederum seien stärker von kurzfristig schwankenden Schadenverläufen geprägt.

„Niedrigere Bedeckungsquoten bei Sachversicherern bedeuten deshalb nicht automatisch, dass sie schlechter aufgestellt sind. Sie spiegeln oft vor allem wider, dass dort andere, volatilere und stärker schadengetriebene Risiken zu unterlegen sind als in der Lebens- und Krankenversicherung“, erklärt Reinhard Klages, Analyst des map-report.

Spannweite zwischen Unternehmen bleibt hoch

Nach wie vor ist eine breite Streuung zwischen den Versicherern in allen drei Sparten vorhanden. Die einzelnen Unternehmen sind recht unterschiedlich aufgestellt, was der Marktdurchschnitt aber verdecke, wie es von Franke und Bornberg dazu heißt.

Zinswende sorgt für verbesserte Solvenzlage der Lebensversicherer

Die Solvenzlage der Lebensversicherer hat sich deutlich verbessert. So hat sich die aufsichtsrechtliche SCR-Quote der Lebensversicherungsbranche (anrechenbare Eigenmittel im Verhältnis zum SCR inklusive Übergangsmaßnahmen) von 340,3 auf 409,3% erhöht. Den Ausschlag haben hier höhere Zinsen und günstigere Marktbedingungen für die Bewertung langfristiger Garantien gegeben.

Die Basis-SCR-Quote (ohne Volatilitätsanpassung und Übergangsmaßnahmen) hat sich von 308,6 auf 379,5% verbessert. Die Differenz zur aufsichtsrechtlichen SCR-Quote beträgt nur noch 29,8 Prozentpunkte – vor 2024 lag sie häufig bei über 300, teils bei über 500 bis hin zu 1.100 Prozentpunkten. „Das Übergangshilfen-Kapitel ist damit de facto abgeschlossen“, schreiben die Analysten.

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