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Bundesbürger bleiben Kryptowährungen gegenüber skeptisch
03. Juli 2019

Bundesbürger bleiben Kryptowährungen gegenüber skeptisch

Laut einer Umfrage interessieren sich die Deutschen kaum für virtuelle Währungen. Und die Zweifel an Bitcoin & Co. sind größer geworden. In Social-Media-Währungen wie Facebooks „Libra“ sehen die meisten keinen Mehrwert. Dagegen wächst das Vertrauen in Gold und Bargeld als Anlageform.


Laut einer Umfrage interessieren sich die Deutschen kaum für virtuelle Währungen. Und die Zweifel an Bitcoin & Co. sind größer geworden. In Social-Media-Währungen wie Facebooks „Libra“ sehen die meisten keinen Mehrwert. Dagegen wächst das Vertrauen in Gold und Bargeld als Anlageform.


Bundesbürger bleiben Kryptowährungen gegenüber skeptisch

Die Deutschen stehen Kryptowährungen skeptisch gegenüber und ihre Zweifel an Bitcoin & Co. sind größer als noch vor einem Jahr. Dies geht aus einer Umfrage der Unternehmensberatung BearingPoint hervor, die zum viertel Mal durchgeführt wurde. Gegenüber dem Vorjahr ist darüber hinaus das generelle Bewusstsein für die digitalen Zahlungsmittel gesunken und die Bundesbürger haben wenig Interesse an Kryptowährungen. So sagten 2018 noch 88% der Verbraucher, Kryptowährungen zu kennen oder bereits davon gehört zu haben, im Jahr 2019 waren es nur noch 80%.

Wenig Wissen über Bitcoin & Co.

Laut Umfrage gaben 63% der Befragten an, sich mit Kryptowährungen nicht gut auszukennen. 94% haben Bitcoin & Co. bislang nicht genutzt. Über zwei Fünftel (43%) haben schon einmal von den digitalen Zahlungsmitteln gehört, wissen aber nicht, wie diese funktionieren. Dr. Robert Bosch, Partner bei BearingPoint im Bereich Financial Services, sieht die fehlende Preisstabilität und den Informationsmangel als Hauptgründe für die geringe Akzeptanz von Kryptowährungen. „Für Verunsicherung unter den deutschen Anlegern haben vor allem die Achterbahnfahrten des Bitcoin-Kurses gesorgt. Zudem fehlt oft das grundlegende Verständnis zur Funktionalität der virtuellen Währungen“, erklärt Bosch.

Vor allem junge Männer nutzen Kryptowährungen

Wie in der vorangegangenen Umfrage ergeben sich deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Während sich 21% der männlichen Befragten eigenen Angaben zufolge bereits näher mit Kryptowährungen befasst haben oder diese nutzen, beträgt der Anteil bei den Frauen lediglich 8%. Auch das Alter ist bei den tatsächlichen Nutzern von Bedeutung: So nutzen 14% der 18- bis 24-Jährigen Bitcoin & Co., in der Altersgruppe der über 55-Jährigen dagegen nur 3%.

Deutsche sehen keinen Mehrwert in Social-Media-Geld wie Facebooks Libra

Vor Kurzem hat Facebook angekündigt, mit „Libra Coin“ eine eigene digitale Währung zu starten. Doch was die Vorteile von virtuellen Zahlungsmitteln in sozialen Netzwerken angeht, bleiben die Deutschen skeptisch: 66% sehen keinen besonderen Mehrwert darin. Immerhin jeder Fünfte kann sich Kryptowährungen als Zahlungsmittel für Produkte in den sozialen Medien vorstellen.

Bundesbürger setzen auf Gold und Bargeld statt auf Kryptowährungen

Wie die Umfrage weiter zeigt, schwindet das Vertrauen in die Preisstabilität von Kryptowährungen: Insgesamt halten nur 17% der Befragten die virtuelle Währung für vertrauenswürdig, ganze 6% weniger als im Vorjahr und sogar 15% weniger als 2017. Gold punktet nach wie vor und legt gegenüber dem Vorjahr im Vertrauen der Bundesbürger sogar noch zu.

84% der Umfrageteilnehmer stufen Gold als preisstabil ein. Auf Rang 2 folgt Bargeld: Hier meinen 81%, der Preisstabilität von Bargeld vertrauen zu können. Auch bei den Anlageformen steht Gold in der Gunst der Deutschen ganz oben. 79% der Befragten betrachten es als eine sichere Anlage, wohingegen Kryptowährungen unter den Anlegern unbeliebt sind. Drei von vier Befragten betrachten Bitcoin & Co. nicht als eine geeignete Anlageform. (tk)

Bild: © JackNess – stock.adobe.com




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