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So ist es um Fondspolicen in Deutschland bestellt
09. September 2019

So ist es um Fondspolicen in Deutschland bestellt

Eine aktuelle Analyse von Infinma hat den deutschen Markt für Fondspolicen unter die Lupe genommen. Die Experten zeigen wer den deutschen Markt dominiert, welche Anbieter am schnellsten wachsen und wie wichtig eine große Fondsauswahl in der Realität ist.


Eine aktuelle Analyse von Infinma hat den deutschen Markt für Fondspolicen unter die Lupe genommen. Die Experten zeigen wer den deutschen Markt dominiert, welche Anbieter am schnellsten wachsen und wie wichtig eine große Fondsauswahl in der Realität ist.


So ist es um Fondspolicen in Deutschland bestellt

Informationen zum Bestand an Fondspolicen sind relativ schwer ermittelbar. Infinma hat sich trotzdem an einer Analyse der größten Anbieter von Fondspolicen versucht. Als Indikator für die Größe bzw. Bedeutung des Geschäfts mit Fondspolicen haben die Experten die Position der „Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen“ in den Bilanzen der Anbieter herangezogen.

Das sind die größten Anbieter von Fondspolicen

 

So ist es um Fondspolicen in Deutschland bestellt

Die Platzhirsche am deutschen Fondspolicenmarkt sind demnach AachenMünchener und Zurich Deutsche Herold mit 16,2 bzw. 13,8 Mrd. Euro Kapitalanlagen in Fondspolicen. Platz drei geht an Heidelberger Leben mit einem Volumen von rund 8 Mrd. Euro. Dahinter folgen die Nürnberger (7,3 Mrd. Euro) und die HDI (6,4 Mrd. Euro). Auffällig ist laut Infinma, dass mit Heidelberger Leben, Skandia und Generali gleich drei Gesellschaften in den Top-10 vertreten sind, die inzwischen das Neugeschäft eingestellt haben.

 

Bei diesen Anbietern spielen Fondspolicen die größte Rolle

 

So ist es um Fondspolicen in Deutschland bestellt

Welche Bedeutung die Fondspolicen für das Gesamtgeschäft einer Gesellschaft haben, hat Infinma anhand des Verhältnisses zwischen den Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherungen (FLV) zu den konventionellen Kapitalanlagen aufgelistet. Die extrem hohen Werte von Skandia und Heidelberger Leben sind der Studie zufolge darauf zurückzuführen, dass beide Gesellschaften nahezu ausschließlich fondsgebundenes Geschäft gemacht haben und der Anteil der konventionellen Kapitalanlagen daher relativ gering ist.

 

Große Fondsauswahl bleibt weitestgehend ungenutzt

Die Auswahl der Fonds erfolgt stark konzentriert. Zwar werben viele Anbieter mit einer sehr großen Fondsauswahl. In der Praxis liegt der Anteil der zehn größten Fonds am gesamten Fondsvolumen zum Teil sehr deutlich über 50%. Bei Generali und Heidelberger Leben sind es fast 90%. Bei Generali und AXA entfallen alleine etwa 30% auf den größten Fonds. In Bezug auf die Anbieter dominieren wenig überraschend Fonds aus den eigenen Häusern.

Das sind die wachstumsstärksten Anbieter

Bei den Wachstumsraten der Kapitalanlagen dominieren Gesellschaften mit relativ kleinen Beständen. An der Spitze liegt hier die MyLife mit einem Plus von 123%. Auch die Debeka konnte ihren Bestand mehr als verdoppeln. Einen großen Zuwachs verbuchten daneben auch die Öffentliche Oldenburg (78%) und die Öffentliche Sachsen (41%). Die zehn größten Anbieter mussten dagegen allesamt einen Rückgang der Kapitalanlagen für die Fondspolice hinnehmen. (mh)

Bild: © ilkercelik - stock.adobe.com




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