Die NÜRNBERGER hat die gesellschaftsrechtliche Struktur ihres Schaden- und Unfallversicherungssegments vereinfacht. Dafür wurden die Tochtergesellschaften GARANTA Versicherungs-AG sowie die NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG auf die NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG verschmolzen. Somit fungiert die NÜRNBERGER Allgemeine künftig als Hauptrisikoträger in der Schaden- und Unfallversicherung der NÜRNBERGER Gruppe, heißt es in einer Pressemitteilung.
Keine Änderungen für Kunden und Vertriebspartner
„Mit der Bündelung unserer Risikoträger reduzieren wir Komplexität und schaffen eine zukunftsfähige Struktur“, wird Christine Kaaz, Mitglied des Vorstands der NÜRNBERGER und verantwortlich für die Schaden- und Unfallversicherung, zitiert. So werden beispielsweise mit der Verschmelzung einfachere Voraussetzungen für künftige Prozess- und Systemmodernisierungen geschaffen. Bestehende Verträge werden unverändert von der NÜRNBERGER Allgemeine fortgeführt, heißt es. Leistungen, Beiträge sowie Ansprechpartner bleiben gleich, auch das Produktportfolio ändert sich nicht. Sowohl für Kunden als auch für Vertriebspartner ergeben sich keine Änderungen.
Schaden- und Unfallgeschäft hat schwere Jahre hinter sich
Das Schaden- und Unfallgeschäft der NÜRNBERGER hatte sich in den vergangenen Jahren als großes Sorgenkind für den Konzern erweisen: Im Jahr 2024 hatte der Konzern ein Ergebnis von -77 Mio. Euro ausweisen müssen. Hauptgrund war die hochdefizitäre Schaden- und Unfallsparte, die ein Minus von 157,4 Mio. Euro verzeichnete. Hauptursachen seien stark gestiegene Schadenaufwendungen aufgrund von Inflation und Großschäden gewesen. Mithilfe von Sanierungsmaßnahmen und aufgrund einer deutlich geringeren Belastung aus dem Risiko Naturgefahren konnte der Konzern das Ergebnis für das Jahr 2025 auf -38,2 Mio. Euro verbessern, der Konzernergebnis stieg 46,8 Mio. Euro.
NÜRNBERGER ist seit Mai Teil der VIG
Seit Mai 2026 gehört die NÜRNBERGER Versicherung zudem endgültig zur Vienna Insurance Group (VIG). Die VIG hält zusammengerechnet 99,2% des Grundkapitals und der Stimmrechte an der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG. Die VIG hat der NÜRNBERGER im Zuge des Übernahme unter anderem ihre Unterstützung bei der Modernisierung der Fach- und IT-Systeme zugesagt. (js)
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