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Capital Group legt weltweit anlegendes Anleiheportfolio auf

Die Capital Group hat den Global Total Return Bond Fund vorgestellt. Bei dem neuen Investment handelt es sich um ein global anlegendes Anleiheportfolio, das die Herausforderungen infolge niedriger Zinsen und eines schwachen Weltwirtschaftswachstums meistern soll.

Mit dem Global Total Return Bond Fund (GTRB) hat die Capital Group einen neuen Fonds für europäische Investoren aufgelegt. Ziel des Luxemburger UCITS-Fonds ist ein möglichst hoher langfristiger Gesamtertrag. Der Fonds investiert weltweit vornehmlich in Investment-Grade- und High-Yield-Anleihen, die von Regierungen, Supranationals und Unternehmen emittiert wurden, sowie in andere festverzinsliche Wertpapiere. Möglich sind auch Anlagen in Finanzderivate, die Volatilitäts- und Liquiditätsrisiken bergen können.

Zugang zu internationalen Festzinspapieren

Zurzeit stehen Investoren laut der Capital Group vor einigen Herausforderungen, etwa den anhaltend niedrigen Zinsen und der Aussicht auf ein schwaches Weltwirtschaftswachstum. Die GTRB-Strategie ist auf diese Herausforderungen ausgerichtet. Das Portfolio bietet Investoren Zugang zu internationalen Festzinspapieren mit einem attraktiven Gesamtertrag ohne zusätzliche Volatilität.

Teamansatz im Portfoliomanagement

Im Einklang mit dem Investmentansatz von Capital Group wird die Strategie von mehreren Portfoliomanagern gemeinsam gesteuert. Beim GTRB sind drei Portfoliomanager für globale Anleihen sowie ein Experte für High-Yield-Anleihen verantwortlich. Das Ergebnis ist ein diversifiziertes Portfolio aus globalen Festzinspapieren. Die Capital Group verwaltet 397 Mrd. Dollar in Festzinspapieren und hat nach eigenen Angaben 185 Experten für Anleihen angestellt. (mh)

Bild: © Coloures-Pic – stock.adobe.com

 

GSAM startet Fonds für innovative Unternehmen im Gesundheitswesen

Goldman Sachs Asset Management (GSAM) hat den GS Global Future Health Care Equity Portfolio aufgelegt. Der Aktienfonds investiert in Unternehmen, die eine Vorreiterrolle bei Innovationen im Gesundheitswesen einnehmen und konzentriert sich dabei auf vier Schlüsselbereiche.

GSAM hat mit dem Goldman Sachs Global Future Health Care Equity Portfolio einen neuen Aktienfonds vorgestellt. Er zielt auf langfristig überdurchschnittliche Renditen durch Investments in global agierende Unternehmen ab, die bei der rasanten Innovation im Gesundheitswesen eine Vorreiterrolle spielen.

Innovationen im Gesundheitswesen aufspüren

Das Portfolio wird vom 80-köpfigen Fundamental-Equity-Team von GSAM verwaltet. Die Zusammenstellung des Fondsportfolios basiert auf einem Bottom-up-Investmentansatz. Mit dessen Hilfe sollen Unternehmen identifiziert werden, die an den Innovationen im Gesundheitswesen teilhaben. Der Fonds richtet sich an institutionelle wie auch an private Anleger und ist in mehreren europäischen Ländern zum Verkauf registriert.

Fokus auf vier Schlüsselbereiche

Diese Strategie fokussiert sich auf vier Schlüsselbereiche: Genomik, Präzisionsmedizin, minimalinvasive Verfahren und Digitalisierung. Jeder dieser Fokusbereiche hat laut GSAM das Potenzial, die Ergebnisse der Gesundheitsfürsorge auf vielfältige Weise deutlich zu verbessern und die Kosten in der gesamten Wertschöpfungskette der Gesundheitsfürsorge zu senken. Zudem werde jeder der Investmentschwerpunkte durch einen bedeutenden Wandel in der weltweiten Gesundheitsversorgung untermauert. (mh)

Bild: © tonefotografia – stock.adobe.com

 

Börse: „Es gibt genügend Themen, die gerade dem Berater auf den Nägeln brennen“

2020 ist ein äußerst turbulentes Börsenjahr – und eine Bewährungsprobe für Fondsmanager, Vermögensverwalter und Finanzberater. Entsprechend groß ist der Informationsbedarf. Austausch und hochwertige Informationen sind daher wichtiger denn je – und mit dem richtigen Konzept auch auf digitalem Wege möglich. Interview mit Klaus-Dieter Erdmann, Geschäftsführer der funds excellence GmbH.

Herr Erdmann, 2020 ist zwar noch nicht zu Ende. Dennoch kann man bereits jetzt festhalten, dass es ein äußerst turbulentes Börsenjahr ist. War es vielleicht sogar das herausforderndste Anlagejahr der letzten Jahrzehnte?

Das kommt darauf an, aus welcher Perspektive man es sieht. Die Finanzkrise vor gut einem Jahrzehnt war vermutlich noch herausfordernder. Für die Anleger, die in den letzten Jahren in die Märkte und insbesondere in die Aktienmärkte investiert haben, lag die große Herausforderung diesmal darin, im März die Nerven zu behalten, als die Märkte infolge der Corona-Krise weltweit im Sinkflug waren. Ruhe wurde belohnt, weil sich die Kurse schnell erholt haben und zum Teil sogar wieder über dem Niveau zum Jahresanfang liegen. Wenn man andererseits die Nachrichten verfolgt, sieht man, dass die Krise durchaus massive wirtschaftliche Folgen hat und noch haben wird – auch wenn wir es im Detail noch nicht abschätzen können. Ich glaube daher, dass auch der Rest des Jahres noch eine Herausforderung wird: Vermutlich werden sogar noch einige herausfordernde Jahre vor uns liegen.

Welche Rolle spielt dabei das anhaltende Zinsdilemma?

Wir haben vor Jahren über Niedrigzinsen gesprochen. Jetzt haben wir Nullzinsen bzw. sogar Negativzinsen auf Sparguthaben. Hatte man das vor Corona vielleicht noch für ein vorübergehendes Phänomen gehalten, ist aus dem Niedrigzins für länger heute ein Niedrigzins für immer geworden. Renditen können nur noch erzielt werden, wenn man bereit ist, ins Risiko zu gehen.

Was bedeutet das konkret für Anleger?

Risiko bedeutet, Schwankungen auszuhalten und nicht die Nerven zu verlieren, wenn es nach unten geht. Insofern ist dieses Jahr vielleicht auch ein gutes für Anleger. Es hat gezeigt, dass es sich lohnt, die Nerven zu behalten. Und wir haben gespürt, dass die meisten Kunden tatsächlich die Nerven behalten haben. Schließlich wird es auch eine Zeit nach Corona geben. Das vorhin erwähnte Zinsdilemma stellt die Anleger wie auch professionelle Investoren, allen voran die Versicherer, vor große Herausforderungen. Wir erhalten zahlreiche Fragen – von Sparern wie auch von Versicherungsnehmern – dazu, was sie mit ihrem Ersparten tun sollen und wie man in diesen Zeiten noch sinnvoll fürs Alter vorsorgen kann.

Wie kann man denn noch sinnvoll fürs Alter vorsorgen?

Wenn ich daran glaube, dass die Welt nicht untergeht – und bisher ist die Welt aus Krisen fast immer sogar gestärkt hervorgegangen –, geht es darum, an dem erwarteten Wachstum teilzuhaben. Das kann ich nur, wenn ich mich am Produktivkapital beteilige, zum Beispiel in Form von Aktien oder anderen Sachwerten, die nicht unendlich vorhanden sind.

Gerade ein turbulentes Jahr wie 2020 ist in der Theorie ein Jahr der aktiven Fondsmanager und der professionellen Vermögensverwalter ...

Das ist richtig. In der Phase, in der das Risiko kommt, geht es darum, das Risiko zu begrenzen, Absicherungen ins Portfolio zu holen und anschließend wieder dabei zu sein, wenn es wieder nach oben geht. Das ist die Kunst und die Aufgabe von Vermögensverwaltung.

Wie gut ist das in der Praxis gelungen?

Wenn man sich den Schnitt ansieht, ist es in der Summe gelungen. Allerdings ist der Durchschnitt wenig aussagekräftig. 2020 hat erneut gezeigt, dass es große Unterschiede gibt. Es gibt Fondsmanager, die auch schon in den Vorjahren bewiesen haben, dass sie ihr Handwerk verstehen und auch die Krise in diesem Jahr wieder gut gemeistert haben. Einige Robo-Advisor, die nur mit Algorithmen arbeiten, sind zum Teil noch zweistellig im Minus. Gute aktive Manager haben es hingegen geschafft, das Risiko um die Hälfte zu begrenzen und bereits zum Ende des Halbjahres wieder deutlich positive Ergebnisse zu erzielen. Das zeigt, dass sich gutes aktives Management nach wie vor auszahlt.

Wie findet man diese guten Manager?

Zum Beispiel mithilfe eines professionellen Beraters, der den Markt für den Kunden unter die Lupe nimmt. Wichtig ist bei der Analyse eine langfristige Sicht. Wir beobachten nicht nur das einzelne Jahr, sondern immer mehrere Jahre, und da kristallisieren sich einige Fondsmanager heraus, die ihren Job regelmäßig gut machen. Da ist zum Beispiel TBF von Peter Dreide zu nennen, aber auch Dr. Jens Erhardt und sein Team sowie Hendrik Leber mit ACATIS. Diese Namen gehören zu Recht seit Jahren zu den renommierten Vermögensverwaltern. Sie haben es auch längerfristig geschafft, das Geld gut im Sinne der Anleger zu verwalten.

Gibt es neben den Gesellschaften auch allgemeine Trends, die Berater im Blick haben sollten und die in diesem Jahr an Bedeutung gewonnen haben?

Ja. Auch wenn es bereits länger im Blickfeld ist, so hat das Thema Nachhaltigkeit dieses Jahr nach meiner Einschätzung noch mehr an Bedeutung gewonnen. Doch auch bei der Beratung hat sich etwas getan. Die Digitalisierung der Fondsvermittlung hat einen Schub bekommen. Wir haben jetzt alle gelernt, wie Videokonferenzen funktionieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktioniert das mittlerweile. Der ein oder andere Kundenbesuch kann gerade bei größeren Entfernungen zukünftig auch in der virtuellen Welt stattfinden. Unter Umwelt- und Effizienzgedanken ist das sogar durchaus sinnvoll. Inwieweit sich das mittel- bis langfristig negativ auf die Kundenverbindung auswirkt, muss man aber abwarten, denn der persönliche Kontakt ist schon noch mal etwas anderes, wenn der Kunde tatsächlich vor einem sitzt.

Auch die DKM findet in diesem Jahr digital anstatt in den Westfalenhallen in Dortmund statt. Sie selbst gestalten am 27.10.2020 mit funds excellence den Kongress Investment der DKM digital.persönlich. Warum?

Als langjähriger Partner der DKM halten wir es für selbstverständlich, dass wir auch in diesem Jahr dabei sind. Wir freuen uns, die Erfahrung mitmachen zu dürfen. Durch die verschiedenen Kursentwicklungen gibt es zudem gerade im Investmentbereich einen großen Bedarf an Austausch und Information. Das ermöglicht die DKM in diesem Jahr in digitaler Form. Die hochwertige Information und der fachliche Austausch werden auch im digitalen Raum stattfinden können. Es gibt genügend Themen, die gerade dem Berater auf den Nägeln brennen. Wie gehe ich zum Beispiel mit dem Thema Nachhaltigkeit um? Welche Regulierungsthemen kommen noch auf uns zu? Zu diesen und vielen weiteren Fragen liefert der Kongress Investment der DKM digital.persönlich am 27.10.2020 die Antworten.

Ist das tatsächlich auch auf digitalem Wege möglich?

Ja. Es verlangt natürlich mehr Selbstdisziplin. Aber mit den richtigen Themen und Formaten kann man die Teilnehmer auch am Bildschirm fesseln, sodass sie ihre Aufmerksamkeit gerne schenken. Dann kann Netzwerken und Informieren auch auf digitalem Wege gut funktionieren. Und ich bin überzeugt, dass die DKM digital.persönlich hierfür die professionellen und passenden Mittel, Funktionen und Teilnehmer bieten wird.

Mehr Informationen zum Kongress Investment bei der DKM 2020 gibt es hier.

Bild: © Vlad Chorniy – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Klaus-Dieter Erdmann

Carmignac lanciert erstmals einen Laufzeitfonds

Die französische Fondsboutique Carmignac hat ihren ersten Fonds mit fester Laufzeit aufgelegt. Der Carmignac Crédit 2025 soll mit Investments in Anleihen in einem Zeitraum von fünf Jahren eine annualisierte Perfomance von 1,9 bis 2,3% erzielen.

Carmignac betritt ein neues Produktfeld. Mit dem Carmignac Crédit 2025 hat die französische Gesellschaft erstmals einen Laufzeitfonds im Portfolio. Der Fonds soll auf Basis eines überzeugungsbasierten Anlageprozesses ein breit gefächertes Portfolio aus Schuldtiteln aufbauen. Die Laufzeit startet am 30.10.2020 und soll am 31.10.2025 enden.

Anlageuniversum und Anlageziel

Der Carmignac Crédit 2025 verfolgt eine Carry-Strategie. Durch das Kaufen und Halten von Anleihen privater und öffentlicher Emittenten soll er während der fünfjährigen Laufzeit je nach Anteilsklasse eine durchschnittliche jährliche Performance von 1,9 bzw. 2,3% nach Abzug von Verwaltungskosten erzielen.

Rigorose Emittentenauswahl

Für das Management des Fonds sind Pierre Verlé, Head of Credit, und die beiden Fixed Income Manager Alexandre Deneuville und Florian Viros zuständig. Sie setzen bei der Zusammenstellung des Fondsportfolios laut Carmignac auf eine rigorose Emittentenauswahl aus einem globalen Anlageuniversum und ein diszipliniertes Risikomanagement. (mh)

Bild: © ankabala – stock.adobe.com

 

Quant IP öffnet Patentfonds für Privatanleger

Aktien patentstarker Unternehmen sind der Kern des Quant IP Global Innovation Leaders Fund. Der Aktienfonds setzt auf die innovativsten Unternehmen der Welt. Quant IP hat die Strategie nun auch für Privatanleger geöffnet.

Die Münchner Investmentboutique Quant IP hat für ihren Aktienfonds Quant IP Global Innovation Leaders Fund eine neue Tranche für Privatanleger gestartet. Mit ihm sollen Anleger die Möglichkeit erhalten, in den Fonds bereits mit kleinen Summen zu investieren oder einen Sparplan abzuschließen. Bisher sind im Fonds hauptsächlich unabhängige Vermögensverwalter investiert.

Kunden mit Sparplänen erreichen

„Wir wollen Selbstentscheidern die Möglichkeit geben, in unsere erfolgreiche Strategie zu investieren und ein Angebot schaffen, mit dem Berater auch Kunden mit Sparplänen erreichen“, meint Lucas von Reuss, Gründer und Geschäftsführer von Quant IP. Die neue Tranche kommt 15 Monate nach dem Start des Quant IP Global Innovation Leaders Fund. Der globale Aktienfonds hat in diesem Zeitraum eine Wertentwicklung von knapp 12% erzielt und damit den Vergleichsindex MSCI World um rund 6% Prozentpunkte übertroffen. Zudem fielen die Schwankungen laut Quant IP vergleichsweise niedrig aus.

Innovativste Unternehmen der Welt finden

Der Quant IP Global Innovation Leaders Fund setzt auf die innovativsten Unternehmen der Welt. Identifiziert werden diese bei Quant IP anhand von Patentdaten, die quantitativausgewertet werden. Die Aktienauswahl und Portfoliokonstruktion erfolgt regelbasiert auf Basis des Quant IP Innovation Score, der mehrere Indikatoren für Innovationswachstum, -qualität und -effizienz zusammenfasst. Schwerpunkte bilden die Sektoren IT und Gesundheit. (mh)

Bild: © duncanandison – stock.adobe.com

 

BVI schlägt neues europäisches Fondsvehikel vor

Der deutsche Fondsverband BVI hat der EU-Kommission die Einführung eines neuen Fondstyps vorgeschlagen. Er soll helfen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern und die EU-Klimaziele zu sichern.

Der deutsche Fondsverband BVI hat der EU-Kommission die Einführung eines neuen Fondstyps vorgeschlagen, der helfen soll, einerseits die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern und andererseits die EU-Klimaziele zu sichern. Der an den OGAW-Rechtsmantel angelehnte „European Impact Fund“ (EIF) soll in ökologische und soziale Langfristprojekte investieren. Bislang werden diese Projekte allein aus dem EU-Haushalt finanziert. EIFs könnten dem BVI zufolge mittleren und kleinen Unternehmen in der EU dringend benötigtes Kapital zur Verfügung stellen, zumal die Kapitalmarktunion noch auf sich warten lässt.

So sollen die Fonds anlegen

Mindestens 50% des Kapitals von EIFs soll in „European Impact Bonds“ angelegt werden. Dahinter verbergen sich Anleihen, die die EU im Rahmen ihrer Regionalpolitik zur Finanzierung grüner und sozialer EU-Projekte begibt. Mindestens 20% des Kapitals soll in Wertpapiere kleiner und mittlerer Unternehmen in der EU investiert werden, bis zu 10% in geschlossene Fonds wie Private-Equity-Fonds. In welche Projekte, Aktien und Anleihen die Fondsgesellschaften über die neuen EIFs investieren, bleibt ihnen überlassen. Wichtig ist dem BVI zufolge, dass EIFs ausschließlich in Aktien und Anleihen von Unternehmen in der EU investieren. Der Finanzsektor sei dabei ausdrücklich ausgeschlossen.

Zusätzliches Kapital für Investitionen in Europa

„Viele EU-Länder werden in den nächsten Jahren Mühe haben, ihre Wirtschaft wiederzubeleben und sie gleichzeitig nachhaltiger zu gestalten“, sagt BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter. „Über das neue Vehikel könnten zusätzliche Milliarden aus der Privatwirtschaft für Investitionen innerhalb der EU mobilisiert werden. Die Nachfrage von Anlegern nach geeigneten ESG-Investitionen ist hoch, und das private Kapital aus EIFs könnte der Wirtschaft schneller zur Verfügung stehen als die Mittel aus öffentlichen EU-Fördertöpfen.“ (mh)

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Aviva legt globalen Klimawandelfonds auf

Der Klimawandel ist mittlerweile auch an der Börse angekommen. Anleger achten zunehmend auf die Umweltfolgen ihrer Investments. Aviva Investors kommt dieser Entwicklung nun mit einem neuen Aktienfonds entgegen.

Aviva Investors erweitert die Fondspalette um den Aviva Investors Climate Transition Global Equity Fund. Mithilfe eines konzentrierten Portfolios investiert er in globale Unternehmen, die einen Großteil ihrer Umsätze aus Produkten und Dienstleistungen erzielen, die sich mit der Eindämmung des Klimawandels und der Anpassung an den Klimawandel befassen. Darüber hinaus zielt der Fonds auf Investitionen in Unternehmen ab, die ihre Geschäftsmodelle auf eine wärmere, kohlenstoffarme Welt ausrichten.

Kohlebergbau & Co. ausgeschlossen

Der Aviva Investors Climate Transition Global Equity Fund investiert nicht in Aktien, die in den Kohlebergbau, unkonventionelle fossile Brennstoffe, arktische Öl- und Gasproduktion oder thermische Energiegewinnung durch Kohle engagiert sind. Der Anteil an Aktien, die Öl, Gas oder gasbefeuerte Stromerzeugung produzieren, ist eingeschränkt.

Globalen Aktienmarkt übertreffen

Auf der Renditeseite zielt der Aviva Investors Climate Transition Global Equity Fund darauf ab, den globalen Aktienmarkt zu übertreffen. Der Fonds wird von Jaime Ramos Martin zusammen mit dem Klimawandelspezialisten Rick Stathers verwaltet. Stathers hat dafür eine eigene, geschützte Verfahrensmethodik zur Definition des Klimainvestitionsrisikos entwickelt. (mh)

Bild: © Tryfonov – stock.adobe.com

 

Neuer Fonds und neue Vertriebskooperation bei ASI

Aberdeen Standard Investments (ASI) hat einen neuen Fonds aufgelegt. Er investiert weltweit in Unternehmen mit einer starken Innovationskultur. Darüber hinaus hat der schottische Vermögensverwalter eine Vertriebskooperation mit maxblue geschlossen.

ASI hat den neu aufgelegten Aberdeen Standard SICAV I – Global Innovation Equity Fund vorgestellt. Er engagiert sich über das gesamte Marktkapitalisierungsspektrum hinweg und ist nicht auf den Technologiesektor beschränkt. Der Anlageansatz sieht bewusst länder- und sektorübergreifende Engagements vor, um so Innovationen aufgreifen zu können, welche die Gesellschaft als Ganzes verändern und dadurch positive Erträge für die Anleger erwarten lassen.

Langfristiges Wachstum im Fokus

Der Fonds zielt auf langfristiges Wachstum ab. Zu diesem Zweck legt er mindestens zwei Drittel seines Vermögens in Unternehmen, deren Geschäftsmodelle den Fokus auf Innovationen jeglicher Art legen.. Durch Investitionen in diese Unternehmen visiert ASI an in den kommenden Jahrzehnten im Interesse der Anleger stets auf der Höhe des Fortschritts zu bleiben. Dabei strebt der Fonds eine Outperformance gegenüber seinem Referenzindex, dem MSCI AC World Index (USD), vor Abzug von Gebühren an.

Vertriebskooperation mit maxblue

Neben dem neuen Fonds hat ASI auch eine neue Vertriebskooperation vorgestellt. Der schottische Vermögensverwalter kooperiert seit Anfang Oktober mit maxblue, dem Online-Brokerage-Angebot der Deutschen Bank. ASI bietet den Kunden von maxblue künftig eine Auswahl seiner attraktivsten Fondslösungen an. Vom 01.10. bis 31.12.2020 können die maxblue-Kunden 54 aktiv gemanagte Investmentfonds von ASI ohne Ausgabeaufschlag kaufen. Zu den angebotenen Investmentfonds gehören unter anderem stark nachgefragte Anlageprodukte im Bereich der asiatischen und europäischen Aktien. (mh)

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Patriarch startet Vertriebskooperation mit HAC

Die Patriarch Multi-Manager GmbH und HAC VermögensManagement AG haben eine Vertriebskooperation gestartet. Im Fokus steht dabei der HAC Marathon Stiftungsfonds. Ziel ist insbesondere eine Vertriebsausweitung im B2B-Segment.

Die Fondsboutique Patriarch Multi-Manager GmbH und der hanseatische Assetmanager HAC VermögensManagement AG haben zum 01.10.2020 eine strategische Vertriebskooperation geschlossen. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht der Vertriebsausbau des Mischfonds HAC Marathon Stiftungsfonds. Der Fonds wird zum Jahresende fünf Jahre alt und ist mit fünf Sternen von Morningstar versehenen.

Netzwerk im Drittvertrieb aufbauen

HAC ist bisher vor allem im B2C-Endkundengeschäft erfolgreich. Im B2B-Retail-Drittvertrieb hat die Gesellschaft zwar vereinzelte Mandate, aber kein systematisches, umfassendes Netzwerk. „Die Patriarch Multi-Manager GmbH hat genau hier ihre Stärken. Mit ihr haben wir deshalb genau den richtigen Vertriebspartner gefunden, um unseren außergewöhnlichen Mischfondsansatz auch bei dieser Zielgruppe bekannter zu machen“, kommentiert HAC-Vorstand Michael Arpe den Hintergrund der Kooperation.

Attraktivität der Vertriebspalette erhöhen

Die Patriarch-Muttergesellschaft FinLab AG erhofft sich von der Kooperation eine erhöhte Attraktivität der Produktpalette. „Die Zusammenarbeit mit der HAC erhöht die Attraktivität der externen Vertriebspalette der Patriarch im besonders begehrten Mischfonds-Segment für die Patriarch-Partner elementar“, so FinLab-Vorstand Stefan Schütze. Nach den zu Jahresbeginn verkündeten Zusammenarbeit mit dem HDI und der Pyfore GmbH ist es die dritte neue Kooperation von Patriarch im Jahr 2020. (mh)

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Nach TV-Schlacht und Corona-Schock: Das bedeutet die US-Wahl für Anleger

Die US-Präsidentschaftswahlen gehen in die heiße Phase. Das erste TV-Duell sorgte für Entsetzen. Nun ist auch noch US-Präsident Donald Trump positiv auf Corona-Virus getestet worden. Die hitzige US-Wahl beschäftigt auch zahlreiche Anlageexperten. AssCompact zeigt, ob sie eher zur Vorsicht oder zur Gelassenheit raten.

Am 03.11.2020 wird der neue US-Präsident gewählt. Verteidigt Donald Trump doch noch sein Amt, oder kann Joe Biden den Vorsprung aus den Umfragen in einen Wahlsieg ummünzen? Diese Frage beschäftigt nicht nur die US-Bevölkerung und ausländische Politikbeobachter, sondern auch die Märkte. Das hitzige TV-Duell am Dienstag blieb an den Börsen noch weitestgehend ohne Folge. Dass Donald Trump nun positiv auf Corona getestet wurde, setzte die Kurse an den Aktienmärkten in einer ersten Reaktion allerdings deutlich unter Druck.

Positiver Corona-Test sorgt für vielfältige Unsicherheiten

Die Verunsicherung an den Börsen ist nachvollziehbar. Schließlich sind die Folgen der Corona-Infektion des US-Präsidenten völlig unklar. Wird Trump die Amtsgeschäfte weiter wahrnehmen können? Wie kann der Wahlkampf unter diesen Bedingungen fortgesetzt werden? Und drohen dem US-Präsidenten vielleicht sogar ernsthafte gesundheitliche Folgen? All das ist zunächst nicht absehbar. Und nichts mögen die Börsen weniger als Unsicherheit.

Anleger sollten cool bleiben

Die Experten der Sutor Bank raten Anlegern allerdings ganz allgemein nicht zu sehr auf Präsidentschaftswahlen zu schauen. Die Hamburger Bank hat analysiert wie sich die Performance des S&P 500 seit 1929 in Jahren demokratischer und in Jahren republikanischer Präsidentschaften entwickelt hat. Das Ergebnis: Anleger sollten „cool“ bleiben. Insgesamt 30 Jahren mit positiver Performance des S&P 500 unter republikanischen Präsidenten stehen 37 Jahre mit positiver Performance unter demokratischen Präsidenten gegenüber. Bei den Jahren im Minus sind es 14 Jahre auf republikanischer Seite und elf Jahre auf demokratischer Seite. Demnach mache es historisch keinen signifikanten Unterschied, ob ein republikanischer oder ein demokratischer US-Präsident regiert.

Begrenzter Einflüsse von Präsidenten und Parteien

Die Einflüsse von US-Präsidenten und ihren Parteien auf Börsenkurse und die Wirtschaft seien ohnehin sehr begrenzt. Zwar gelte der US-Präsident als Machtzentrum im politischen System der USA, doch gebe es mit dem Kongress ein klares Gegengewicht zu ihm. Insgesamt gebe es viele Einflüsse, die auf die Börse besonders stark durchschlagen, die weder mit dem Präsidenten noch mit einer bestimmten Partei zu tun. Anleger sollten daher mit Blick auf die US-Wahlen ruhig und entspannt bleiben. Die Auswirkungen auf die Börse im Nachgang der nächsten Präsidentschaftswahlen dürften kaum spürbar sein – ganz gleich, wie der nächste Präsident heißt und welcher Partei er angehört.

„Ein denkwürdiges Umfeld“

Auch das US-Investmenthauses American Century Investments (ACI) rät zur Gelassenheit. Die Präsidentschaftswahlen in den USA erhitzen zwar auch die Gemüter der Investoren. De facto steige die Volatilität aber nur vorübergehend, während die längerfristige Wertentwicklung der Märkte von den Wahlen kaum beeinflusst wird. „Die US-Präsidentschaftswahlen finden in einem denkwürdigen Umfeld statt. Unsere Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Wahlergebnisse die Ergebnisse auf den Finanzmärkten nicht über einen längeren Zeitraum beeinträchtigen. Es lohnt sich also nicht, Investments an den Wahlen auszurichten“, sagt Rich Weiss, CIO Multi Asset bei American Century Investments.

Ausstieg vor der Wahl lohnt sich nicht

Auch ACI untermauert die eigene These mit Zahlen. Die Experten haben die Marktentwicklung in allen Wahljahren seit 1932 analysiert. Wer sechs Monate vor der Wahl in den S&P 500 investiert hatte und bis sechs Monate nach der Wahl investiert blieb, erwirtschaftete demnach im Durchschnitt einen Wertzuwachs von rund 10%. Wer hingegen vor oder nach der Wahl aus dem Markt ausstieg, fuhr im Durchschnitt erheblich schlechter. Am schwächsten fiel der Wertzuwachs für Anleger aus, die von sechs Monaten vor der Wahl bis sechs Monate nach der Wahl in 1-monatige US Treasury Bills statt in den Aktienmarkt investiert hatten.

Wahl ist enger als es scheint

Die Experten von Amundi haben sich ebenfalls mit den möglichen Folgen der US-Wahl auf Wirtschaft und Märkte beschäftigt. Didier Borowski, Head of Global Views, Marco Perondini, Head of Equities, Christine Todd, Head of Fixed Income und Paresh Upadhyaya, Director Currency Strategy sehen das Rennen um die US-Präsidentschaft enger als es scheint. So liege der Vorsprung Bidens gerade in den Swing States gerade einmal innerhalb der Fehlergrenze. Genau dort werde aber die Wahl entschieden.

Das sind die Konsequenzen für die Anleger

Wegen des erneuten Doppeldefizits, rasant steigender Staatsschulden und der langfristigen (Fast-)Nullzinspolitik der US-Notenbank Fed erwartet Amundi mittelfristig einen schwachen Dollar. Sollten Trumps Siegchancen steigen, könne der US-Dollar kurzfristig aufwerten, da die Märkte in diesem Fall wachsende Handelsspannungen und geopolitische Unsicherheit befürchten müssten. In jedem Fall erwarten Didier Borowski und seine Kollegen unmittelbar vor den Wahlen eine steigende Volatilität. Das größte Risiko für die Märkte gehe allerdings kurzfristig von einem unklaren Wahlergebnis aus.

Corona-Test könnte die Unsicherheit verstärken

„Die heutige Nachricht, dass Präsident Trump und seine Frau Melania positiv auf Covid-19 getestet wurden, könnte die Unsicherheit noch verstärken”, bezieht Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management, als einer der ersten Stellung zum positiven Corona-Test Donald Trumps. Auch zur hitzigen TV-Debatte äußert sich Dowding. Diese sei in einer Farce geendet, in der sich Donald Trump und Joe Biden Vorwürfe an den Kopf warfen wie zwei alte, zornige Männer.

Wahlen dürften vieles überschatten

Insgesamt dürften Dowding zufolge die Wahlen in den USA dürften vieles von dem überschatten, was sich ansonsten in den kommenden Wochen abspielt. Normalerweise wäre zu erwarten, dass aufgrund der jeweiligen Steuerpolitik Aktien von einem Sieg Donald Trumps profitierten, während ein Erfolg der Demokraten eher zu Kursrückgängen führte. Hoffnungen auf höhere Fiskalausgaben unter einer Biden-Präsidentschaft könnten andererseits aber die Märkte unterstützen. Unabhängig davon teil Dowding die Ansicht, dass Bedenken, dass ein knapper Trump-Gewinn soziale Unruhen schürt, problematisch sein dürften. (mh)

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