AssCompact suche
Home

0954

Unternehmensmeldungen

elipsLife Deutschland schließt endgültig die Türen

Nach der Übernahme durch Swiss Life hat die Zweigniederlassung Deutschland der Elips Life AG den Geschäftsbetrieb hierzulande komplett eingestellt, die Vollmacht des Hauptbevollmächtigten ist erloschen. Das hat die deutsche Finanz- und Versicherungsaufsicht BaFin letzten Monat mitgeteilt.

Die deutsche Niederlassung der Elips Life AG (elipsLife) hat endgültig ihre Pforten geschlossen und den Geschäftsbetrieb komplett eingestellt. Damit ist auch die Vollmacht des Hauptbevollmächtigten erloschen. Das teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 18.12.2023 mit.

Über elipsLife

elipsLife war als Versicherungsgesellschaft für institutionelle Kunden wie Pensionskassen, Sammelstiftungen, Unternehmen und Verbände an den Start gegangen und konzentrierte sich zuletzt auf Versicherungsprodukte zur Abdeckung der finanziellen Folgen von Krankheiten und Unfällen sowie auf die berufliche und private Vorsorge für Todes- und Invaliditätsrisiken.

Bereits seit 2011 war die elipsLife eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Swiss Re. Ende 2021 verkaufte der Rückversicherer die Tochter dann an Swiss Life International (AssCompact berichtete: Swiss Re verkauft elipsLife an Swiss Life International). Im Zuge der Übernahme verkündete elipsLife schon im Juli 2022 die Schließung ihrer Niederlassung in Deutschland und die Einstellung des Neugeschäfts. (js)

Bild: © Heiko Küverling – stock.adobe.com

 

Summitas Gruppe übernimmt weiteres Maklerhaus

Die Summitas Gruppe hat einen neuen Zukauf bekannt gegeben. Mit der confera Gruppe aus Erlangen gehört künftig ein auf betriebliche Versorgung bzw. Vorsorge spezialisierter Versicherungsmakler zu Summitas.

Die Summitas Gruppe, das gemeinsame Joint Venture von der JDC Group AG, Bain Capital Insurance und der Canada Life, setzt ihre Einkaufstour fort. Erst vor Kurzem hatte die Summitas Gruppe den D&O- und Financial-Lines-Spezialmakler Dr. Ihlas GmbH übernommen (AssCompact berichtete). Nun hat die Gruppe ein weiteres Maklerhaus erworben: die confera Gruppe aus Erlangen.

Der Versicherungsmakler verfolgt mit derzeit 35 Mitarbeitern mehrere Tätigkeitsbereiche: Die confera GmbH ist Ansprechpartner für alle Fragen der betrieblichen Altersversorgung (bAV) und Krankenversicherung (bKV). Deutschlandweit unterstützt die confera GmbH mittelständische Unternehmen bei der Einführung, Analyse, Optimierung und Verwaltung betrieblicher Vorsorgewerke in den Bereichen bAV und bKV sowie mit Gutachterservice im Bereich Aktuariat. Die confera coverage solutions GmbH befasst sich als Makler wiederum mit der Beratung und Vermittlung von Kompositversicherungslösungen und profitiert von dem Zugang zu privaten und gewerblichen Kunden über das Vorsorgegeschäft.

Erster Pensionsspezialist in der Summitas Gruppe

„Eine kompetente, zuverlässige und langfristige Betreuung im Bereich betriebliche Vorsorge ist sehr beratungsintensiv“, betont confera-Geschäftsführer Uwe Cornelsen. „Daher ist für uns die Summitas Gruppe der ideale Partner, der uns mit seiner Plattformtechnologie viele administrative und organisatorische Aufgaben wesentlich erleichtert, sodass wir uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren können“, so Cornelsen weiter.

„Es freut mich, dass wir mit der confera einen ersten Pensionsspezialisten in unsere Gruppe aufnehmen können“, ergänzt Summitas-Geschäftsführer Jovan Zafirov. Die Summitas Gruppe decke nun ein sehr breites Versicherungsspektrum von Sach, Leben bis Kranken ab. (tk)

Bild oben v. l. n. r.: Claudia Lörtzer, Uwe Cornelsen und Jovan Zafirov; © confera

Lesen Sie auch:

„Es werden sich zwischen 10 und 15 größere Maklergruppen etablieren“

 

Wüstenrot übernimmt start:bausparkasse in Deutschland

Die Wüstenrot Bausparkasse kauft die start:bausparkasse – ehemals Deutscher Ring Bausparkasse. Das Closing soll im Verlauf des Jahres 2024 erfolgen. Verkäuferin der start:bausparkasse in Deutschland ist die österreichische BAWAG P.S.K.

Die österreichische BAWAG P.S.K. verkauft die start:bausparkasse AG in Deutschland – ehemals Deutscher Ring Bausparkasse – an die Wüstenrot Bausparkasse AG. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartell- und Aufsichtsbehörden soll das Closing im Jahresverlauf 2024 erfolgen. Über den Kaufpreis haben die beteiligten Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Mit der Übernahme der start:bausparkasse in Deutschland will die zur Wüstenrot & Württembergische-Gruppe gehörende Wüstenrot ihre Position als Kooperations-Bausparkasse weiter stärken. Eigenen Angaben zufolge verfügt Wüstenrot über das am dichtesten gespannte Bauspar-Vertriebswegenetz in Deutschland und kann derzeit ein Kundenpotenzial im zweistelligen Millionenbereich erreichen.

Bild: © Haru Works – stock.adobe.com

 

Ein gutes Geschäftsjahr 2023 für die ARAG

Die Fokussierung der ARAG auf die Sparten Kranken und Rechtsschutz hat sich bereits in den Vorjahren bewährt. Auch 2023 profitiert der Versicherer davon. Auf Hochtouren läuft der Erwerb der DAS UK. In Deutschland sieht der ARAG internationalen Entwicklung im Rechtsmarkt hinterherhinken.

Nach vorläufigen Zahlen erwartet die ARAG für das Jahr 2023 ein Beitragswachstum von 7,7%. Die Beitragseinnahmen werden sich demnach auf 2,37 Mrd. Euro belaufen. Inklusive des Nicht-Versicherungsgeschäfts rechnet der Versicherer mit einem Beitrags- und Umsatzvolumen im Konzern von 2,41 Mrd. Euro.

Im Heimatmarkt Deutschland wächst der Versicherer deutlich stärker als im internationalen Geschäft. International rechnet die ARAG mit einem Zuwachs von 4,1%. In Deutschland wird ein Beitragsplus von 10% erreicht werden. Die versicherungstechnische Ertragskraft liegt zwar unter dem Vorjahr, ein gutes Kapitalanlageergebnis sorgt aber für ein deutlich höheres Ergebnis im Konzern. Hier erwartet die ARAG mit 126,4 Mio. Euro einen neuen Bestwert (Vorjahr: 97,3 Mio. Euro, vor Steuern).

Stärkung der Marktposition in der Rechtsschutzversicherung

Auf dem deutschen Rechtsschutzmarkt gelingt es dem Versicherer an Boden gut zu machen. Der Marktanteil in Deutschland verbessert sich auf voraussichtlich 11,7%. Im Fokus des internationalen Rechtsschutzgeschäfts liegt der Erwerb der DAS UK. Damit soll die Position als weltweit führender Rechtsschutzversicherer deutlich ausgebaut werden. Seit 2006 ist die ARAG in UK aktiv. Die ARAG plc arbeitet als MGA im Rechtsschutz und verwaltet im Jahr 2023 eine Prämie von 73 Mio. Euro. Demgegenüber ist die DAS ein Rechtsschutz-Erstversicherer mit einem Prämienaufkommen von 150 Mio Euro.

Dr. Renko Dirksen, Vorstandsvorsitzender der ARAG erklärt dazu: „DAS und ARAG agieren in unterschiedlichen Bereichen des UK-Rechtsschutzmarkts. Sie ergänzen sich daher perfekt mit ihren komplementären Geschäftsmodellen. Neben der Versicherungslizenz verfügt die DAS UK über eine eigene Anwaltskanzlei. Wir erhalten so einen Zugang zu einer vollständigen Wertschöpfungskette.“ Beide Einheiten sollen nach dem Closing zu einem neuen Unternehmen unter dem Markendach ARAG zusammengeführt werden.

Ähnlich dem Vorbild Großbritannien wünscht sich Dirksen eine Öffnung des deutschen Rechtsmarkts: „Durch die eigene Anwaltskanzlei können wir in UK einen Leistungsfall mit allen notwendigen Prozessschritten für die Kunden bearbeiten. Wir können sie außergerichtlich, aber auch vor Gericht anwaltlich vertreten. Für Rechtsschutzkunden ist das der schnelle, günstige und bequeme Weg, ihre rechtlichen Belange klären zu lassen. In Deutschland verhindert dies die weitgehende Abschottung des Rechtsmarktes durch das Anwaltsmonopol in der Rechtsberatung und das Fremdbesitzverbot.“

Krankenversicherungsgeschäft als Wachstumsmotor

Das zweite Standbein, das Krankenversicherungsgeschäft, kann zum Jahresende 16,4% Mehreinnahmen ausweisen. Wie Dirksen mitteilt, sind es vor allem die Vollversicherungstarife, die auf eine unverändert hohe Nachfrage treffen. Sie machen 58% der Monatssollbeiträge des Gesamtbestands aus.

Bild: ARAG Vorstandsvorsitzender Dr. Renko Dirksen. Quelle: ARAG

 

VEMA schüttet 10 Mio. Euro an Genossen aus

Die VEMA schüttet rund 10 Mio. Euro an ihre Genossen aus. Dies hat die Maklergenossenschaft Anfang der Woche bekanntgegeben. Einen kleinen Seitenhieb in Richtung Maklerkonsolidierung mithilfe von Investoren gab es auch.

Dieser Tage wurden rund 10 Mio. Euro an Umsatzbeteiligung an die VEMA-Genossen ausgeschüttet. Hinzu kommen noch knapp 400.000 Euro Dividende auf die Einlagen. Darüber informierte die VEMA Anfang der Woche in einer kurzen Mitteilung. VEMA-Vorstandschef Hermann Hübner erklärt dazu: „Wir sind froh, dass wir keine Finanzinvestoren benötigen, um unser Geschäftsmodell weiter erfolgreich aufzubauen. Im Verhältnis zu unserem Geschäftsvolumen sind wir im Vergleich zu anderen Intermediären extrem kostengünstig aufgestellt. Das kommt auch unseren Mitgliedern zugute.“

Mehr als 4.500 mittelständische Maklerbetriebe mit etwa 30.000 Mitarbeitern haben sich der VEMA inzwischen angeschlossen. 2.037 davon sind Genossenschaftsmitglieder und damit Miteigentümer. Genossenschaftsmitglied kann werden, wer die Angebote der VEMA besonders aktiv nutzt und noch einige weitere Voraussetzungen erfüllt. 

Zusätzlich berichtet die VEMA, dass das neue Konferenzzentrum nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit kürzlich eröffnet wurde. Mit einer Investitionssumme von 17 Mio. Euro aus Eigenmitteln stärkt die Genossenschaft den Akademiestandort Karlsruhe. Das neue Konferenzzentrum bietet moderne Seminarräume, Übernachtungsmöglichkeiten und ein Studio für Videoproduktionen. Diese neuen Angebote können von jedermann gebucht werden.

Bild: VEMA-Vorstandsvorsitzender Hermann Hübner. Quelle: VEMA

 

Gothaer präsentiert Zahlen und den Status der Fusion mit Barmenia

Die Gothaer sieht auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück und liegt in der Geschäftsentwicklung in allen Segmenten über Marktniveau. Besonders das Mittelstandsgeschäft mit Gewerbe, bAV und bKV legt zu. Mit Blick auf die Fusion mit der Barmenia sieht sich der Versicherer im Plan.

Am Dienstag präsentierte der Gothaer Konzern seine vorläufigen Zahlen für das Jahr 2023. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Schoeller erklärte, dass sich die Versicherungswirtschaft, insbesondere die Gothaer vor dem Hintergrund verschiedenster Herausforderungen ausgesprochen gut schlagen würde: „Wir rechnen für 2023 mit einer Steigerung der Beitragseinnahmen um 6,2% auf 4,85 Mrd. Euro und werden damit deutlich über Markt wachsen. Besonders freut mich, dass alle Segmente über Marktniveau liegen und wir mit einem Plus von 9,5% im Firmenkundengeschäft unsere Position als führender Partner für den Mittelstand weiter ausbauen konnten“, so Schoeller.

Wieder mehr Augenmerk auf privates Sachgeschäft

Das Wachstum wird maßgeblich getragen von den Segmenten Komposit und Kranken. In der Kompositsparte liegt das Plus bei 10,7%. In der Gewerbeversicherung ist es das Produkt Gothaer Protect, das stark zum Wachstum beiträgt. Ein größeres Augenmerk legt die Gothaer aber auf das Privatkundengeschäft, um Volatilitäten in der Gewerbeversicherung auszugleichen. So erwartet die Gothaer im Privatkundengeschäft ein Plus von rund 9%, im Segment Mobilität 6%.

bKV läuft besonders gut

In der Krankensparte liegt das Wachstum bei 5,8%. Die Beitragseinnahmen nähern sich damit der Höhe von 1 Mrd. Euro. Insbesondere die betriebliche Krankenversicherung konnte ein sehr gutes Neugeschäft verzeichnen. Mit einer neuen Kundenansprache versucht die Gothaer zudem, altersbedingte Abgänge durch Zugang in der Zielgruppe junge Erwachsene auszugleichen.

Rückgang bei Einmalbeiträgen trübt Lebengeschäft

Im Segment Leben verzeichnet die Gothaer einen Rückgang der Beitragseinnahmen von voraussichtlich 2,9%. Im Lebengeschäft machen sich die schwierigen Rahmenbedingungen vor allem im Einmalbeitragsgeschäft bemerkbar. Trotzdem verliert die Gothaer hier weniger als der Markt. Die Stornoquote in der Lebensversicherung bleibt zudem in etwa auf dem Vorjahresniveau. Punkten kann der Versicherer vor allem mit der bAV sowie dem privaten als auch kollektiven Biometriegeschäft.

Der Konzernjahresüberschuss der Gothaer wird voraussichtlich zwischen 70 und 80 Mio. Euro liegen.

Fusion mit Barmenia: Due Dilligence Prüfung und Konzernstruktur

Im Fokus des Interesses steht aber vor allem der Fortgang der Fusion mit der Barmenia. Wie Schöller mitteilt, läuft die Due Diligence. Die beiden Unternehmen prüfen, ob es mögliche Risiken für den Zusammenschluss gibt. Zudem werden rechtliche und steuerliche Fragestellungen zur neuen Konzernkonstruktion geklärt.

So soll es eine gemeinsame Holding mit dem Namen Barmenia Gothaer Finanzholding AG geben. Darunter sollen die Marken erhalten bleiben. Vorerst werden dann wohl auch zwei Krankenversicherer nebeneinander bestehen bleiben. Strategisch und aufsichtsrechtlich ist man hier aber weiter in Klärung. In Komposit wird man wohl mit drei Versicherern starten: Barmenia Allgemeine, Gothaer Allgemeine und Janitos.

Schöller betont die Parität beider Unternehmen in der Fusion. Das soll sich auch in einer personellen Doppelspitze widerspiegeln. So sind Dr. Andreas Eurich von der Barmenia und er, Oliver Schoeller, als Co-Vorstandsvorsitzende vorgesehen. Mit der Fusion rückt die Barmenia Gothaer unter die Top 10 deutscher Versicherer.

Dem jetzigen Status müssen noch die notwendigen Zustimmungen der Mitgliedervertretungen und das BaFin-Genehmigungsverfahren folgen. Im dritten Quartal könnte dann die tatsächliche Umsetzung des Zusammenschlusses erfolgen. (bh)

Bild: © Gothaer

 

Hintergründe zum Einstieg von Permira bei der GGW Gruppe

Mit Permira hat die GGW Group einen zweiten Private-Equity-Investor. Die Gruppe plant nun weiteres organisches und anorganisches Wachstum. AssCompact hat beim CEO Dr. Tobias Warweg nachgefragt und mehr zu den Plänen und einem neuem Incentivierungsprogramm für Makler erfahren.

Am Freitag gab die GGW Group den Einstieg eines neuen Investors bekannt: Mit Permira kommt neben Hg Capital ein weiterer Investor hinzu, der sich auf mittelständische Unternehmen fokussiert. Gleichzeitig findet eine Kapitalerhöhung statt, die Anteile des Managements bleiben unverändert.

Sowohl Hg Capital als auch Permira können Mittelstand, erklärte am Montag Dr. Tobias Warweg gegenüber AssCompact. Insofern sei für ihn Permira auch der Wunschpartner gewesen: „Wir haben damit zwei der fünf größten europäischen Investoren bei uns in der Gruppe. Das ist natürlich ein Riesenvorteil.“ An weiteren Interessenten scheint es aber keinen Mangel gegeben zu haben. Maklerunternehmen und Assekuradeure verdienen Geld, haben gute Margen und sind deshalb weiterhin interessant für Beteiligungsfirmen, so Warweg. Weitere Investoren sucht die GGW Group nicht, zudem war es Warweg bei der Entscheidung auch wichtig, dass kein Investor eine Mehrheit innehat.

Mit Blick nach vorne strebt die GGW Group organisches und anorganisches Wachstum an. Interessant für die Gruppe bleiben im Hinblick auf Zukäufe Makler und Assekuradeure, die selbst inhabergeführt sind und im Mittelstand ihre Heimat haben. Eine Expansion in Europa gehört ebenfalls dazu. „An unserer grundsätzlichen Strategie hat sich seit Tag 1 aber nichts geändert,“ erklärt Warweg.

Was ändert sich für die Unternehmen in der Gruppe?

Maklerunternehmer, die sich bereits für die GGW Group entschieden haben, profitieren von dem neuen Deal. Die Wertentwicklung ihrer Anteile, die sie an der Gruppe halten, nimmt zu. Warweg: „Insofern profitieren die Makler auch von diesem Deal“. Für die nächsten Jahre plant Warweg ein Incentiveprogramm für Makler, sodass „diese weit überproportional am Erfolg der Gruppe beteiligt werden“. Mit Bezug auf den Permira-Einstieg zitiert Warweg Wilhelm Busch: „Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt.“ Gemeint ist, dass der Einstieg des zweiten Investors diese Maßnahme der Incentivierung möglich macht. Diese soll in alle Ebenen der Mitarbeiter hineingehen. Warweg: „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Dies gibt es sonst am Markt nicht“.

Nicht nur deshalb sieht sich Warweg im Vorteil gegenüber anderen Maklerkonsolidierern. „GGW hat Private Equity in den deutschen Markt gebracht. Entscheidend für den Erfolg der GGW ist der Marktzugang. Wir werden sehen, dass sich auch der Markt der Maklerkonsolidierer bereinigen wird. Nicht alle Konsolidierer werden erfolgreich sein“, so Warweg mit Blick auf den Gesamtmarkt.

Closing im zweiten Quartal 2024

Das Closing für die Beteiligung wird wohl Anfang zweites Quartal 2024 sein, was mit regulatorischen Formalien zu tun hat. Die Bewertung der Gruppe soll nach verschiedenen Angaben 1 Mrd. Euro betragen. Zu Bewertungen äußert sich Warweg allerdings nicht.

Lesen Sie auch: GGW Group gibt Einstieg eines weiteren Investors bekannt

Bild: Dr. Tobias Warweg, CEO der GGW Group. Quelle: GGW

 

GGW Group gibt Einstieg eines weiteren Investors bekannt

Die GGW Group hat den Einstieg eines weiteren Investors bekannt gegeben. Bei der neuen Beteiligungsgesellschaft handelt es sich um den britischen Private-Equity-Investor Permira. Das Management und Hg Capital bleiben weiterhin an der GGW Group beteiligt.

Die GGW Group um Gründer und Co-Geschäftsführer Tobias Warweg hat am Freitag, 08.12.2023, den Einstieg der britischen Beteiligungsgesellschaft Permira bekannt gegeben. Das frische Kapital soll den Expansionskurs der GGW Group, in der sich inhabergeführte Versicherungsmakler zusammenschließen, forcieren.

Zugleich bleibt das bisherige Management langfristig am Ruder. „Permira ist unser absoluter Wunschpartner, und wir sind froh und stolz, sie an unserer Seite zu wissen. Der nächste Meilenstein ist die führende Rolle der GGW Group im europäischen Mittelstand als erster Ansprechpartner für unsere Kunden. Wir wollen der bevorzugte Arbeitgeber für die größten Talente der Versicherungsindustrie sein. Diese Ziele können und werden wir in der neuen Konstellation erreichen“, konkretisiert Tobias Warweg.

Hg Capital bleibt unverändert an Bord

Auch der bisherige Anteilseigner, die britische Beteiligungsgesellschaft Hg Capital, bleibt unverändert an der GGW Group beteiligt. „Die führenden Makler- und Assekuradeursunternehmer seit 2020 gemeinsam mit dem Management zu einer Gruppe mit marktführender Stellung zu formen, ist eine der spannendsten und erfolgreichsten Reisen für uns; und das Beste ist: Für die GGW Group hat dieser großartige Weg gerade erst begonnen“, führt dazu Justin von Simson, Managing Partner von Hg Capital, aus.

Das sagt der neue Investor Permira

Der neue Investor Permira ist eine globale Beteiligungsgesellschaft mit Hauptsitz in London. Die DACH-Zentrale befindet sich in Frankfurt am Main. Permira stellt privates Beteiligungskapital und Fremdfinanzierungen für das Wachstum von mittelständischen Unternehmen zur Verfügung. Philip Muelder, Partner und Global Head of Services von Permira, erläutert: „Seit vielen Jahren beobachten wir sehr aktiv den deutschen und europäischen Makler- und MGA-Markt und freuen uns sehr, ab jetzt Teil dieser gigantischen Erfolgsstory zu sein; was die GGW Group bislang aufgebaut hat, ist eine hervorragende Basis, um unsere gemeinsamen anspruchsvollen Ziele mit der Unterstützung unserer gesamten Organisation zu erreichen.“

Der international tätige Private-Equity-Investor ist unterdessen auch am deutschen Immobilienspezialisten Engel & Völkers beteiligt. (as)

Bild: © Andrii Yalanskyi – stock.adobe.com

 

Tierversicherung: Uelzener mit neuem Assekuradeur

Mit „Cleos Welt“ startet eine digitale Plattform am Tierversicherungsmarkt. Betrieben wird sie von Cleo & You, eine neue Tochter der Uelzener. „Cleos Welt“ ist ein Assekuradeur mit einem Digital-First-Ansatz und dem Fokus auf Hunde- und Katzenbesitzern zwischen 18 und 45 Jahren. Geschäftsführer ist Ingolf Putzbach.

Unter der Marke „Cleos Welt“ präsentiert die Cleo & You GmbH eine Online-Plattform für den Versicherungsschutz von Haustieren. Die Cleo & You GmbH wurde 2023 als Tochter der Uelzener Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft a.G und unter Beteiligung der You Are We Beteiligungsgesellschaft GmbH in Hamburg gegründet. Cleo ist ein Assekuradeur, der einen Digital-First-Ansatz verfolgt. Ausgerichtet ist das Angebot speziell auf die Bedürfnisse von Hunde- und Katzenbesitzern zwischen 18 und 45 Jahren.

Drei Produkte zum Start

Ab Januar 2024 wird das Hamburger Versicherungs-Start-up zunächst eine Hundehalterhaftpflicht, eine Tierkrankenversicherung und einen Tier-OP-Schutz für Hunde und Katzen anbieten. Es soll jeweils drei Produktlinien geben: Basis, Standard und einen Rundumschutz. Als Risikoträger fungiert die Uelzener. Geschäftsführer der Cleo & You GmbH ist Ingolf Putzbach.

White-Label-Fähigkeit der Plattform

Neben der Abschlussmöglichkeit über die Website cleos.de ist laut Uelzener die Integration bei führenden Aggregatoren und Marktvergleichstools geplant. Somit sollen Kunden die Möglichkeit erhalten, die Preise der Produkte direkt mit denen der Wettbewerber zu vergleichen und sich so von dem Preis-Leistungs-Verhältnis von Cleo zu überzeugen. Die White-Label-Fähigkeit der digitalen Antragsplattform soll den Ausbau weiterer digitaler Vertriebskanäle ermöglichen sowie neue Kooperationen, um die Reichweite zu erhöhen und den Kundenstamm aufzubauen.

Partnerschaft mit „Deine Tierwelt“

Neben Kooperationen mit verschiedenen Vertriebspartnern wie Tierarztpraxen, Tierportalen und Züchtern ist Cleos Welt Partner von der Tiervermittlungsplattform „Deine Tierwelt“ (DTW). Mit dem Produkt „DTW Protect“ bietet Cleos Welt exklusive Versicherungsleistungen, die als White-Label-Lösung speziell für Nutzer der Community-App von „Deine Tierwelt“ entwickelt wurden. Gemeinsam wollen Cleos Welt und Deine Tierwelt ein Bewusstsein für die wesentliche Rolle von Haustieren und ihrer Gesundheit fördern. Denn „Tiere sind mehr als nur Begleiter, sie sind Teil unserer Familie“, erklärt Ingolf Putzbach, Geschäftsführer der Cleo & You GmbH. (tk)

Bild: © ArgitopIA – stock.adobe.com

 

creditweb legt Schwerpunkt auf B2B-Segment

Der Anbieter von Immobilienkrediten creditweb, Teil der Bilthouse-Gruppe, führt mit einem Marken-Relaunch auch eine neue Strategie ein. Mit der Initiative „Baufi-Alliance“ für Vertriebspartner setzt das Unternehmen seinen Fokus künftig verstärkt auf das B2B-Bereich.

Neuerungen meldet der Anbieter von Immobilienkrediten creditweb: Zum 01.12.2023 hat das Unternehmen einen Marken-Relaunch vollzogen und setzt im Zuge dessen auch auf eine neue B2B-Strategie: „creditweb Baufi-Alliance“. Nach fast 30 Jahren starker Präsenz im B2C-Markt richtet creditweb seinen Schwerpunkt nun verstärkt auf den B2B-Bereich. 

„Wer die Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit verstehen“, sagt Patrick Luchetta, Geschäftsführer seit Mitte 2019. „Die Baufi-Alliance ist das Ergebnis einer gründlichen Analyse unserer eigenen Geschichte und der aktuellen Marktlage. Sie spiegelt unsere Vision wider, eine Community von Vertriebspartnern zu schaffen, die durch Transparenz, Innovation und Zusammenarbeit gekennzeichnet ist.“

Full-Service für Vertriebspartner

Mit der Baufi-Alliance will creditweb seinen Partnern einen transparenten Full-Service und schnelles Onboarding bieten. Mitglieder der Baufi-Alliance würden zudem von dem starken Marktwert, den Topkonditionen für Baufinanzierungen sowie den TrustFacts von creditweb profitieren, wie das Unternehmen betont. Als Teil der Bilthouse-Gruppe bietet creditweb umfassende digitale Services. So sollen Partner der Baufi-Alliance Single Leads beziehen und zu vergünstigten Konditionen auf die Baufi-CRM FinLink zugreifen können. Die Baufi-Alliance versteht sich als Partnerschaft, die auf die Förderung der Zusammenarbeit, den Austausch von Wissen und die gegenseitige Unterstützung für Wachstum in der Baufinanzierungsbranche ausgerichtet ist, wie es in der Unternehmensmitteilung weiter heißt. (tk)

Bild: © Sikov – stock.adobe.com