Ein Artikel von Pascal Wannicke, Geschäftsführer der SECHZEHN54 GmbH
Im letzten Beitrag wurden die Ursachen und Gründe für den Unternehmensverkauf von jungen Maklern, also Maklern bis zu einem Alter von ca. 45 Jahren, erläutert. Dieser Artikel beschäftigt sich hingegen mit dem strategischen Rational der Käuferseite und zeigt die zunehmende Bedeutung für die Partei auf. Während Transaktionen in der Vergangenheit häufig durch klassische Altersnachfolgen geprägt waren, geht der Wert durch den Kauf von Maklerunternehmen mit jüngeren Inhabern deutlich über den reinen Umsatzgewinn hinaus. Die kaufenden Maklergruppen stehen bereits heute vor der Herausforderung, das eigene organische Wachstum auch nachhaltig sicherzustellen und die Integration von zugekauften Maklerunternehmen voranzutreiben. Die gezielte Akquisition von Maklerunternehmen mit jungen Inhabern nimmt dabei eine zentrale Funktion ein.
Beantwortung von Nachfolge- und Wachstumsfragen
Viele Maklergruppen haben in den vergangenen Jahren eine erhebliche Anzahl von Unternehmen und Beständen im Zuge klassischer Altersnachfolgen erworben. Diese Transaktionen sicherten die eigene Marktposition oder bauten diese aus. Jedoch führten diese Käufe zugleich zu strukturellen Herausforderungen in der Organisation der gesamten Gruppe, da der Bedarf an tragfähigen internen Nachfolgelösungen auf operativer Ebene in den unterschiedlichen Regionen deutlich zugenommen hat.
Durch die gezielte Akquisition von Maklerunternehmen mit jungen Inhabern kann man eine strukturelle Verjüngung unterstützen bzw. beschleunigen. Junge Maklerinhaber weisen typischerweise einen mittel- bis langfristigen beruflichen Zeithorizont auf und sind in der Lage, schrittweise Verantwortung innerhalb bestehender Gruppenstrukturen zu übernehmen. Sie können als zukünftige Standortleiter, regionale Verantwortliche oder Mitglieder einer verjüngten Führungsmannschaft auf Gesamtebene fungieren und damit gruppeninterne Nachfolgethemen adressieren. Neben der reinen unternehmerischen Kontinuität gewinnen Maklergruppen auch personelle Substanz, da diese Maklerunternehmen häufig Teams mitbringen, die aus einer ähnlichen Altersgeneration wie der Maklerinhaber stammen. In einem Marktumfeld, das zunehmend vom Wettbewerb um Fachkräfte geprägt ist, stellt die Sicherung dieser Mitarbeiter einen weiteren wesentlichen strategischen Pfeiler dar.
In der Gesamtbetrachtung zielen die Zukäufe jener Makler somit nicht ausschließlich auf Umsatzwachstum ab. Vielmehr tragen diese Transaktionen zur Etablierung einer belastbaren Plattform für langfristiges und nachhaltiges Wachstum bei.
Seite 1 Warum sich Unternehmen von jungen Maklern gut verkaufen
Seite 2 Beschleunigung von Integration und Vorantreiben von Veränderungen
Seite 3 Stärkung des Employer Brandings
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