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21. August 2026
Gen Z: Nur jeder Zweite rechnet mit gesetzlicher Rente
Gen Z: Nur jeder Zweite rechnet mit gesetzlicher Rente

Gen Z: Nur jeder Zweite rechnet mit gesetzlicher Rente

Die ING und Visa haben eine Umfrage in der Generation Z zum Thema Altersvorsorge durchgeführt. Und auch dort schwindet das Vertrauen in die gesetzliche Rente. Aber: Viele schielen schon aufs Altersvorsorgedepot.

Das Vertrauen der Generation Z in die gesetzliche Rente ist innerhalb eines Jahres nochmals gesunken, wie eine repräsentative Umfrage von forsa im Auftrag von ING Deutschland und Visa unter 1.000 Menschen zwischen 18 und 30 Jahren zeigt. Nur noch 49% der jungen Generation erwarten, im Alter eine gesetzliche Rente zu erhalten. 2025 waren es noch 56%. Dabei sorgen sich vier von fünf jungen Erwachsenen um ihre Altersvorsorge und fürchten sich vor Altersarmut.

Altersvorsorgedepot und junge Generation

Aber auch die Generation Z verspürt mit der Reform der privaten Altersvorsorge einen Lichtblick. Denn zwei Drittel der 18– bis 30-Jährigen findet das Altersvorsorgedepot attraktiv, zeigt die Umfrage. Die Bekanntheit ist aber noch ungleich verteilt: Zwei Drittel der jungen Männer kennen das geplante Altersvorsorgedepot, bei den Frauen ist es jedoch nur jede Zweite.

Dass eine staatliche Rente reichen wird, um den Lebensstandard im Alter zu halten, glaubt nur eine absolute Minderheit, nämlich 5%. Auch deshalb spart mehr als die Hälfte der jungen Anlegerinnen (53%) bereits heute für die Altersvorsorge, so die ING in ihrer Pressemitteilung zur Umfrage.

Dass das Altersvorsorgedepot bei der Generation Z Interesse weckt, ist laut Lars Stoy, Vorstandsvorsitzender der ING, jedoch folgerichtig: „Die Analyse zeigt, dass die Gen Z ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand nimmt. Sie spart regelmäßig, investiert langfristig und nutzt vor allem breit gestreute ETFs. Das Altersvorsorge-Depot trifft damit bei vielen jungen Erwachsenen einen Nerv. Damit aus Offenheit echte Vorsorge wird, braucht es einfache, verständliche und kostengünstige Angebote.“

Gen Z investiert

Wie genau die Gen Z ihr Geld anlegt, zeigt die Auswertung anonymisierter Daten der ING Deutschland von rund 1,1 Millionen jungen Kundinnen und Kunden. Knapp die Hälfte (47%) der jungen Depotkundinnen und -kunden spart regelmäßig per Wertpapiersparplan, im Durchschnitt etwa 365 Euro pro Monat (351 Euro im Vorjahr). Der Großteil dieser Einzahlungen, nämlich 90%, fließt in ETFs.

Außerdem hält etwa die Hälfte der jungen Depotkundinnen und -kunden ausschließlich breit gestreute ETFs wie den MSCI World oder den FTSE All-World. Das durchschnittliche Depotvolumen stieg binnen eines Jahres von 14.600 Euro auf 17.800 Euro. Selbst in schwankungsreichen Marktphasen bleiben die jungen ING-Kundinnen und -Kunden also gelassen, denn in der jüngsten Phase erhöhter Marktvolatilität hat sich laut Angaben der Bank ihr Handelsverhalten kaum verändert.

Altersvorsorge unter den wichtigsten Sparzielen

Insgesamt sagen 85% der 18– bis 30-Jährigen, dass sie einen guten Überblick über ihre Finanzen haben. Regelmäßig Geld anzulegen fällt dabei zwei Dritteln eher oder sogar sehr leicht. „Die Gen Z geht selbstbewusst mit ihren Finanzen um. Digitale Angebote helfen ihr dabei, Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, auch langfristig Vermögen aufzubauen“, sagt Albrecht Kiel, Zentraleuropa-Chef von Visa.

Beim Sparen und Investieren ist die Gen Z insgesamt aktiver als im Vorjahr: Neun von zehn Befragten sparen oder legen Geld an. Dabei setzt die Gen Z vor allem auf langfristige Ziele: An erster Stelle stehen Rücklagen für Notfälle mit 64%, gefolgt von finanzieller Unabhängigkeit mit 54 sowie Altersvorsorge mit 53%. Für den Kauf einer Immobilie sparen aktuell 30%, 2025 waren es noch 40%. Wer regelmäßig vorsorgt, legt im Schnitt gut ein Viertel des monatlichen Geldeingangs zurück. (mki)

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