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Betriebliche Arbeitskraftabsicherung: Makler-Neuland mit viel Potenzial
18. September 2019

Betriebliche Arbeitskraftabsicherung: Makler-Neuland mit viel Potenzial

Rund um Konzepte zur betrieblichen Versorgung rückt die kollektive Einkommenssicherung in den Fokus. Hierzulande noch kaum verbreitet, ist die Deckung in anderen Ländern bereits üblich. Auch für Vermittler ist das Thema Neuland, birgt aber viel Potenzial. Interview mit Lucas Müller, CEO Germany der Elips Life AG

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Rund um Konzepte zur betrieblichen Versorgung rückt die kollektive Einkommenssicherung in den Fokus. Hierzulande noch kaum verbreitet, ist die Deckung in anderen Ländern bereits üblich. Auch für Vermittler ist das Thema Neuland, birgt aber viel Potenzial. Interview mit Lucas Müller, CEO Germany der Elips Life AG


Betriebliche Arbeitskraftabsicherung: Makler-Neuland mit viel Potenzial
Herr Müller, die bAV läuft schleppend, die bKV steckt im Grunde noch in den Kinderschuhen. Sind die deutschen Arbeitgeber tatsächlich bereit für den nächsten Schritt – die Einrichtung einer betrieblichen Arbeitskraftabsicherung?

Wir sind geduldig und erwarten nicht sofort eine flächendeckende Einführung der betrieblichen Einkommenssicherung. Viele unserer Kunden kennen die Lösung aus dem Ausland, wo sie zum Standard gehört. Andere Betriebe entscheiden sich für die Lösung, weil sie damit ein Alleinstellungsmerkmal im Bewerbermarkt haben.

Gibt es hier Vorbilder aus anderen Ländern?

Um gleich auf den Punkt zu kommen: Deutschland ist im Bereich der betrieblichen Arbeitskraftabsicherung eine Insel. In der Schweiz ist die Deckung seit 1985 gesetzlich verankert, in anderen Ländern ist der Markt bereits so weit entwickelt, dass die Deckung übliche Praxis ist. So beispielsweise in den Niederlanden, Italien, Spanien, Portugal, Irland und Skandinavien. Überall dort sind die Mitarbeiter gegen die Risiken Tod und Berufsunfähigkeit (BU) kollektiv über den Arbeitgeber versichert.

Welche Unternehmen kommen denn überhaupt dafür infrage? Wie groß schätzen Sie hier das Marktpotenzial ein?

Sehr groß, wir sprechen heute über ein brachliegendes Potenzial von jährlich rund 20 Mrd. Euro. Diese Beitragssumme käme zustande, wenn alle knapp 40 Millionen Arbeitnehmer adäquat versichert wären. Grundsätzlich kommen alle Unternehmen infrage, weil heute die meisten Arbeitnehmer hohe Deckungslücken und damit einen hohen Absicherungsbedarf haben.

Kommen so auch Berufsgruppen zu einem BU-Schutz, für die es sonst nur teuren oder gar keinen Schutz gibt?

Absolut. Viele können oder wollen sich heute nicht privat absichern, sei es weil die individuellen Beiträge zu hoch sind oder sie im Rahmen der Gesundheitsprüfung abgelehnt werden. Über den Arbeitgeber können alle abgesichert werden, unabhängig von Beruf oder Alter, und das sogar ohne Gesundheitsprüfung bis zu relativ hohen Limits.


Lucas Müller Lucas Müller



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