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Kfz-Versicherung: So ist die Wechselsaison gelaufen
08. Januar 2020

Kfz-Versicherung: So ist die Wechselsaison gelaufen

In der vergangenen Kfz-Wechselsaison sind einer Untersuchung der Sirius Campus GmbH zufolge rund 2,3 Millionen Versicherungsverträge gewechselt worden. Welche Versicherer dabei besonders hinzugewonnen haben und dass für einen Wechsel noch immer persönliche Beratung gefragt ist, zeigt die Studie ebenfalls auf.


In der vergangenen Kfz-Wechselsaison sind einer Untersuchung der Sirius Campus GmbH zufolge rund 2,3 Millionen Versicherungsverträge gewechselt worden. Welche Versicherer dabei besonders hinzugewonnen haben und dass für einen Wechsel noch immer persönliche Beratung gefragt ist, zeigt die Studie ebenfalls auf.

Kfz-Versicherung: So ist die Wechselsaison gelaufen

Zum Jahresende 2019 hat jeder Zwanzigste der rund 40 Millionen Kfz-Versicherungsnehmer mindestens eine Kfz-Versicherung gewechselt. Das waren rund 200.000 Kunden weniger als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Umfrage „Telematik-Kfz-Versicherungsangebote im Jahresendgeschäft 2019“ der Sirius Campus GmbH. Demnach konnten von den insgesamt rund 2,3 Millionen gewechselten Verträgen die folgenden Anbieter mindestens 6% (brutto) hinzugewinnen: HUK-COBURG, Allianz, VHV und R+V. Das Ranking der Nettogewinner (mindestens 1% Nettogewinn) sieht so aus: HUK-COBURG, R+V, Verti, Sparkassen DirektVersicherung und ERGO.

Persönliche Beratung gefragt

In der Summe schließt der Umfrage zufolge die Hälfte aller Wechsler eine neue Kfz-Versicherung nach einer persönlichen Beratung – also bei unabhängigen Versicherungsmaklern, Vertretern, Beratern in Kundencentern oder Banken – ab. Über zwei Fünftel der Wechsler nutzen Vergleichsrechner oder den direkten Online- oder Telefonkontakt zu einem Versicherer. Unter den Nutzern eines Vergleichsportals präferieren laut Sirius-Campus-Umfrage die meisten CHECK24 für den Vertragswechsel.

Beratungsbriefe, Makler und Vertreter bedeutsam für Wechselaktivität

Aus Eigeninitiative hat der Umfrage zufolge lediglich ein Drittel der Kunden die Kfz-Versicherung gewechselt. Beitragsbriefe (20%), Versicherungsmakler (12%) und Vertreter (11%) sind in der Summe mindestens ebenso bedeutsam für die Wechselaktivität. „Selbst bei der Kfz-Versicherung mit hoher Preisrelevanz im Entscheidungsprozess nutzen viele Kunden die Beratungsunterstützung von Vermittlern. Ein Beleg mehr dafür, dass der Kundenwunsch nach Beratungskompetenz von Versicherungsvermittlern ungebrochen ist“, interpretiert Dr. Oliver Gaedeke, Geschäftsführer der Sirius Campus GmbH, die Ergebnisse. Neben einem besseren Preis spielen auch Leistungsaspekte wie Absicherungsumfang oder Rabattretter eine wichtige Rolle beim Entscheidungsprozess. 5%, also hochgerechnet rund 100.000 Verträge, wurden in der Wechselphase als Telematik-Tarif abgeschlossen.

Vier Entscheidertypen: Dafür wird gewechselt

Analysiert man das Wechselverhalten außerdem anhand der zentralen Motive und Faustformeln im Kaufprozess, die sich in einer Entscheidertypologie abbilden lassen, so stellen die Studienautoren fest: Die vermittlerorientierten Typen „Partner“ und „Vorsichtige“ wechseln deutlich seltener und dann auch fast nur über persönliche Beratungspunkte. Die suchaktiveren Entscheidertypen „Optimierer“ und „Eigenständige“ fühlen sich dagegen deutlich häufiger von der Preiskommunikation aufgefordert, um für sich Vorteile oder weitere Preisnachlässe zu erlangen. Auffällig sind auch die großen Unterschiede, was die Ersparnis betrifft, für die gewechselt wird: Während „Partner“ mit durchschnittlich 250 Euro die höchste Einsparung bei der Jahresprämie für einen Wechsel benötigen, reichen den „Eigenständigen“ bereits 122 Euro Jahresersparnis für den Wechsel aus. (ad)

Bild: © peterschreiber.media – stock.adobe.com




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