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Immobilien im Norden und Osten: Indizes erreichen neue Höchststände
12. Juli 2019

Immobilien im Norden und Osten: Indizes erreichen neue Höchststände

Was die Medianpreise und Maximalpreise pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen angeht, präsentiert sich der Immobilienmarkt im Norden und Osten laut einer Analyse von Dr. Klein uneinheitlich. Doch die Indexwerte, die die tatsächliche Preisentwicklung anzeigen, erreichen im 2. Quartal überall neue Rekordmarken.


Was die Medianpreise und Maximalpreise pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen angeht, präsentiert sich der Immobilienmarkt im Norden und Osten laut einer Analyse von Dr. Klein uneinheitlich. Doch die Indexwerte, die die tatsächliche Preisentwicklung anzeigen, erreichen im 2. Quartal überall neue Rekordmarken.


Immobilien im Norden und Osten: Indizes erreichen neue Höchststände

Während in Berlin die Medianpreise bei Immobilien steigen, sinken sie in Dresden. In Hannover belaufen sich die die Maximalpreise für Eigentumswohnungen auf 6.021 Euro pro m2 bis hin in zu 15.982 Euro pro m2 in Hamburg. Der Immobilienmarkt im Norden und Osten des Landes präsentiert sich uneinheitlich. Dies zeigt der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI) für das 2. Quartal 2019. Mit dem DTI hat Dr. Klein einen quartalsweisen, regionalen Immobilienpreisindex auf der Grundlage tatsächlich gezahlter Kaufpreise entwickelt. Doch wie die Datenanalyse außerdem zeigt, sind die Indexwerte, die die tatsächliche Preisentwicklung anzeigen, in all diesen Metropolregionen auf neue Höchststände gestiegen.

Hoher Kaufpreis und niedriger Beleihungswert in Hamburg

Mit einem Plus von 148 Euro pro m2 für Eigentumswohnungen und 212 Euro pro m2 für Häuser haben die durchschnittlich gezahlten Quadratmeterpreise in Hamburg deutlich zugelegt. Trotz niedriger Zinsen bleibe die Finanzierung der eigenen vier Wände eine Herausforderung, betont Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein mit Blick auf die Praxis: „Banken melden uns immer häufiger zurück, dass sie die Höhe des Kaufpreises nicht nachvollziehen können und setzen den nachhaltigen Wert der Immobilie geringer an. Das verschlechtert für die Kreditnehmer den Beleihungsauslauf.“ Das heißt, je weiter der Kaufpreis und die Bewertung der Bank auseinander driften, desto mehr Eigenkapital müssen Käufer ggf. bei der Finanzierung einbringen. Das Eigenkapital vieler Immobilieninteressenten werde bei den Preisen in der Hansestadt allerdings häufig bereits durch die Kaufnebenkosten aufgebraucht.

Hannover mit großer Spanne bei Quadratmeterpreisen

In der niedersächsischen Metropole kletterten die Medianpreise gegenüber dem Vorquartal um 50 Euro pro m2 bei Häusern und sogar um 160 Euro pro m2 bei Appartements. Hierbei zeigen sich große Preisspannen: Immobilienkäufer in Hannover können ein eigenes Haus bereits für 500 Euro pro m2 erstehen, müssen je nach Lage und Ausstattung aber mitunter bis zu 6.712 Euro pro m2 berappen. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen bewegen sich zwischen 917 Euro pro m2 und 6.021 Euro pro m2. Auch die Indexwerte, die die tatsächliche Preisentwicklung anzeigen und Parameter wie Lage und Alter der Immobilie berücksichtigen, stiegen auf 155,66 für Häuser und 204,47 für Wohnungen.

Indexwerte in Berlin erklimmen neue Höhen

In der Hauptstadt erreichen die Indexwerte mit über 190 für Häuser und über 230 für Appartements neue Höchststände. Vergleicht man diese Werte mit denen des Vorquartals, dann zeigt sich, dass die Steigerung in Berlin so stark wie in keiner anderen Metropolregion im Norden und Osten ausfällt. So beträgt der Zuwachs von über 9% bei Eigentumswohnungen und fast 12% bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Dies hat auch Auswirkungen auf die Medianpreise: Im Schnitt zahlen Berliner Euro pro m2 für ein Eigenheim und 4.285 Euro pro m2 für eine Eigentumswohnung. Damit liegt Berlin an der Spitze vor Hamburg, Hannover und Dresden.

Dresden: Median- und Höchstpreise sinken, Indexwerte steigen

Im sächsischen Elbflorenz sind die Median- und die Höchstpreise gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres leicht gesunken. Hier müssen Wohnungs- und Hauskäufer im Schnitt etwa 20 Euro pro m2 weniger als im Vorquartal aufbringen und mit Maximalpreisen von 4.630 Euro pro m2 für Häuser und 5.625 Euro pro m2 für Wohnungen auch weniger ausgeben als zu Jahresbeginn. Doch auch in Dresden steigen die Indexwerte, und zwar jeweils um rund 1,8% und pendeln sich damit im zweiten Quartal 2019 auf einen Wert von 168 ein. Dresden ist zwar bei Wohnungen im Vergleich zu Berlin, Hannover und Hamburg das Schlusslicht, landet aber bei Eigenheimen hinter Berlin auf Rang 2. (tk)

Bild: © andranik123 – stock.adobe.com




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