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WTW mit Update der Software für Pricing und Underwriting

Die Versicherungsberatung von WTW, Insurance Consulting & Technology (ICT) hat an ihrer Software „Radar“ für das Pricing und Underwriting bei Versicherungen gefeilt. Erstmals sind Gen-AI-Verfahren in die End-to-End Bewertungs- und Analysesoftware integriert.

Mit „Radar 5“ bringt die Versicherungsberatung von WTW, Insurance Consulting & Technology (ICT) bringt mit Radar 5 ein umfangreiches Upgrade ihrer Software „Radar“ für das Pricing und Underwriting bei Versicherungen auf den Markt gebracht. Die Technologie bindet erstmals umfassende Gen AI-Verfahren in die End-to-End Bewertungs- und Analysesoftware ein. „Damit sind Tarifkalkulation, Portfoliomanagement, Schadensteuerung und Underwriting für Versicherer in bisher unerreichter Geschwindigkeit und Flexibilität möglich“, erklärt Dr. Gero Nießen, Senior Director bei WTW.

Radar 5 verbindet erweiterte Software-as-a-Service-Funktionalitäten mit neuen Gen AI-Anwendungen und Underwriting-Technologien. Versicherer profitieren von Echtzeit-Einblicken für präzisere Risikoanalysen, von einer verbesserten Genauigkeit in der Tarifkalkulation, von einer schnelleren Time-to-Market bis hin zu stärker personalisierten Kundenerfahrungen. Radar 5 lässt sich sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft nutzen.

Das Release von Radar 5 helfe Versicherer laut ICT, die Entwicklungen in ihren Portfolien automatisiert und KI-gestützt zu verstehen. Gleichzeitig könne die Software Vorschläge zu möglichen Adjustierungen im Pricing und Underwriting geben, um die Mitarbeiter zu unterstützen.

Die skalierbare Lösung werde in den kommenden Monaten schrittweise um erweiterte Funktionalitäten in Analytik, Entscheidungsfindung, Überwachung und Deployment ergänzt. (tik)

Weitere Informationen zu neuen Tools und Services sowie Meldungen rund um Software und KI finden Sie in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.

 

Digital Insurance Podcast: KI im Vertrieb

Im aktuellen Digital Insurance Podcast spricht Jonas Piela mit Michael Gackstatter, CEO von TODAY. Es geht über den gezielten Einsatz von KI im Versicherungsvertrieb. Das Gespräch beleuchtet, wie Unternehmen und Makler durch KI Mehrwert generieren, Beratung skalieren und den Vertrieb stärken können.

In dieser neuen Episode des Digital Insurance Podcast geht es um KI im Vertrieb: Was kommt nach der ersten Welle? Zu Gast bei Jonas Piela ist Michael Gackstatter, Gründer und CEO des AI-Start-ups TODAY, das 2024 gegründet wurde. Gackstatter skizziert die drängendsten Probleme der Branche. Ein Drittel der Makler erwägt den Ausstieg, da sie bis zu einem Tag pro Woche mit regulatorischen und administrativen Aufgaben verbringen. Dieser bürokratische Aufwand schmälert die wertvolle Zeit für die Kundenberatung, insbesondere bei komplexen Jahresgesprächen, in denen eine Vielzahl von Informationen optimal verarbeitet werden muss. Der zunehmende Wettbewerb durch FinTechs erfordert zudem eine stärkere Automatisierung und Strukturierung der eigenen Prozesse.

TODAY: Der KI-Assistent für effiziente Beratung

An dieser Stelle setzt der KI-Vertriebsassistent TODAY an. Das System soll Beratern bis zu fünf Stunden pro Woche an administrativer Last abnehmen und gleichzeitig die Qualität der Beratung skalierbar machen. TODAY ist als mobile App, Desktop-Anwendung oder als Notizfunktion in Videokonferenzen einsetzbar. Es transkribiert Gespräche datenschutzfreundlich in Echtzeit und legt dabei besonderen Wert auf die korrekte Erfassung von Fachbegriffen, um KI-typische Fehler („Halluzinationen“) zu vermeiden.

Vielfältige Anwendungsfelder für konkreten Nutzen

TODAY bietet mehrere Kernfunktionen, die einen direkten Mehrwert liefern:

  • Effiziente Dokumentation: Das System erstellt automatisch Gesprächszusammenfassungen und IDD-konforme Beratungsdokumentationen. Wichtige Datenpunkte werden extrahiert und können direkt in bestehende CRM-Systeme übertragen werden, was eine lückenlose und verwertbare Dokumentation sicherstellt.
  • Gezieltes Coaching: Die KI analysiert nicht nur Gesprächsinhalte, sondern auch Soft Skills wie Sprechgeschwindigkeit oder Füllwörter. Sie gibt individuelle Coaching-Impulse und ermöglicht Vertriebsleitern, Lernpotenziale im Team zu erkennen und Schulungen gezielt darauf auszurichten.
  • KI-gesteuerte Rollenspiele: Ein besonders innovatives Feature sind die „TODAY Simulations“. Hier können Berater in einem KI-gesteuerten Rollenspiel realistische Gesprächsszenarien mit unterschiedlichen Kundentypen üben. Dies spart erhebliche Zeit und Kosten im Vergleich zu traditionellen Trainings.
  • Bestandsoptimierung: Durch die systematische Erfassung von Kundendaten über alle Gespräche hinweg wird der Datenbestand angereichert. Diese Informationen können für gezielte Kampagnen genutzt werden und steigern den Wert des Maklerbestands.
  • Datenschutz und Zukunftsausblick
  • Gackstatter betonte, dass Datenschutz und Compliance für TODAY von zentraler Bedeutung sind. Die Lösung ist DSGVO-konform, verzichtet auf Technologien zur Emotionserkennung und wird regelmäßig durch Sicherheitstests überprüft.
  • Zukünftig soll TODAY noch proaktiver werden, indem die KI etwa erste Schadenmeldungen außerhalb der Geschäftszeiten aufnimmt oder Berater während eines Gesprächs in Echtzeit mit passenden Cross-Selling-Vorschlägen unterstützt. Die Diskussion macht deutlich, dass die zweite Welle des KI-Einsatzes im Versicherungsvertrieb von
Über den Podcast

Seit April 2020 veröffentlicht Jonas Piela regelmäßig Gespräche zur digitalen Transformation mit Vorständen und Managern der Versicherungswirtschaft. Sein Ziel ist, dass seine Zuhörer einem lockeren Gespräch unter Gleichgesinnten lauschen und so Ideen und Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter https://pielaco.com/podcast.

Weitere Podcasts
 

WhatsApp DSGVO-konform und mit KI im Vertrieb einsetzen

WhatsApp ist das meistgenutzte digitale Kommunikations­medium in Deutschland. Auch im Versicherungsvertrieb gewinnt der Messenger zunehmend an Bedeutung – bringt jedoch rechtliche und organisatorische Herausforderungen mit sich.

Ein Artikel von Janik Sauerbier, Geschäftsführer der InsurMagic GmbH

Studien zeigen: Rund 82% aller Deutschen über 14 Jahren nutzen WhatsApp mindestens einmal pro Woche. Die App ist damit das digitale Kommunikationsmittel Nummer eins in Deutschland. Während die Nutzung überwiegend privater Natur ist, spielt WhatsApp auch im geschäftlichen Kontext eine wachsende Rolle. Gerade in der Kundenkommuni­kation von unabhängigen Versicherungsmaklern liegt der Einsatz nahe: Der Kontakt ist meist persönlich, die Beziehung von Vertrauen geprägt, und viele Kunden schätzen eine schnelle Rückmeldung. Nachrichten über WhatsApp werden in der Regel zeitnah gelesen, während E-Mails oft tagelang unbeantwortet bleiben oder im Spamfilter verschwinden.

Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen

Die Beliebtheit von WhatsApp steht seit jeher im Spannungsfeld mit datenschutzrechtlichen Be­denken. Die Übernahme durch Meta (ehemals Facebook) im Jahr 2014 hat intensive Diskussionen über Datenflüsse und Transparenz ausgelöst. Spätestens seit Inkrafttreten der DSGVO 2018 ist klar: Die normale Variante der App ist für die geschäftliche Kommuni­kation absolut nicht geeignet. Als Antwort bietet WhatsApp seit 2018 eine Business-Version an, die Unternehmen den Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrags, entsprechend der DSGVO, ermöglicht. Damit können Berater die Anwendung unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben ein­setzen. Gleichwohl gibt es kritische Stimmen, die die Genauigkeit des Vertragswerks und mögliche Risiken beim Umgang mit personenbezogenen Daten hinterfragen. Fakt ist: Eine absolute Sicherheit gibt es nicht – weder bei WhatsApp noch bei anderen Kommunikationskanälen. Die Business-Lösung ist aktuell der einzige Weg, WhatsApp DSGVO-konform im Vertrieb einzusetzen. Wichtig hierbei: Die Kunden können weiter die normale WhatsApp-App verwenden. Neben dem Datenschutz ist die Beratungsdokumentation ein zentrales Thema. Die Nachweispflicht liegt klar beim Berater. Informelle Kommunikation, die ausschließlich in einem Messenger stattfindet, birgt das Risiko von Haftungs­lücken. Es ist daher empfeh­lenswert, WhatsApp-Nach­richten systematisch in die Dokumen­tation einzubeziehen.

Chancen durch KI-gestützte Kommunikation

WhatsApp eröffnet im Vertrieb auch neue Chancen zur Automatisierung. KI-gestützte Funktionen können Berater bei der Formulierung von Nachrichten unterstützen, Routineanfragen automatisch beantworten oder Gesprächs­verläufe automatisch im Maklerverwaltungs­programm (MVP) dokumentieren. Gerade in einem Markt, in dem schnelle Reak­tionszeiten den Unterschied machen, lassen sich damit Effizienz und Servicequalität steigern – ohne den persönlichen Kontakt zu ersetzen.

Im Alltag von Kunden und Beratern ist WhatsApp fest verankert und wird auch künftig ein zentraler Kommunikationskanal bleiben. Für den professionellen Einsatz ist entscheidend, auf die Business-­Variante zurückzugreifen und die Kommunikation in die offizielle Dokumentation einzubinden. Wer zusätzlich KI-Lösungen nutzt, kann das Potenzial des „heißen Drahts“ zum Kunden noch besser aus­schöpfen. Entscheidend ist, Chancen und Risiken gleichermaßen im Blick zu behalten, um WhatsApp im Versicherungsvertrieb verantwortungsvoll einzusetzen.

Über die InsurMagic GmbH

Ziel von InsurMagic ist, die Kommunika­tion in der Versicherungsbranche effizienter, transparenter und zukunftsorientierter zu gestalten. Das Hauptprodukt ist ein DSGVO-konformes WhatsApp-Tool mit MVP-Anbindung (z. B. Professional works, AMEISE, aB-Agenta und bald auch meinMVP, IMA, VEMA Office und AMS) und intelligenten, KI-gestützten Funktionen. Weitere Infos unter insurmagic.de.

 
Ein Artikel von
Janik Sauerbier

Bridge feilt an seiner Beratungsplattform

Der Anbieter von Beratungssoftware für Finanzdienstleister Bridge ITS GmbH hat seine webbasierte Beratungsplattform weiter ausgebaut. Zu den neuen Features zählt eine KI-gestützte automatisierte Transkription des Beratungsgespräches in ein System von Handlungsanweisungen.

Die in Dresden ansässige Bridge ITS GmbH hat ihre webbasierte Anwendung für mehr Interaktion im digitalen Gespräch erweitert. Die Entwicklung von „bridge 2.0“ bezeichnet der Anbieter von Beratungssoftware für Finanzdienstleister als ist größten Qualitätssprung der Plattform seit ihrem Bestehen. Neben einem neuen Design bietet die Plattform einige neue Features. Die interaktiven Tools, die auch Kunden gleichzeitig mit ihren Beratern bedienen können, bleiben erhalten. Zu den Neuerungen gehört insbesondere die KI-gestützte automatisierte Transkription des Beratungsgespräches in ein System von Handlungsanweisungen. Zudem ist die Finanzanalyse nach DIN 77230 ist jetzt auch in modularer Form der einzelnen Themenfelder möglich. Zudem profitieren Nutzer nun von einer verbesserten Video- und Audioqualität und es gibt barrierefreie Endkundenansichten.

Einem häufig genannten Wunsch von Nutzern ist Bridge beim Thema Terminbuchung nachgekommen. Ab jetzt können Vermittler Termine und Themen auf ihrer Buchungsseite oder auf ihrer Homepage anbieten. Die verfügbaren Zeiten lassen sich automatisch mit weiteren Kalendern synchronisieren. Neue Termine erhalten Vermittler per Mail oder auf dem Dashboard. Die weitere Kommunikation bis zum Termin erfolgt ebenfalls automatisch. (tik)

Weitere Informationen zu neuen Tools und Services sowie Meldungen rund um das Thema KI finden Sie in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
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Markel bietet Maklern neuen KI-gestützten Service

Markel startet ein neues KI-basiertes Tool für Gewerbemakler. Eine interaktive Karte zeigt, welche Firmen es wo auf dem deutschen Markt gibt, und ermöglicht es Vermittlern, die Suche und Auswahl der Unternehmen mit bestimmten Versicherungsprodukten zu kombinieren.

Mit Markel Prime hat der Spezialversicherer Markel in Deutschland einen neuartigen KI-gestützten Service für Makler im Angebot. Herzstück ist die interaktive Karte „Prime-Map“. Sie zeigt, welche Firmen es wo auf dem deutschen Markt gibt und ermöglicht es Maklern zugleich, bei der Suche und Auswahl der Unternehmen diese mit bestimmten Versicherungsprodukten zu kombinieren. Daraus ergeben sich in weiterer Folge für den anfragenden Makler automatisiert recherchierte Unternehmensbriefings und passende, zeichnungsfertige Angebote, die er direkt ins Postfach gesendet bekommt.

Unterstützung im Neugeschäft und bei der Bestandsoptimierung

Der kostenfreie Service unterstützt Makler beim Ausbau des Neugeschäfts wie auch bei der Bestandsoptimierung. Um regionales Potenzial für den Makler nutzbar zu machen, wurden bereits über 100.000 Unternehmen aus den Bereichen IT, Media und Beratung mit Hilfe von KI auf versicherbare Risiken analysiert, wie Markel mitteilt. Mehrmals wöchentlich würden neue hinzukommen.

Was die Bestandsoptimierung gerade auch zum anstehenden Jahreswechsel angeht, können Makler mit dem Tool Altverträge bei Wettbewerbern automatisiert auf Prime-eigene Konditionen prüfen lassen und über ein Bestandsupdate zu Markel übertragen. Damit werde Bestandsarbeit vereinfacht, beschleunigt und wirke sich haftungsreduzierend aus, so der Spezialversicherer weiter.

Interessierte Makler können sich bei Markel als Prime-Partner registrieren. Im Anschluss stehen alle Funktionen kostenfrei und ohne weitere Verpflichtung zur Verfügung. (tik)

Weitere Informationen zu neuen Tools und Services sowie Meldungen rund um das Thema KI finden Sie in unserer Rubrik „Management & Vertrieb“.
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Afori: KI unterstützt Makler im Backoffice

Mit Afori gibt es eine neue KI-Plattform speziell für Versicherungsmakler. Sie soll bei Backoffice-Aufgaben für Entlastung sorgen. Als erstes Produkt bietet Afori ein Tool für den E-Mail-Posteingang in Outlook, das typische Vorgänge automatisch erkennt, strukturiert und Folgeprozesse anstößt.

Afori ist eine KI-Plattform, die speziell für Versicherungsmakler entwickelt wurde und bei Backoffice-Aufgaben automatisiert unterstützen soll, um für spürbare Entlastung im Arbeitsalltag zu sorgen. Als erstes Produkt bietet Afori eine intelligente Seitenleiste für den E-Mail-Posteingang, die typische Vorgänge automatisch erkennt, strukturiert und Folgeprozesse anstößt. Dies erfolgt direkt in Outlook ohne Systemwechsel. Die KI ist an gängige Maklerverwaltungsprogramme anschließbar.

Auf Versicherungsbranche zugeschnitten

Im Vergleich zu generischen Anbietern ist Afori speziell auf die Versicherungswelt ausgerichtet. „Afori KI spricht Versicherungsdeutsch“, wie es in der Unternehmensmitteilung dazu heißt. Die künstliche Intelligenz versteht also branchentypische Vorgänge, erkennt Fristen, analysiert eingehende Nachrichten und erstellt daraus strukturierte Aufgaben. Die Afori KI priorisiert, liefert Antwortvorschläge und stellt KI-basierte Helfer bereit, die Teile der Arbeit vorbereiten.

„Der Verwaltungsaufwand für Versicherungsmakler wächst immer weiter, auch getrieben durch steigende regulatorische Anforderungen“, sagt Fabian Wesemann, Mitgründer von Afori. „Wir haben mehrere Monate eng mit Maklern zusammengearbeitet, um KI gezielt da einzusetzen, wo es einen echten Mehrwert generiert, damit sie mehr Zeit haben, ihre Kunden zu beraten und Wachstum zu erzielen.“

Über Afori

Afori wurde 2025 von Fabian Wesemann, ehemaliger Mitgründer von wefox, und Sergi Banos, ehemals CTO von wefox, gegründet. Nach Angaben des Unternehmens wird Afori von bekannten Personen aus der Branche unterstützt, darunter Christopher Lohmann (Gründer von The Mulberry Ventures und ehemaliger CEO von HDI und Gothaer), Chris Leifeld (Gründer von Thinksurance), Nils Mahlow (Gründer von Claimsforce), sowie von KI-Experten wie Mustafa Suleyman (CEO Microsoft AI), Alex Rinke (Co-Ceo & Founder Celonis) und Mehdi Ghissassi (ehemals Google Deepmind).

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GKV-Vermittlungsportal bietet App für Makler

Das Vermittlungsportal rund um die gesetzlichen Krankenkassen makleraktiv.de hat einen neuen Service zur Vertriebsunterstützung für Versicherungsmakler: Mit einer App haben Nutzer Zugriff auf alle Funktionen des Portals.

Mit der Krankenkassen-App hat das GKV-Vermittlerportal makleraktiv.de ein neues Tool zur Vertriebsunterstützung für Versicherungsmakler. Die Anwendung bietet einen direkten Zugriff auf alle Funktionen des Makleraktiv-Portals, das einen Vergleich der Beiträge und Leistungen der aktuell noch 94 gesetzlichen Krankenkassen ermöglicht.

Die App ist optimiert für Smartphone und Tablet, wie auch PC oder Mac. Für die Installation ist ein Login auf makleraktiv.de erforderlich. Auf der Startseite findet sich dann ein Installationshinweis. „Wir sehen bedingt durch die stark steigenden Krankenkassenbeiträge den erhöhten Beratungsbedarf in der Bevölkerung“, erläutert Geschäftsführer Thomas Adolph, der auch das öffentliche Vergleichsportal gesetzlichekrankenkassen.de betreibt. Die Anfragen und Suchen würden täglich ein direktes Feedback liefern und die Rückmeldungen zementieren, dass die Bereitschaft und der Wunsch, die Krankenkasse zu wechseln, noch nie so hoch war wir heute, so Adolph weiter. (tik)

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Digital Insurance Podcast: Rolle der IT im LV-Run-off

Im neuen Digital Insurance Podcast spricht Jonas Piela mit Peter-Henrik Blum-Barth, Vorstand Kapitalanlage der Frankfurter Leben-Gruppe, über die Konsolidierung in der Lebensversicherungsbranche durch Run-off.

In dieser neuen Episode des Digital Insurance Podcast beschreibt Peter-Henrik Blum-Barth, Vorstand Kapitalanlage der Frankfurter Leben-Gruppe, Run-off-Plattformen als Unternehmen, die abgeschlossene, nicht mehr vertriebene Versicherungsbestände abwickeln. Im Gegensatz zu traditionellen Versicherern, die auf Wachstum fokussiert sind, liegt der Fokus bei Run-off-Gesellschaften auf effizientem Management schrumpfender Bestände. Dies ermöglicht es, die Kosten zu senken und gleichzeitig hohe Überschussbeteiligungen für die Kunden zu gewährleisten – eine Win-win-Situation für Kunden, Verkäufer und die Run-off-Plattform. Die zunehmende Zahl von Verkäufern wird durch fallende Zinsen, steigende Kosten, höhere regulatorische Anforderungen und wachsende IT-Investitionskosten bedingt. Die daraus resultierende Herausforderung besteht in der wachsenden Diskrepanz zwischen den Kundenversprechen und den erzielbaren Renditen am Kapitalmarkt.

Konsolidierung und Skaleneffekte: Migration von Kapitalanlagen

Die Frankfurter Leben-Gruppe übernimmt Portfolien und konsolidiert sie auf einer zentralen Plattform. Dies ermöglicht Skaleneffekte im Asset-Management, unter anderem durch die Optimierung der Asset-Allokation und den Zugang zu globalen Anlageklassen. Blum-Barth vergleicht den Prozess des Transfers von Kapitalanlagen mit einer „Migration“ und betont die Bedeutung von Vereinfachung und Standardisierung. Die Skaleneffekte wirken sich auch auf die Kosten aus, insbesondere in der Verwaltung von Sicherheiten und der Zusammenarbeit mit Asset Managern. Durch die Optimierung der Portfoliostruktur werden unnötige Überdiversifikationen vermieden und die Effizienz gesteigert.

Strategische Asset-Allokation und Fokus auf laufende Erträge

Die Frankfurter Leben-Gruppe legt besonderen Wert auf Anlageklassen mit hohen laufenden Erträgen, wie Private Debt und Immobilienfinanzierungen. Die planbare Abnahme des Bestands ermöglicht eine präzise Anpassung des Anlageprofils an den Cashflow der Verbindlichkeiten. Dies führt zu einer hohen Überschussbeteiligung für die Kunden, die im Spitzenfeld der Branche liegt. Blum-Barth betont, dass die Frankfurter Lebensgruppe ein starkes Interesse daran hat, ihren Kunden einen exzellenten Service und hohe Überschussbeteiligungen zu bieten, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch um die Reputation des Unternehmens zu stärken und das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Diese Reputation ist unerlässlich, um zukünftig weiterhin Portfolien von Versicherern übernehmen zu können.

Über den Podcast

Seit April 2020 veröffentlicht Jonas Piela regelmäßig Gespräche zur digitalen Transformation mit Vorständen und Managern der Versicherungswirtschaft. Sein Ziel ist, dass seine Zuhörer einem lockeren Gespräch unter Gleichgesinnten lauschen und so Ideen und Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter https://pielaco.com/podcast.

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softfair: Neue Module im Bereich Einkommenssicherung

Die softfair GmbH hat eine neue Generation ihrer Leben-Module zum Versicherungsvergleich im Bereich Einkommenssicherung gelauncht. Nach dem Update gibt es erweiterte Filter- und Visualisierungsoptionen, die Nutzern mehr Flexibilität und Nachvollziehbarkeit bieten.

Die softfair GmbH launcht neue Leben-Module im Bereich der Einkommenssicherung. Das Update umfasst insgesamt vier Tarifbereiche der Sparte Leben. Nach dem erfolgreichen Release des neuen RLV-Moduls im April 2025, wie AssCompact berichtete, folgt nun der nächste Aufschlag mit allen Tarifbereichen der Einkommenssicherung (Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Grundfähigkeit und Dread-Disease). Die neue Generation der Einkommenssicherungs-Module sollen den Versicherungsvergleich schneller, treffsicherer und deutlich transparenter machen, wie es von softfair heißt. „Makler erhalten damit ein Instrument, das Beratungsqualität und Abschlusssicherheit spürbar erhöht“, betont Nicole Rode, Abteilungsleiterin Leben bei der softfair GmbH.

Zu den Neuerungen zählen das Anlegen von Profilen mit personenunabhängigen Daten oder auch eine KI-Berufssuche für eine höhere Trefferquote bei der Eingabe von Berufen. Zudem gibt es ein dynamisches Tarif-Streaming, mit dem Nutzer direkt zur Ergebnisseite gelangen, während die Tarife „on the fly“ in die Liste geladen werden. Vorgänge lassen sich speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufrufen, ohne dass Daten erneut einzugeben sind. Zudem wurde die Oberfläche modernisiert.

Laut softfair wurden die Module in enger Zusammenarbeit mit Anwendern und Partnern entwickelt. Praktische Rückmeldungen aus der Beratungspraxis seien direkt in den Entwicklungsprozess eingeflossen. Das Ergebnis ist ein Vergleichsmodul, das nicht nur in puncto Geschwindigkeit überzeugt, sondern auch mit erweiterten Filter- und Visualisierungsoptionen mehr Flexibilität und Nachvollziehbarkeit bietet“, so Rode weiter.

Die neuen Einkommenssicherungs-Module stehen ab sofort allen Partnern der softfair GmbH zur Verfügung. (tik)

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Allianz: „KI macht uns überall besser“

Auch bei der Allianz hat KI längst Einzug gehalten und kommt unternehmensweit zum Einsatz. Wo liegen die Schwerpunkte und welche Prinzipien leiten den Versicherer auf dem Weg mit der Technologie? Nachgefragt bei Manuela Diviach, bei der Allianz u. a. für KI verantwortlich.

Interview mit Manuela Diviach, Head of Group Operations, Organization and Data bei der Allianz SE
Frau Diviach, welches strategische Potenzial sehen Sie für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Versicherungswirtschaft – heute und mit Blick auf die nächsten fünf bis zehn Jahre?

Künstliche Intelligenz macht uns überall besser – schon jetzt und natürlich noch viel mehr in den nächsten Jahren. Mit KI können wir schneller, persönlicher und genauer sein, und wir können maßgeschneiderte Produkte und Services anbieten. KI verändert auch unsere Rolle: Wir reagieren nicht mehr nur auf Risiken, sondern helfen unseren Kunden dabei, sie zu vermeiden.

Wo steht die Branche in Sachen KI aus Ihrer Sicht aktuell im Vergleich zu anderen?

Versicherung ist ein Datengeschäft, dadurch ist eine natürliche Nähe zu IT und KI gegeben. Gerade große Versicherer investieren sehr viel in Technologie und Talente. Insofern gehört die Versicherungsbranche sicher zu den führenden traditionellen Branchen in Sachen KI. Darauf können wir uns jedoch nicht ausruhen. Wir müssen agil bleiben, um weiter vorne mitzuspielen.

Welche Rolle spielt KI denn in der Zukunftsstrategie der Allianz?

KI ist ein integraler Bestandteil unserer Strategie und hilft uns, intelligent und nachhaltig zu wachsen und resilienter zu werden. Natürlich muss KI sich im täglichen Geschäftsbetrieb rechnen, und das tut sie schon. KI macht Kunden und Mitarbeiter zufriedener, macht uns produktiver und effizienter.

Unser Leitprinzip bei KI ist, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und Technologie einzusetzen, um die Fähigkeiten unserer Mitarbeitenden zu ergänzen – nicht um diese zu ersetzen. Dieser Ansatz stellt sicher, dass KI als leistungsstarkes Werkzeug dient, um das Fachwissen und damit den Einfluss unserer Kollegen auf das Ergebnis weiter zu verbessern.

Sie sind verantwortlich für KI bei der gesamten Allianz Gruppe. Wo liegen Ihre Schwerpunkte?

Unsere Aufgabe ist, die KI-Strategie für die Allianz Gruppe festzulegen. Dabei achten wir besonders darauf, wie wir unsere Größe und Skalierungsmöglichkeiten optimal nutzen können. Einerseits steuern wir die Einführung von KI im Unternehmen, andererseits stellen wir sicher, dass dies verantwortungsbewusst geschieht, indem wir in Zusammenarbeit mit den Sicherheits- und Kontrollfunktionen Rahmenbedingungen für die KI-Steuerung schaffen.

In welchen Unternehmensbereichen der Allianz ist KI bereits im Einsatz? Und wo sehen Sie das größte Entwicklungspotenzial?

Wir nutzen KI überall: im Vertrieb, im Underwriting, in der Schadenbearbeitung, bei der Betrugserkennung und beim Kundenservice. Das Potenzial von KI liegt nicht in einem einzelnen Anwendungsbereich, sondern in der Breite.

Können Sie uns ein Beispiel nennen für eine konkrete KI-Anwendung, die den Service für Ihre Kunden verbessert?

Gerne! Beispielsweise bekommen unsere Kunden auf Wunsch vor einem Unwetter eine Warnung per SMS. Eine KI sagt Ort, Zeit und die Auswirkungen mit einem hohen Maß an Zuverlässigkeit voraus. So können unsere Kunden sich und ihr Hab und Gut rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Welche Relevanz hat KI im Vertrieb? Und inwiefern erleichtert oder sogar verändert die neue Technologie den Kontakt mit Kunden?

KI spielt eine wichtige Rolle im Vertrieb. Eine KI stellt Vermittlern oder Callcenter-Mitarbeitern während des Kundengesprächs gezielt Informationen zu potenziellen Kundenbedürfnissen zur Verfügung und empfiehlt ein passgenaues Produkt. So hilft sie auf natürliche und wertschöpfende Weise, den Verkauf zu steigern, sodass unsere Vertriebsleistung insgesamt verbessert wird. Diese KI ist in unserem gesamten Vertriebsnetzwerk skalierbar, sodass wir sowohl die Effektivität als auch die Zufriedenheit aller unserer Vertriebsmitarbeiter erhöhen.

Wo wiederum bringen KI-basierte Systeme die größte Entlastung für die Mitarbeitenden?

Uns hilft KI an vielen Stellen, um die internen Prozesse noch effizienter zu gestalten. Wir haben beispielsweise ein tolles KI-Tool für unsere Underwriter. Deren Arbeit wird immer komplexer: Immer mehr Regeln und Vorschriften, technologischer Fortschritt und neue Risiken wie Cyberhaftpflicht machen ihre Arbeit zeitaufwendiger. Gleichzeitig steigen die Ansprüche der Kunden an Schnelligkeit und Einfachheit. Underwriter müssen teilweise mehr als 50 Dokumente mit jeweils 600 Seiten durchforsten, um die richtigen Antworten zu finden. Das kostet im Durchschnitt rund zwei Stunden pro Woche. Diesen Prozess beschleunigen wir mit generativer KI, indem wir den Zugang zu wichtigen Informationen vereinfachen. So wird die Recherche auf wenige Minuten verkürzt. Für die Underwriter ist es so, als würde ein sehr schlauer, erfahrener Kollege neben ihnen sitzen, den sie nach einer Information fragen können, und er sagt ihnen sofort, wo genau sie diese finden.

Welche Auswirkungen hat KI auf interne Prozesse und die Arbeitsweise bei der Allianz? Und wie gelingt es, Akzeptanz und Offenheit in der Belegschaft zu fördern?

KI hat unsere internen Prozesse tiefgreifend verändert. Wir sind effizienter und schneller geworden, außerdem werden komplexe Aufgaben vereinfacht. Durch die Nutzung unseres internen Chatbots AllianzGPT haben wir Abläufe optimiert, sodass sich unsere Mitarbeiter mehr auf strategische Aufgaben konzentrieren können, anstatt sich mit Routinearbeiten zu beschäftigen. Diese Entwicklung steigert nicht nur die Produktivität. Gleichzeitig steigern wir die Akzeptanz und Offenheit unter den Mitarbeitern und ermutigen sie, diese technologischen Fortschritte als unverzichtbare Hilfsmittel in ihrem täglichen Arbeitsablauf zu nutzen. So fördern wir eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und der Weiterqualifizierung.

Wie qualifizieren Sie die Mitarbeitenden im Umgang mit neuen Technologien?

Wir schulen unsere Mitarbeiter durch gezielte Programme. Diese vermitteln sowohl technische Fähigkeiten als auch ein Verständnis für die strategischen Anwendungen von KI. Wir haben einen speziellen KI-Kompetenz-Schulungsplan. Dieser besteht aus einer für alle Mitarbeiter obligatorischen Grundschulung und speziellen Lehrplänen für Generalisten, Führungskräfte und Experten – und wird durch kontinuierliches Lernen umgesetzt. Darüber hinaus bauen wir ein Netzwerk interner KI-Coaches auf – das sind Mitarbeiter, die darin geschult sind, ihre Kollegen bei der Anwendung von generativen KI-Tools in der Praxis zu unterstützen.

Wie stellt die Allianz allgemein sicher, dass KI ethisch und verantwortungsvoll eingesetzt wird?

Wir legen größten Wert darauf, KI verantwortungsvoll und ethisch einzusetzen. Daher haben wir schon vor einigen Jahren fünf Grundprinzipien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI definiert: Transparenz in der Kommunikation über Einsatz und Zweck unserer KI-Systeme, Rechenschaftspflicht durch Systemüberwachung und genauer Dokumentation hierzu sowie Datenschutz. Darüber hinaus bestehen wir bei KI auf menschlicher Kontrolle. Und schließlich: Fairness und Nichtdiskriminierung.

Im ersten weltweiten KI-Ranking war die Allianz in Sachen Transformation sehr weit vorne mit dabei. Wie bewerten Sie dieses Ergebnis und was sind Ihre ganz konkreten nächsten Schritte in Bezug auf KI?

Wir freuen uns sehr darüber! KI macht uns überall besser – das nehmen auch unsere Kunden und Mitarbeiter wahr. Der KI-Index ist nun eine echte Bestätigung unserer KI-Strategie, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, sowie der Fortschritte, die wir machen. Wir werden diese Entwicklung noch beschleunigen. Als Nächstes steht bei uns die Einführung agentenbasierter KI-Systeme, „Agentic AI“, an. Wir berichten gerne, wenn es so weit ist.

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Ein Interview mit
Manuela Diviach