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Immobilienverrentungen etablieren sich allmählich in Deutschland
26. November 2019

Immobilienverrentungen etablieren sich allmählich in Deutschland

Die Gesellschaft für Immobilienverrentung (DEGIV) rechnet 2020 erneut mit einer wachsenden Nachfrage nach Immobilienverrentungen. Obwohl jeder zweite deutsche Senior in den eigenen vier Wänden lebt, fehle es oft an Liquidität im Alter. Auch der anhaltende Immobilienboom dürfte die Nachfrage antreiben.


Die Gesellschaft für Immobilienverrentung (DEGIV) rechnet 2020 erneut mit einer wachsenden Nachfrage nach Immobilienverrentungen. Obwohl jeder zweite deutsche Senior in den eigenen vier Wänden lebt, fehle es oft an Liquidität im Alter. Auch der anhaltende Immobilienboom dürfte die Nachfrage antreiben.


Immobilienverrentungen etablieren sich allmählich in Deutschland

In anderen europäischen Ländern wie zum Beispiel in Großbritannien und Frankreich wird das Modell der Immobilienverrentung schon lange praktiziert. In Deutschland hält der Ansatz seit etwa fünf Jahren vermehrt Einzug als Alternative zum herkömmlichen Verkauf einer Immobilie im Alter. Gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung sowie den Immobilienboom der vergangenen zehn Jahre rechnet DEGIV im kommenden Jahr mit einer weiter steigenden Nachfrage nach Immobilienverkäufen mit Nießbrauch und Wohnrecht.

Starker Nachfragetreiber

„Der Abschlag beim Verkaufserlös, den eine Immobilienverrentung mit sich bringt, wird durch die extrem gestiegenen Immobilienpreise mehr als kompensiert. Wir sehen daher im aktuellen Preisniveau einen starken Nachfragetreiber – neben der Überalterung der Gesellschaft“, erklärt Mesut Yikilmaz, Geschäftsführer der TÜV-zertifizierten DEGIV aus München. Momentan gehört in Deutschland mehr als jede vierte Person zur Generation 60 plus. 2050 wird mehr als jede dritte Person älter als 60 Jahre sein.

Mangelnde Liquidität im Alter

Viele deutsche Senioren besitzen zwar eine lastenfreie Immobilie, aber oft nicht genügend Liquidität für das tägliche Leben. Das bestätigt eine 2019 in Auftrag gegebene Erhebung in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Consumerfieldwork GmbH. Demnach bezeichnet mehr als jeder 10% über 60-Jährige seine finanzielle Situation trotz Immobilienbesitz als angespannt. Jeder dritte Rentner gibt zudem an, dass hin und wieder Geld fehlt und genau kalkulieren werden müsste. Mit einer Immobilienverrentung können Senioren mit Wunsch nach mehr finanzieller Freiheit ihre Wohnung oder ihr Haus nach dem Verkauf weiter nutzen, da sie sich nur als Eigentümer vom Objekt trennen. (mh)

Bild: © Andy Dean – stock.adobe.com




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