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Deutsche haben kein nennenswertes Nettovermögen
12. Juli 2019

Deutsche haben kein nennenswertes Nettovermögen

Trotz guten Einkommens und hoher Sparquote kommen die Deutschen beim Vermögensaufbau auf keinen grünen Zweig. Das Nettovermögen ist niedriger als in vielen anderen Ländern. Die Investment-Boutique MAINFIRST kommt deshalb zu dem Schluss: Die Deutschen sparen falsch.


Trotz guten Einkommens und hoher Sparquote kommen die Deutschen beim Vermögensaufbau auf keinen grünen Zweig. Das Nettovermögen ist niedriger als in vielen anderen Ländern. Die Investment-Boutique MAINFIRST kommt deshalb zu dem Schluss: Die Deutschen sparen falsch.


Deutsche haben kein nennenswertes Nettovermögen

Die Deutschen sind bekanntermaßen risikoscheu. Im europäischen Vergleich verdienen sie zwar gut und haben eine hohe Sparquote, doch ein nennenswertes Nettovermögen hat der durchschnittliche deutsche Haushalt nicht aufgebaut. Zu diesem Ergebnis kommt Patrick Vogel, einer der Fondsmanager des MainFirst Absolute Return Multi Asset, der die Kennzahlen mit den europäischen Nachbarn vergleicht.

Deutsche liegen hinter Griechen, Franzosen, Italiener und Spanier

Demnach betrug das Medianeinkommen der Haushalte in Deutschland zuletzt (2016) laut Europäischer Zentralbank 35.500 Euro, 50% der Haushalte verdienen mehr und 50% weniger als diesen Betrag. Damit nehmen die Deutschen deutlich mehr ein als Franzosen (30.500 Euro), Italiener (25.000 Euro), Spanier (24.000 Euro) und Griechen (17.600 Euro).

Mit 17% ist auch die Sparquote der Deutschen höher als die der meisten anderen Europäer. Beim Medianvermögen sieht es aber anders aus: Bei den Deutschen beträgt es 60.800 Euro, Griechen haben rund 4.000 Euro mehr angehäuft (65.100 Euro), in Frankreich (113.300 Euro), Italien (146.200 Euro) und Spanien (159.600 Euro) liegt das mittlere Vermögen der Haushalte zum Teil mehr als doppelt so hoch.

Eine Frage der Anlegerkultur

Die Deutschen hinken im Vergleich also hinterher. Vogel resümiert deshalb, dass die Deutschen falsch gespart haben. Die Deutschen seien zu wenig risikobereit. Noch immer würden die Deutschen ihr Geld auf das Sparbuch legen anstatt in reale Vermögensgegenstände zu investieren. Besonders Aktien und Immobilien sollten die Deutschen mehr ins Auge fassen, so der Fondsmanager.

„Wir brauchen eine Kehrtwende in der Anlegerkultur. Zielführend wären reale Vermögensgegenstände als wichtigste Bestandteile bei der Geldanlage“, befindet der Investmentexperte. Er empfiehlt Anlegern, sich mit globalen Aktien wachstumsstarker Firmen zu beschäftigen. Vielversprechende Wachstumstitel seien etwa in Nordamerika und Asien zu finden, teils auch in Europa und Deutschland. Zusätzlich sollten sich Sparer mit Immobilien für das Alter absichern und auch Anleihen mit einer Verzinsung über der Inflationsrate ins Portfolio aufnehmen. (bh)

Bild: © Wellnhofer Designs – stock.adobe.com




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