Wer hierzulande eine Eigentumswohnung oder ein Ein- oder Zweifamilienhaus erwirbt, profitiert laut einer Analyse von Engel & Völkers derzeit von einer besonderen Konstellation am Markt: Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser bleiben im Durchschnitt stabil, während zugleich das Angebot am Markt zunimmt. Dies sind Ergebnisse aus dem „Marktbericht Wohnimmobilien in Deutschland 2026/27“ von Engel & Völkers, der die bundesweite Entwicklung sowie 55 ausgewählte Städte beleuchtet.
Stabile Angebotspreise für Wohnungen und Häuser
Im zweiten Quartal 2026 betrug der durchschnittliche Angebotspreis für Eigentumswohnungen in Deutschland 4.034 Euro pro Quadratmeter. Das sind 1,5% mehr als im Vorjahr. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern lag der Median-Angebotspreis bei 395.000 Euro, was einem Plus von 2,6% entspricht. Inflationsbereinigt bleiben die realen Angebotspreise in beiden Segmenten also fast unverändert. Dies ist in erster Linie auf die weiterhin geringe Bautätigkeit zurückzuführen, die verhindert, dass der Engpass am Neubaumarkt behoben werden kann. Parallel legen die Angebotsmieten zu: Über die vergangenen fünf Jahre haben sich die Mieten für Wohnungen um insgesamt 24,3% erhöht.
Vermarktungszeiten verlängern sich
Die durchschnittliche Vermarktungszeit je Objekt hat 2026 zugenommen. Wie es im Marktbericht heißt, liegt dies zum einen daran, dass die Zahl der inserierten Bestandsimmobilien gestiegen ist. So holen Eigentümer zuvor verschobene Verkäufe jetzt nach. Im zweiten Quartal 2026 waren fast 11% mehr Bestandswohnungen online inseriert als im Vorjahresquartal. Kaufinteressierte bringt dies in die laut Bericht „angenehme Situation, eine größere Auswahl an Objekten vorfinden zu können“. Die Phase der überstürzten Entscheidungen sei dadurch vorerst vorbei. Für Verkäufer bedeute dies aber einen größeren Wettbewerb und damit unter Umständen weniger Kaufinteressenten je Objekt und somit auch längere Vermarktungszeiten.
Stabilität trifft auf größere Auswahl
„Stabile Preise und eine größere Auswahl an privaten Wohnimmobilien beruhigen einen Markt, der in den vergangenen Jahren sehr dynamisch war”, erklärt Till-Fabian Zalewski, Group Co-CEO von Engel & Völkers. „Die moderate Kaufpreisentwicklung bei gleichzeitigem Plus am Mietmarkt unterstreicht, dass der Erwerb einer Immobilie derzeit eine besonders sinnvolle Option darstellt.”
Seite 1 Wohnimmobilien: Käufer profitieren von aktueller Marktlage
Seite 2 Die Städte mit den höchsten Preisen
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