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So haben sich offene Immobilienfonds seit 2014 verändert
24. Mai 2019

So haben sich offene Immobilienfonds seit 2014 verändert

Die Ratingagentur Scope hat in die Portfolios von offenen Immobilienfonds geblickt. Der Analyse zufolge nimmt die durchschnittliche Größe der Immobilien seit fünf Jahren konstant zu. Gleiches gilt für das Alter der Fondsobjekte.


Die Ratingagentur Scope hat in die Portfolios von offenen Immobilienfonds geblickt. Der Analyse zufolge nimmt die durchschnittliche Größe der Immobilien seit fünf Jahren konstant zu. Gleiches gilt für das Alter der Fondsobjekte.


So haben sich offene Immobilienfonds seit 2014 verändert

Scope hat die Objektgrößen- und Altersstruktur von 15 offenen Immobilienpublikumsfonds untersucht, deren Portfolios überwiegend aus Gewerbeimmobilien bestehen und die zusammen Immobilien im Wert von mehr als 82 Mrd. Euro verwalten. Die durchschnittliche Größe der Immobilien in den Portfolios der offenen Immobilienfonds nimmt seit fünf Jahren konstant zu. Ende 2018 betrug sie 101 Mio. Euro. 2014 waren es nur 79 Mio. Euro. Das bedeutet ein Plus von 28%.

Größere Immobilien gefragt

Vor allem der Anteil von Objekten in der Größenordnung 200 bis 500 Mio. Euro ist spürbar gestiegen. 2014 standen sie für ein Viertel der Portfolios, fünf Jahre später für fast ein Drittel. Der Anteil der Objekte mit mehr als 500 Mio. Euro Verkehrswert hat sich auf einem niedrigeren Niveau im gleichen Zeitraum sogar mehr als verdoppelt. Statt 4% sind es nun 9%. Die höchsten Anteile von Immobilien mit einem Verkehrswert von mehr als 200 Mio. Euro haben: UniImmo: Europa (60%), hausInvest (50%), UniImmo: Deutschland (47%) und Deka-ImmobilienEuropa (43%).

Portfoliobereinigungen

„Ein wesentlicher Grund für das Anwachsen der durchschnittlichen Gebäudegröße sind Portfoliobereinigungen, die von Fondsmanagern in den vergangenen Jahren vorangetrieben wurden“, sagt Frank Netscher, Analyst der Ratingagentur Scope. Dabei wurden vor allem kleinere Objekte veräußert und größere erworben. So betrug die Größe bzw. der Wert neu angekaufter Objekte 2014 im Durchschnitt 84 Mio. Euro. In den darauffolgenden vier Jahren lag sie jeweils über 120 Mio. Euro.

Gestiegenes Durchschnittsalter

Das durchschnittliche Alter der Fondsobjekte ist seit 2014 von 12 auf 14 Jahre gestiegen. Vor allem der Anteil der Objekte mit einem Alter zwischen 15 und 20 Jahren hat signifikant von 11% auf 22% zugenommen. Im Gegenzug hat sich der Anteil der Fondsobjekte, die jünger als zehn Jahre sind, von 45% auf 28% verringert. „Da aktuell zahlreiche Fonds in Projektentwicklungen und die Revitalisierung von Objekten investieren, erwarten wir in den kommenden Jahren einen verlangsamten Anstieg der durchschnittlichen Altersstruktur“, prognostiziert Sonja Knorr, Leiterin Alternative Investments bei Scope. (mh)

Bild: © svetazi – stock.adobe.com




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