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Hebammen-Haftpflicht bis 2024 gesichert
05. Dezember 2020

Hebammen-Haftpflicht bis 2024 gesichert

Immer wieder steht die Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen im Fokus. Nur noch wenige Versicherer sind bereit, angesichts der hohen Haftungsrisiken Versicherungsschutz anzubieten. Nun hat sich für die nächsten drei Jahre eine Lösung gefunden.


Immer wieder steht die Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen im Fokus. Nur noch wenige Versicherer sind bereit, angesichts der hohen Haftungsrisiken Versicherungsschutz anzubieten. Nun hat sich für die nächsten drei Jahre eine Lösung gefunden.


Hebammen-Haftpflicht bis 2024 gesichert

Für Hebammen, die im Deutschen Hebammenverband e.V. (DHV) organisiert sind - das sind rund 15.000, ist der Haftpflichtversicherungsschutz über weitere drei Jahre bis zum 01.07.2024 gewährleistet. Gemeinsam mit dem Versicherungsmakler hevianna Versicherungsdienst GmbH, einem Tochterunternehmen der Ecclesia Gruppe, verlängerte der DHV den aktuellen Haftpflichtrahmenvertrag beim bisherigen Versichererkonsortium unter Führung der Versicherungskammer. „Wir gewährleisten so langfristig die flächendeckende Versorgung einer Geburtshilfe sowie die Vor- und Nachsorge auch außerhalb der Ballungszentren beziehungsweise größeren Städten und werden damit auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht“, erklärt Barbara Schick, stellvertretende Vorsitzende der Versicherungskammer zu der neuen Einigung. Der neue Vertrag gilt ab Juli nächsten Jahres.

Hebammen können je nach Tätigkeitsprofil eine passgenaue Haftpflichtversicherung abschließen. Dabei können die Prämien für die meisten Hebammen – die Gruppe ohne Geburtshilfe – stabil unter 1.000 Euro gehalten werden, so die Versicherungskammer. Der Versicherungsbeitrag der freiberuflichen Hebammen mit Geburtshilfe wird sich ab Jahresmitte 2021 wegen des prognostizierten Schadenbedarfs erhöhen. Der ebenfalls steigende staatliche Sicherstellungszuschlag mindert einen wesentlichen Teil des Anstiegs ab.

Nach der stufenweisen Erhöhung der Deckungssummen für Personenschäden in den vergangenen Jahren, wird den weiter gestiegenen Gesamtkosten bei schweren Geburtsschäden in dem Fortführungsangebot in besonderer Art Rechnung getragen: Die maximale Deckungssumme wird ab Juli 2021 um 25% angehoben. Dr. Stefan Ziegler, Geschäftsführer des hevianna Versicherungsdienstes freut sich über diesen Verhandlungserfolg. „In einem herausfordernden versicherungstechnischen Umfeld mit zunehmend knapper werdenden Kapazitäten für die Absicherung der Geburtshilfe ist es erneut gelungen, eine tragfähige Lösung für den Versicherungsschutz aller im Deutschen Hebammenverband organisierten Hebammen zu erarbeiten“, so Ziegler.

Auch der Hebammenverband ist zufrieden: „Ich freue mich sehr über den neuen Abschluss eines Mehrjahresvertrages“, sagt Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Er gibt den Kolleginnen in der Geburtshilfe Planungssicherheit für die kommenden Jahre, in denen wir uns mit Nachdruck für die notwendigen Vergütungssteigerungen für Hebammen einsetzen werden.“ Nur so könne der Hebammenberuf auch in Zukunft attraktiv bleiben. (bh)

Bild: © Tyler Olson – stock.adobe.com




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