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Fort- & Weiterbildung

Heute: Digitalkongress Cyberversicherung auf DKM365

Heute ist es so weit: Ab 09:00 Uhr geht es beim Digitalkongress auf der Plattform DKM365 um das Thema „Cyberversicherung“. Vielseitige Informationen und nützlicher Input in fünf Programmpunkten stehen für die Teilnehmenden bereit.

Was ist speziell für Maklerinnen und Makler derzeit in Sachen Cyberversicherung wichtig? Antworten gibt es heute auf der Plattform DKM365 beim Digitalkongress Cyberversicherung. Beginn ist heute, am 23.02.2023, um 09:00 Uhr. Ein abwechslungsreiches Programm erwartet die Teilnehmenden: Unter anderem wird es um die aktuelle Cyberlage, Trends und Produkte in der Cyberversicherung, präventive Cyberstrategien sowie Strategien im Falle von Cybererpressung und einen Ausblick auf das Jahr 2023 gehen.

Um mit den Veranstaltungspartnern, Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen sowie für weiterführende Informationen stehen Videotelefonie, Chat und Breakout-Rooms zur Verfügung. Auch IDD-Weiterbildungszeit kann bei diesem AssCompact Wissen-Event gesammelt werden.

Diese Programmpunkte stehen beim Digitalkongress Cyberversicherung 2023 auf der Agenda
  • 09:00–09:30 Uhr: NW Assekuranzmakler ProRisk GmbH & Co. KG: Was sollen Makler bei Cyberversicherungen aktuell beachten? Referent: Achim Fischer-Erdsiek, Geschäftsführender Gesellschafter, NW Assekuranzmakler ProRisk GmbH & Co. KG
  • 10:00–10:30 Uhr: Hiscox SA: Neuerungen in der Cyber-Versicherung – Überblick behalten und Vertriebsvorteile nutzen. Aktuelle Bedrohungslage, Dynamik in der Produktentwicklung und Unterstützung für den Vertrieb. Referentin: Gisa Kimmerle, Product Head Cyber, Hiscox SA
  • 11:00–11:30 Uhr: HDI AG: Cyberversicherung: Es gibt keine guten Risiken – dynamische Gefahrenlage beherrschbar machen. Krisenmanagement und Maßnahmen der Informationssicherheit sind essenzielle Bestandteile einer präventiven Cyberstrategie. Referenten: Peter Bertram, Produktmanager Cyber HDI Versicherung AG, und Sönke Glanz, Underwriter Cyber HDI Versicherung AG
  • 13:00–13:30 Uhr: RiskWorkers GmbH: Cyber-Erpressung im Versicherungsmarkt – mit Tätern verhandeln und so Schäden minimieren. Ransomware Angriffe und die damit verbundenen Kosten der Betriebsunterbrechungen und Wiederanlaufprozesse gehören zu den größten Unternehmensrisiken. Wir zeigen mögliche Antwortstrategien auf. Referent: Oliver Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter, RiskWorkers GmbH
  • 14:00–14:30 Uhr: CyberDirekt GmbH: Turbulente Zeiten – Statusbericht zum Cyber-Versicherungsmarkt. Wo stehen wir aktuell und was können wir vom laufenden Jahr erwarten? Referent: Ole Sieverding, Geschäftsführer, CyberDirekt GmbH
Jetzt dabei sein

Mehr Informationen gibt es hier.

Eine separate Anmeldung ist nicht erforderlich. Benötigt wird lediglich ein Zugang zur Plattform DKM365. Zur Anmeldung geht es hier.

 

Studie: Wie sollte es mit der Rente weitergehen?

1.000 Menschen hat Ipsos befragt, um herauszufinden, wie sie zu Vorschlägen der aktuellen Rentendebatte stehen. Viele meinen, die Rentenkasse sollte durch einen höheren Anteil aus allgemeinen Steuermitteln finanziert werden. Doch es gibt Unterschiede, betrachtet man z. B. Alter und Einkommen.

In einer repräsentativen Online-Befragung hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos untersucht, welche Meinung die Deutschen zu fünf verschiedenen Vorschlägen haben, die in der aktuellen Rentendebatte diskutiert werden.

Steuerzuschuss wird von vielen bevorzugt

Der nach der Umfrage beliebteste Vorschlag ist, das Rentensystem noch stärker als bisher über Steuermittel mitzufinanzieren. 37% der Befragten stimmen hier zu. Mit der stattlichen Aktienrente könnten sich 24% der Befragten anfreunden. Eine Steigerung der Rentenbeiträge für Arbeitnehmer und Unternehmen würden laut Studie 11% befürworten. 6% der Befragten denken, das Rentenalter sollte erhöht werden, während lediglich für 4% auch eine Senkung der ausgezahlten Renten in Ordnung wäre.

Jüngere bevorzugen Aktienrente und Steuerzuschuss

Beim Vergleich der Altersgruppen fällt auf, dass jüngere Befragte zwischen 18 und 39 Jahren deutlich häufiger einer Erhöhung der Rentenbeiträge zustimmen als Ältere. Unter den Befragten zwischen 40 und 59 Jahren sowie 60 und 75 Jahren sprechen sich 9% bzw. 8% dafür aus. Unter den jüngeren Befragten sind es 17%. Personen mittleren (42%) und älteren Alters (41%) stimmen am häufigsten dem erhöhten Steuerzuschuss zu. Bei den Jüngeren liegt dieser Vorschlag mit 27% gleichauf mit der Möglichkeit einer staatlichen Aktienrente. Das Aktienmodell liegt bei den 40- bis 59-Jährigen (21%) und den über 60-Jährigen (25%) auf Rang 2.

Ein Drittel der Gutverdienenden befürwortet Aktienmodell

Aufs Einkommen geschaut hätten 32% der befragten Gutverdiener mit einem Nettohaushaltseinkommen von mehr als 4.000 Euro kein Problem mit der staatlichen Aktienrente. Personen mit einem niedrigeren Einkommen von weniger als 2.000 Euro befürworten es nur mit 16%.

Parteispezifische Unterschiede

In den Ergebnissen zeigen sich außerdem Unterschiede zwischen Wählerinnen und Wählern verschiedener Parteien. 41% der FDP-Wählerschaft würde demnach eine staatliche Aktienrente präferieren, 22% eine Erhöhung des Steuerzuschusses. Bei den Wählerinnen und Wählern der übrigen im Bundestag vertretenen Parteien wird die Aktienrente jeweils am zweithäufigsten als sinnvoll erachtet. Am skeptischsten äußern sich die Anhänger der AfD (23%) und Linken (16%).

Bei Grünen- (44%) und Linken-Wählern (55%) trifft der Vorschlag, die Rentenkasse sollte durch einen noch höheren Anteil aus allgemeinen Steuermitteln finanziert werden, auf große Zustimmung. Laut Ipsos liegen die Anhänger von SPD und Union nahe dem landesweiten Durchschnittswert: 33% bzw. 35% stimmen einer Erhöhung der Steuermittel zu.

Über die Befragung

Die Online-Befragung vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos fand im Februar 2023 unter 1.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland statt. (lg)

Bild: © Ruchaneek – stock.adobe.com

 

Studie: Wie lange wollen Beschäftigte täglich arbeiten?

Die große Mehrheit der Arbeitnehmer möchte einer Studie des WSI der Hans-Böckler-Stiftung zufolge spätestens um 18:00 Uhr in den Feierabend gehen. Dies stehe auch im Einklang mit dem Stand der Forschung z. B. zur Work-Life-Balance. Statt Arbeit am Abend wird die Zukunft eher in der Vier-Tage-Woche gesehen.

Eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hat gezeigt, dass nur rund 3% der Beschäftigten einen Feierabend nach 18:00 Uhr wählen würden, wenn ihnen offenstände, wie lange sie arbeiten. Etwa 97% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hingegen möchten spätestens um 18:00 Uhr ihre Arbeit beenden. Das sehen der Untersuchung zufolge Eltern genauso wie kinderlose Beschäftigte so.

Wann würden Beschäftigte ihren Arbeitstag am liebsten beginnen und beenden?

Für die Studie hat WSI-Forscherin Dr. Yvonne Lott Daten von über 2.300 sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten analysiert, die im November 2022 an der Erwerbspersonenbefragung der als gewerkschaftsnah geltenden Hans-Böckler-Stiftung teilgenommen hatten. Darin hat sie sich mit der Frage beschäftigt, wann Beschäftigte ihren Arbeitstag am liebsten beginnen und beenden würden, wenn sie selbst entscheiden könnten.

Mehrheit der Befragten wünscht sich frühen Feierabend

Konkret heißt das: Die Mehrheit der Befragten würde je nach Arbeitsbeginn gerne zwischen 14:00 und 17:00 Uhr Feierabend machen. Durchschnittlich würden Frauen gerne eine Stunde früher als Männer in die tägliche Freizeit starten. Beim Vergleich von Eltern und Kinderlosen finden sich ähnliche Muster, so ein weiteres Ergebnis. Arbeit am Abend komme in der Realität häufiger vor, so Lott. Dies habe aber nichts mit den Interessen von Beschäftigten zu tun, sondern verschärfe in vielen Fällen Vereinbarkeitskonflikte. „Beschäftigte, und das gilt auch für Eltern, wollen nicht bis 22:00 Uhr oder 23:00 Uhr am Abend arbeiten. Was sie wollen, ist ein Feierabend spätestens um 17:00 Uhr beziehungsweise 16:00 Uhr“, so die WSI-Forscherin.

Arbeit am Abend kann Work-Life-Balance beeinträchtigen

Die Soziologin sieht die aktuellen Befragungsergebnisse im Einklang mit dem Stand der Forschung. Demnach gibt es zahlreiche empirische Studien, die festgestellt haben, dass Arbeit am Abend die Work-Life-Balance beeinträchtigen kann. Sie sei nicht vereinbar mit dem Rhythmus des sozialen Lebens. Schließlich sei die moderne Erwerbsgesellschaft als „Abend- und Wochenendgesellschaft“ strukturiert, „in der die Zeit am Abend und am Wochenende als sozial besonders wertvoll eingeschätzt wird“.

Stress, Schlafprobleme und emotionale Erschöpfung

Der aktuelle Stand der Forschung zeige außerdem, dass Arbeit am Abend Stress, Schlafprobleme und emotionale Erschöpfung begünstige. Wenn die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem verschwimmen, könne es zu Konflikten kommen, die unter anderem das Wohlbefinden von Kindern gefährden. Auch Partnerinnen und Partner litten dann vermehrt unter Stress und Depressionen und seien weniger zufrieden mit dem Zusammenleben. Negativ könne sich nicht nur stundenlange Arbeit am Abend auswirken, sondern bereits gelegentliche Mails oder die Erreichbarkeit für Anrufe, wie es von der Stiftung heißt.

Lösung Vier-Tage-Woche?

Bei Vereinbarkeitsproblemen wird eine andere Lösung vorgeschlagen: Die Einführung der Vier-Tage-Woche würde Spielraum für private Verpflichtungen schaffen. Die Produktivität steige nachweislich, wodurch Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen profitieren könnten. (lg)

Bild: © mattiagenini – stock.adobe.com

 

Bitkom-Leitfaden bietet Praxishilfe für Remote Work aus Ausland

Viele Unternehmen wünschen sich von der Bundesregierung bessere Rahmenbedingungen für Remote Work aus dem Ausland, hat eine Bitkom-Studie ergeben. Nun hat Bitkom einen Leitfaden veröffentlicht, in dem Themen rund um die „Workation“ besprochen und wichtige Fragen beantwortet werden.

Für Arbeitgeber, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Remote Work aus dem Ausland – etwa als Benefit – anbieten wollen, hat Bitkom nun einen Leitfaden veröffentlicht, der wichtige Fragen zum Thema beantworten soll. Er basiert auf einer Telefon-Umfrage, bei der 854 Unternehmen aus allen Branchen repräsentativ befragt wurden. Das Ergebnis ist die Bitkom-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte vom November 2022.

46% der Unternehmen fordern bessere Rahmenbedingungen für Remote Work aus dem Ausland

Dabei wird offenbar, dass knapp die Hälfte der Unternehmen, nämlich 46%, sich von der Bundesregierung bessere Rahmenbedingungen für Remote Work aus dem Ausland wünscht bzw. dies fordert. Denn in vielen Branchen ist in den letzten Jahren – nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie – flexibles und ortsunabhängiges Arbeiten fernab der Fünftagewoche im Büro Gang und Gäbe geworden. Und eine steigende Anzahl an Beschäftigten würde auch gerne aus dem Ausland remote arbeiten, so Bitkom.

Rechtliche Regelungen sehr komplex

Da stellen sich für Unternehmen einige Fragen, wenn sie Remote Work aus dem Ausland ermöglichen wollen. „Die rechtlichen Regelungen für Remote Work aus dem Ausland sind leider immer noch sehr komplex. Bitkom fordert hier weniger Bürokratie und mehr Gestaltungsspielraum für Arbeitgeber“, sagt Lydia Erdmann, Referentin Arbeitsrecht bei Bitkom.

Leitfaden „Remote Work aus dem Ausland“ von Bitkom soll Praxishilfe geben

Der neue Leitfaden „Remote Work aus dem Ausland“ von Bitkom versucht daher Antworten zu geben auf Fragen wie

  • Bin ich als Arbeitgeber verpflichtet, Remote Work aus dem Ausland anzubieten? 
  • Muss ich auch das nationale Arbeitsrecht des Reiselandes beachten? 
  • Brauche ich eine A1-Bescheinigung? (Das Dokument gilt als Nachweis der Sozialversicherung im Heimatland und verhindert die doppelte Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen.)
  • Was gilt es beim Steuerrecht zu berücksichtigen?
  • Können meine Angestellten unbegrenzt auf der ganzen Welt arbeiten? 

Ziel des Leitfadens ist es, Unternehmen eine Praxishilfe an die Hand zu geben, um rechtskonform eine eigene Policy zum Arbeiten aus dem Ausland entwickeln zu können, wie es von Bitkom heißt. Es werden darin sowohl allgemeine Fragen zu Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht als auch Best-Practice-Beispiele behandelt. (lg)

Bild: © Goffkein – stock.adobe.com

 

#DIE34ER-Community veranstaltet dritten „Independence Day“

Die #DIE34ER-Community lädt alle Mitglieder am 01.03.2023 zum dritten „Independence Day“ ein. Auf der Online-Veranstaltung geht es in diesem Jahr um „All about Sicherheit“. Heißt: Es werden dort diverse Themen zur Unternehmensaufstellung besprochen.

Am 01.03.2023 veranstaltet die #DIE34ER-Community von 10:00 bis 13:00 Uhr den dritten „Independence Day“. Die kostenlose Online-Veranstaltung läuft in diesem Jahr unter dem Motto „All about Sicherheit“. Hauptsächlich wird es um Themen der eigenen Unternehmensaufstellung von jungen Vermittlerinnen und Vermittlern gehen.

Bin ich mit meinem Unternehmen gut aufgestellt?

Frank Rottenbacher, Vorstand vom AfW Bundesverband, erklärt es so: „Habe ich die richtige Rechtsform gewählt? Stimmt mein Verhältnis von AP zu BP? Oder ganz grundsätzlich: Bin ich mit meinem Unternehmen als Unternehmer gut aufgestellt? Das sind Fragen, die gerade jüngere Kollegen umtreiben. Wir wollen Expertise und eine Austauschmöglichkeit zu diesen typischen Fragen von Jungunternehmern bieten.“

Expertenrunden und Netzwerkräume

Drei Experten werden einen Überblick mit betriebswirtschaftlichem, juristischem und steuerlichem Fokus geben und erklären, auf welche Punkte junge Vermittlerinnen und Vermittler achten sollten. Anschließend stehen in den virtuellen Netzwerkräumen noch weitere Ansprechpartner für Fragen und Austausch zur Verfügung. Die Netzwerkräume werden ebenfalls in die Bereiche „betriebswirtschaftliche Sicherheit“, „juristische Sicherheit“ und „steuerliche Sicherheit“ aufgeteilt.

Alle Mitglieder der Community #DIE34ER können teilnehmen. Weitere Informationen gibt es hier. (lg)

Bild: © megaflopp – stock.adobe.com

 

ERGO schult Vertriebspartner im Metaverse

Selbstständige Vertriebspartner werden zukünftig bei ERGO über Virtual Reality-Schulungen trainiert. Dort können sie etwa Verkaufsgespräche üben. Auch in anderen virtuellen Bereichen sieht sich die Versicherungsgruppe als Vorreiter.

Selbstständige Vertriebspartnerinnen und -partner können bei der Versicherungsgruppe ERGO in Zukunft auch in Virtual Reality trainieren. Dafür wird es ab der zweiten Jahreshälfte das „VR Sales Training“ der ERGO Akademie deutschlandweit geben. Bis zu 500 selbstständige Vermittler können pro Jahr dann damit eine Schulung erhalten. Für ERGO ist dies ein erster, wichtiger Schritt in Richtung Metaverse, das sukzessive ausgebaut werden soll.

„Kein Bereich unseres Lebens wird davon unberührt bleiben“

Mark Klein, Chief Digital Officer der ERGO Group AG und Vorsitzender des Vorstands der ERGO Digital Ventures AG, sagt: „Das Metaverse ist die derzeit wohl größte Wette auf die Zukunft, die wir sehen. Kein Bereich unseres beruflichen oder privaten Lebens wird davon unberührt bleiben und auch der Versicherungsbranche bieten sich hier enorme Chancen. Unsere Teams für Innnovationen arbeiten deshalb heute schon daran, Lösungen für die Anwendungsfälle von morgen zu entwickeln, etwa in der Aus- und Weiterbildung oder für die Beratung am ,Point-of-Sale‘.“ Ziel sei es, dass unter den ersten Versicherungsagenturen im Metaverse auch eine von ERGO sein wird, so Klein.

Virtuell Verkaufsgespräche trainieren

Bei dem Training können die Nutzerinnen und Nutzer Verkaufsgespräche führen üben. Dazu gibt es vier unterschiedliche Persönlichkeitstypen als Avatare. Auch ein virtueller Coach, der Tipps für die Lernenden hat, ist dabei. Derzeit dauert dieses Training eine Stunde, es soll aber zukünftig auf bis zu zehn Stunden erweitert werden. Selbstständige Vertriebspartner absolvieren die Schulung als Ergänzung zum klassischen Präsenz- und Onlinetraining der ERGO Akademie.

ERGO sieht sich in Vorreiterrolle

Bei ERGO werden nicht nur Schulungen virtuell durchgeführt, sondern z. B. auch Business Meetings: Treffen der Bereichsleiterinnen und -leiter von ERGO Digital Ventures finden rein in 3D-Format statt. Vermittlerinnen und Vermittler können sich zudem mit interessierten Kunden in einem virtuellen, dreidimensionalen Raum treffen, der Vertriebspartnern über ERGO zur Verfügung gestellt wird. ERGO hat das Ziel, bis 2025 digital führend in der Versicherungsbranche zu sein. (lg)

Bild: © Jacob Lund – stock.adobe.com

 

Wie versicherungskompetent sind Berufseinsteiger?

Ob Privathaftpflicht oder Berufsunfähigkeit – das Thema Versicherungsschutz ist für jeden Berufseinsteiger wichtig. Doch wie ist es um ihre Alltagskompetenz in Versicherungs­­angelegen­heiten bestellt? Und wie können Maklerhäuser die Finanzbildung unter Berufseinsteigern fördern?

Ein Artikel von Prof. Dr. Dirk Schiereck, Leiter des Fachgebietes Unternehmensfinanzierung an der Technischen Universität Darmstadt, und Amadeus Schultheis, Research Assistant beim Fachgebiet Unternehmensfinanzierung an der Technischen Universität Darmstadt sowie ein Interview mit Frank Buchholz, Partner bei Hoesch & Partner GmbH Versicherungsmakler

Aus einer aktuellen Studie des US-Finanzunternehmens Principal Financial geht hervor, dass Finanzdienstleistungen in Deutschland insgesamt rege genutzt werden und für einen Großteil der Bevölkerung verfügbar sind. Auch das grundlegende Verständnis für Finanzfragen wird für Deutschland besser bewertet als in den meisten anderen Ländern. Beim Lesen dieser Ergebnisse werden viele jetzt sicherlich an den Einäugigen unter den Blinden denken, denn ohne jeden Zweifel lässt das Niveau an finanzieller Allgemeinbildung auch unter Deutschlands Hochschulabsolventen noch viel Luft nach oben. Kritisch wurde in der Studie festgestellt, dass deutsche Unternehmen ihrer Belegschaft nur wenige konkrete Hilfen in alltäglichen Finanzfragen bieten und kein breites Versicherungsangebot machen. Die Basis zur finanziellen Allgemeinbildung und zum guten Umgang mit Finanzprodukten sollte also dringend schon vor dem Berufseinstieg gelegt werden.

Viele Studien vernachlässigen Versicherungsthemen

Angesichts der hohen Relevanz einer umfassenden Ausstattung mit Finanzprodukten zur Vermögensbildung und Risikoabsicherung verwundert es nicht, dass sich bereits zahlreiche Untersuchungen mit diesem Themenfeld befasst haben. Meist liegt ihr Fokus auf der Vermögensbildung, gerne zuletzt auch kombiniert mit Fragen zur Nachhaltigkeit. Doch der Versicherungsaspekt bleibt in vielen Studien stark unterrepräsentiert. Und im Ver­sicherungsbereich gibt es jede Menge Raum zur Selbstoptimierung. Schon im September erläuterte ein Beitrag in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“, wie man vorgehen sollte, um überflüssige Versicherungen auszumisten. Aber ungleich kritischer wird es dort, wo existenzbedrohende Risiken nicht durch Versicherungen abgesichert werden, wie etwa bei der Privathaftpflichtversicherung.

Kenntnisstand über Versicherungsprodukte ist ausbaubar

Genau hier setzt die vorliegende Studie an (Details zur Studie siehe Kasten links). Die Teilnehmer werden durchweg innerhalb der kommenden zwölf Monate ihren Berufseinstieg umsetzen. Finanzielle Absicherung ist hier also akut wichtig, und das Interesse an Finanzfragen und die finanzielle Alltagskompetenz sollte hier viel stärker ausgeprägt sein als in anderen Studiengängen. Untersucht wurde unter anderem die Entscheidung über den Bezug von Versicherungsleistungen. Zunächst wurde den Befragten eine Liste mit verschiedenen Versicherungen vorgelegt, verbunden mit der Frage, ob sie diese erklären können, nur kennen oder auch das nicht.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die meisten Studierenden bei sehr vielen Versicherungsprodukten recht gut informiert fühlen. Doch dem Hochgefühl folgt umgehend die Ernüchterung. Während über 90% bspw. die Privathaftpflichtversicherung zu kennen glauben und knapp zwei Drittel sich auch wähnen, diese korrekt erklären zu können, halten gerade einmal 22% der Teilnehmer sie für bedeutsam zum Berufseinstieg. Dabei gibt es wohl überhaupt gar keinen Ratgeber, der diese Versicherung nicht als unbedingt unverzichtbar einstuft.

Woher kommt diese Diskrepanz zwischen gefühlter Kompetenz und fehlender angestrebter Nutzung? Auch hier liefert unsere Studie erste Aufschlüsse. Denn auf die Frage, was denn wohl eine Privathaftpflichtver­sicherung im Jahr kostet, wurde im Median ein Betrag von 275 Euro vermutet, der Mittelwert lag noch viel höher. Finanzielle Allgemeinbildung muss also nicht nur bei der Erklärung von Produkten ansetzen, sondern auch ihre (geringen) Kosten einbeziehen, um existenzielle Risiken besser abgesichert zu sehen. „Versicherungsmakler profitieren von einer guten Finanzbildung“, betont Frank Buchholz, Partner bei Hoesch & Partner GmbH Versicherungsmakler, im Interview. Was genau Frank Buchholz damit meint, ist auf der folgenden Seite im Interview mit AssCompact zu lesen.

Interview mit Frank Buchholz, Partner bei Hoesch & Partner GmbH Versicherungsmakler

 

Wie versicherungskompetent sind Berufseinsteiger?

 

Herr Buchholz, Sie unterstützen seit langen Jahren den Aufbau von finanzieller Allgemeinbildung an vielen Universitäten. Verzweifeln Sie angesichts der hier dokumentierten Wissenslücken nicht manchmal?

Wir wissen ja nicht, wie die Ergebnisse ausgesehen hätten, wenn wir uns nicht so stark engagieren würden. Aber die Wissenslücken unterstreichen natürlich, dass noch ein sehr langer Weg vor uns liegt. Solange an unseren Schulen nicht eine zumindest rudimentäre Basis an finanziellem Alltagswissen gelegt wird, werden wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen.

Wo liegt denn der Schlüssel in der Vermittlung von finanzieller Allgemeinbildung an Universitäten, damit sie ankommt und Erfolge zeigt, und wie groß ist die Skepsis, die Ihnen entgegengebracht wird?

Um mit dem letzten Punkt zu beginnen: Die Skepsis ist schon überschaubar klein, denn unser Engagement basiert inzwischen an allen Universitäten, an denen wir regelmäßig lehren, schon auf einer langen Historie. Zum Teil ist die Veranstaltung integrierter Teil des Lehrplans, was sich als zukunftsweisend und elementar für den Erfolg unserer Bemühungen herausstellt. Um das Auftreten selbst noch einmal von öffentlicher Stelle gespiegelt zu bekommen, hatten wir direkt vor der Pandemie Vertreter des hessischen Finanzministeriums zur Vorlesung nach Darmstadt eingeladen. Das direkte Feedback nach zwei Stunden Präsentation und Diskussion war fast schon euphorisch positiv. Denn auch die Politik hat sehr gut verstanden, dass mündige und finanzkompetente Wählerinnen und Wähler langfristig zufriedener und besser abgesichert sind.

Wer sich für finanzielle Allgemeinbildung einsetzt, wird ja häufig auch kritisch beäugt, ob denn aufgeklärte Kunden von der Beratungspraxis wirklich gewünscht werden. Wie gehen Sie mit solchen Bedenken um?

Leider ist durch den Markteintritt der Strukturvertriebe aus den USA in Europa zu Beginn der 1960er-Jahre die Branche hierzulande stark in Verruf geraten. Auch hier zeigt sich die fehlende Finanzbildung. Kaum einer kann – wie die Ergebnisse der TU Darmstadt ja zeigen – zwischen Ausschließlichkeitsvertretern, Mehrfachagenten und Versicherungsmaklern unterscheiden. Der Makler agiert ja ausschließlich als treuhänderischer Sachwalter der Kundschaft. Und wenn die Kundinnen und Kunden ein gutes Grundverständnis über die verschiedenen Akteure im Markt haben, kommt die Unabhängigkeit der Versicherungsmakler wieder zu ihrer althergebrachten differenzierenden Stärke zurück. Versicherungsmakler profitieren also von einer guten Finanzbildung. Bei Hoesch & Partner haben wir bereits vor Jahren den folgerichtigen Weg eingeschlagen, setzen auf fest angestellte, fair vergütete Mitarbeitende und koppeln die Dienstleistung immer weiter von der Provision ab.

Informationen zur Studie

Die Studie „Finanzielle Alltagskompetenz von Hochschulabsolventen“ wurde vom Fachgebiet Unternehmensfinanzierung der Technischen Universität Darmstadt in einer ersten Runde im November 2022 mit 60 Teilnehmern durchgeführt. In einer zweiten Erhebungs­runde an einer weiteren Universität sollen die Ergebnisse validiert werden.

Artikel und Interview lesen Sie auch in AssCompact 02/2023, S. 88 f., und in unserem ePaper.

Bild: © adam121 – stock.adobe.com; © Frank Buchholz

 
Ein Artikel von
Prof. Dr. Dirk Schiereck
Amadeus Schultheis

John-Vermittlerfortbildung 2023 startet im März

Ab dem 21.03.2023 zieht die John-Vermittlerfortbildung durchs Land und besucht bundesweit zehn Städte. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr acht Vorträge zu den Themen Haftung, Recht, Sicherheit und Erfolg. Auch die zukunftsgerichtete Aufstellung des Maklerbetriebs wird eine Rolle spielen.

Bei der John-Vermittlerfortbildung 2023 können sich die Teilnehmenden auf den neuesten Stand zu den Themen Haftung, Recht, Sicherheit und Erfolg bringen. Start der Veranstaltung ist in diesem Jahr am 21.03.2023. Die Veranstaltung findet dann im März und April bundesweit in insgesamt zehn Städten statt.

Acht Vorträge mit Themen rund um Versicherung, Beratung und Recht

Bei der diesjährigen John-Vermittlerfortbildung wird es acht Vorträge geben. Inhaltlich wird es um folgende Themen gehen: Wie sich ein Vermittlerbetrieb haftungsarm aufstellt, ein Blick hinter die Kulissen der Schadenabteilung des Spezialmaklers, ein kurzer juristischer Ausflug in die aktuelle Rechtsprechung im Zusammenhang mit rechtssicherer Beratung, wie Kunden mithilfe von Vollmachten und bedarfsgerechter Beratung in der Vorsorgeversicherung noch besser abgesichert werden und wie Vermittler ihren Bestand schützen sowie ein Einblick in die Kfz-Betrugsabteilung eines Versicherers.

Ein weiterer Schwerpunkt soll die zukunftsgerichtete Aufstellung des Maklerbetriebs sein. Dazu werden Möglichkeiten von Digitalisierung und Prozessverbesserung beleuchtet sowie Einblicke in die Vorgehensweisen von Jungmaklerkolleginnen und -kollegen gegeben.

Die Veranstaltung läuft über die Hans John Versicherungsmakler GmbH aus Hamburg. (lg)

Bild: © New Africa – stock.adobe.com

 

CAMPUS Institut gehört nun zur DMA

Bereits 2022 angekündigt gehört das CAMPUS Institut nun seit Jahresanfang zur Deutschen Makler Akademie. Das CAMPUS Institut besteht als Marke aber fort. Das Institut blickt auf eine langjährige Weiterbildungsgeschichte zurück.

Das CAMPUS Institut ist seit dem 01.01.2023 Teil der Deutschen Makler Akademie (DMA). Die Übernahme wurde bereits letztes Jahr bekanntgegeben (DMA übernimmt CAMPUS Institut). Eine Übergangsphase lief schon seit dem 01.05.2022. Die eigenständige Marke „CAMPUS Institut“ bleibt jedoch erhalten und der Studienbetrieb wird wie gewohnt weitergeführt.

Studium „Finanzfachwirt:in (FH)“ bereits 20 Jahre alt

Unter anderem wird von der Hochschule Schmalkalden und dem CAMPUS Institut seit dem Sommersemester 2003 – also schon seit 20 Jahren – das Studium „Finanzfachwirt:in (FH)“ angeboten. Dabei handelt es sich um eine Ausbildung auf Hochschulniveau für den Finanz- und Versicherungsvertrieb. Zwei Semester verbringen Studierende mit dem berufsbegleitenden Weiterbildungsstudium, in dem alle für den Finanz-, Versicherungs- und Bankvertrieb relevanten Bereiche abgedeckt sind. Der nächste Jahrgang kann zum Sommersemester 2023 das Studium aufnehmen, lässt das CAMPUS Institut verlauten. (lg)

Bild: © BillionPhotos.com – stock.adobe.com

 

Digitalkongress Cyberversicherung am 23.02.2023

Ab 09:00 Uhr erhalten die Teilnehmenden beim Digitalkongress Cyberversicherung, der in zwei Wochen stattfindet, zahlreiche Informationen und nützlichen Input rund um das Thema „Cyberversicherung“.

Am 23.02.2023 dreht sich auf der Plattform DKM365 alles um das Thema Cyberversicherung. Der Digitalkongress Cyberversicherung startet ab 09:00 Uhr mit einem vielseitigen Programm. Aufgegriffen werden dort die aktuelle Cyberlage, Trends und Produkte in der Cyberversicherung, präventive Cyberstrategien sowie Strategien im Falle von Cybererpressung. Es gibt außerdem einen Ausblick auf das Jahr 2023. Natürlich kommt auch zur Sprache, was speziell für Maklerinnen und Makler derzeit in Sachen Cyberversicherung wichtig ist.

Über Videotelefonie, Chat und Breakout-Rooms können Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Veranstaltungspartnern sowie Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch kommen und sich weiter informieren. Auch IDD-Weiterbildungszeit kann bei diesem AssCompact Wissen-Event gesammelt werden. 

Das ist der Programmablauf beim Digitalkongress Cyberversicherung 2023
  • 09:00–09:30 Uhr: NW Assekuranzmakler ProRisk GmbH & Co. KG: Was sollen Makler bei Cyberversicherungen aktuell beachten? Referent: Achim Fischer-Erdsiek, Geschäftsführender Gesellschafter, NW Assekuranzmakler ProRisk GmbH & Co. KG
  • 10:00–10:30 Uhr: Hiscox SA: Neuerungen in der Cyber-Versicherung – Überblick behalten und Vertriebsvorteile nutzen. Aktuelle Bedrohungslage, Dynamik in der Produktentwicklung und Unterstützung für den Vertrieb. Referentin: Gisa Kimmerle, Product Head Cyber, Hiscox SA
  • 11:00–11:30 Uhr: HDI AG: Cyberversicherung: Es gibt keine guten Risiken – dynamische Gefahrenlage beherrschbar machen. Krisenmanagement und Maßnahmen der Informationssicherheit sind essenzielle Bestandteile einer präventiven Cyberstrategie. Referenten: Peter Bertram, Produktmanager Cyber HDI Versicherung AG, und Sönke Glanz, Underwriter Cyber HDI Versicherung AG
  • 13:00–13:30 Uhr: RiskWorkers GmbH: Cyber-Erpressung im Versicherungsmarkt – mit Tätern verhandeln und so Schäden minimieren. Ransomware Angriffe und die damit verbundenen Kosten der Betriebsunterbrechungen und Wiederanlaufprozesse gehören zu den größten Unternehmensrisiken. Wir zeigen mögliche Antwortstrategien auf. Referent: Oliver Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter, RiskWorkers GmbH
  • 14:00–14:30 Uhr: CyberDirekt GmbH: Turbulente Zeiten – Statusbericht zum Cyber-Versicherungsmarkt. Wo stehen wir aktuell und was können wir vom laufenden Jahr erwarten? Referent: Ole Sieverding, Geschäftsführer, CyberDirekt GmbH
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