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Mediolanum legt Fonds mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft auf

Der Vermögensverwalter Mediolanum hat einen nachhaltigen Dachfonds gemäß Artikel 9 SFDR aufgelegt. Der Fonds wird zunächst hauptsächlich von KBI Global Investors und Pictet Asset Management verwaltet und legt den Fokus auf das Thema Kreislaufwirtschaft.

Mediolanum International Funds Ltd. (Mediolanum), der europäische Asset-Manager der Mediolanum Banking Group, hat die Auflegung eines neuen Fonds bekanntgegeben, der sich der Kreislaufwirtschaft verschrieben hat. Der Circular Economy Opportunities Fund (ISIN: IE000ACFO6B6) ist Teil des Best-Brands-Dachangebots des Unternehmens.

Übergang zur Kreislaufwirtschaft

Das Ziel des Fonds ist ein langfristiges Kapitalwachstum. Er investiert in Unternehmen, die zum Übergang zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft beitragen, einem wirtschaftlichen System, das nach Intention und Design restaurativ und regenerativ ist.

Multi-Manager-Ansatz

Der Fonds investiert über einen aktiven Multi-Manager-Ansatz in ein diversifiziertes Portfolio aus globalen Aktienwerten. Zum Zeitpunkt der Auflegung werden KBI Global Investors und Pictet Asset Management die Hauptverwalter des Fonds sein, wobei zusätzliche Mittel in Zielfonds investiert werden.

Fokus auf SDGs

Die Kombination verschiedener, gering korrelierter, aber komplementärer Anlageansätze ermöglicht es Mediolanum, ein vielfältiges Portfolio mit einem starken Fokus auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) zusammenzustellen.

Artikel-9-Fonds

Der Fonds ist nach Ansicht des Emittenten gemäß der Offenlegungsverordnung (SFDR, Sustainable Finance Disclosure Regulation) als Artikel-9-Fonds einzustufen. Die folgenden SDGs sind laut Mediolanum bei der Auswahl der Fondstitel von besonderer Bedeutung:

  • SDG 5 – Gleichberechtigung der Geschlechter
  • SDG 6 – Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen
  • SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie
  • SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • SDG 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
  • SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion
  • SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz
Fondsmanagement

Der Fonds wird von David Whitehead, Equity Portfolio Manager im Multi-Manager-Team von Mediolanum, verwaltet und beaufsichtigt. Er ist dafür zuständig, dass das Produktergebnis die Erwartungen der Investoren erfüllt, einschließlich der positiven Auswirkungen auf die Verfolgung der relevanten SDGs.

Anlageprozess

Der Fonds stützt sich auf einen von Mediolanum entwickelten Anlageprozess, der speziell für die Verwaltung von Anlagelösungen für Privatkunden konzipiert wurde. Der Fonds ist Teil des Mediolanum Best-Brands-Angebots, eines in Dublin registrierten OGAW-konformen Dachfonds.

Kosten und Details

Der Fonds ist in Irland domiziliert. Die Dividendenerträge werden thesauriert. Der Ausgabeaufschlag beträgt bis zu 5,5% und die jährlichen Kosten belaufen sich auf 2,76%. Der Dachfonds ist sparplanfähig.

Über Mediolanum

Mediolanum International Funds Ltd. ist die irische Vermögensverwaltungsgesellschaft der Mediolanum Banking Group mit mehr als 51 Mrd. Euro Assets under Management (Stand: Dezember 2021) und über 60 verwalteten Fonds. (tku)

Bild: © Parradee – stock.adobe.com

 

Fondswirtschaft blickt auf ein Rekordjahr 2021 zurück

Die Fondsgesellschaften in Deutschland können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Der BVI meldet für 2021 Rekordzuflüsse von 256 Mrd. Euro und ein Gesamtvermögen von 4,3 Bio. Euro in Assets under Management. Offene Spezialfonds und offene Publikumsfonds treiben diese Entwicklung.

Auf seiner Jahrespressekonferenz hat der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) die Zahlen der Fondswirtschaft für das Absatzjahr 2021 vorgestellt. Das vergangene Jahr war demnach in mehrfacher Hinsicht ein Ausnahmejahr – sowohl bei den Assets under Management als auch beim Neugeschäft. Die Fondsgesellschaften verwalten demnach mittlerweile ein Vermögen von rund 4,3 Bio. Euro und können auf Neugeschäft in Höhe von 256 Mrd. Euro im vergangenen Jahr zurückblicken.

Inflationsrate und Negativzinsen treiben Entwicklung

Als Gründe für den Absatzrekord nennt der Präsident des BVI, Alexander Schindler, die Inflationsrate von über 3% im vergangenen Jahr sowie die Negativzinsen. Angesichts dieser Lage hätten viele Bürger 2021 die Wertpapieranlage für sich entdeckt. Es sei daher nicht verwunderlich, dass immer mehr Sparer auch in Publikumsfonds anlegten „Besonders stark ist die Zahl der Verträge mit Fondssparplänen gestiegen, wie einige Mitgliedsgesellschaften im vergangenen Jahr berichtet haben. Viele Sparer haben offenbar ihre chronische Distanz zur Wertpapieranlage verloren“, so Schindler.

Deutschland ist bedeutendster Fondsstandort

Die aktuellen Zahlen des BVI unterstreichen die große Bedeutung des deutschen Fondsmarkts auf europäischer Ebene. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) ist Deutschland mit einem Anteil von 27% der größte Fondsmarkt der EU.

Institutionelle Investoren

In Deutschland sind offene Spezialfonds mit einem Vermögen von fast 2,2 Bio. Euro die größte Fondsgruppe. Zusammen mit den Mandaten im Wert von 634 Mrd. Euro entfallen fast zwei Drittel des verwalteten Gesamtvermögens auf das rein institutionelle Geschäft mit beispielsweise Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungsgesellschaften.

Offene und geschlossene Publikumsfonds

Eine weitere Bestmarke konnte bei den offenen Publikumsfonds erzielt werden. Sie verwalten mittlerweile ein Rekordvermögen von knapp 1,5 Bio. Euro. Bemerkenswert ist auch das Wachstum bei den geschlossenen Fonds. Ihr Netto-Vermögen ist in den letzten drei Jahren von 14 auf 41 Mrd. Euro gestiegen. Sie machen weiterhin jedoch nur einen verschwindend geringen Anteil am Fondsgeschäft aus.

Privatanleger tragen Neugeschäft in Publikumsfonds

Bei näherer Betrachtung der Zahlen zum Neugeschäft fällt auf, dass von den insgesamt 256 Mrd. Euro allein 131 Mrd. Euro auf offene Spezialfonds entfallen. Offene Publikumsfonds hingegen kamen auf Neugeschäft von 118 Mrd. Euro, wobei diese Steigerung nach Angaben des BVI hauptsächlich von den Privatanlegern getragen wurde. In den letzten beiden Jahren entfielen demnach über 90% des Neugeschäfts von Publikumsfonds auf Privatanleger.

Nachhaltige Fonds

Und wie sieht es beim Thema Nachhaltigkeit aus? Publikumsfonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen erzielten 2021 Zuflüsse von 60 Mrd. Euro. Im Vorjahr waren es nur 21 Mrd. Euro. Die deutsche Fondsbranche verwaltet insgesamt 588 Mrd. Euro in Publikums- und Spezialfonds, die gemäß Artikel 8 oder 9 der EU-Offenlegungsverordnung als nachhaltig gelten. Damit stecken 16% des gesamten Fondsvermögens in Produkten mit Nachhaltigkeitsmerkmalen. Bei Publikumsfonds sind es sogar 31%.

Fondshäuser in Deutschland beim Thema Nachhaltigkeit vorsichtig

Laut BVI ist dieser Anteil im Vergleich zu anderen Fondsmärkten eher gering. In Frankreich liege die Quote beispielsweise bei ungefähr 60%. In der EU entfallen im Schnitt 40% des Publikumsfondsvermögens auf Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen. Der BVI zieht aus dieser Beobachtung den Schluss, dass Fondsgesellschaften in Deutschland bei der Klassifizierung ihrer Fonds als nachhaltig mehr Vorsicht walten lassen als ihre Kollegen im EU-Ausland.

Aktienfonds und Mischfonds bleiben beliebt

Besonders beliebt waren auch 2021 Aktienfonds (50 Mrd. Euro Zuflüsse). Davon entfielen knapp 32 Mrd. Euro auf aktiv gemanagte Fonds und gut 18 Mrd. Euro auf Aktien-ETFs. Auch Mischfonds konnten deutliche Zuflüsse verbuchen (knapp 42 Mrd. Euro). An dritter Stelle im Neugeschäft folgen Rentenfonds mit Nettozuflüssen von mehr als 10 Mrd. Euro. Immobilienfonds verzeichneten Zuflüsse von mehr als 7 Mrd. Euro. (tku)

Bild: © tostphoto – stock.adobe.com

 

So verwalten wohlhabende Deutsche ihr Vermögen

Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie wohlhabende Deutsche ihr Geld anlegen. Auf welche Asset-Klassen setzen sie? Welche Ziele verfolgen sie? Und warum misstrauen so viele von ihnen Anlageberatern? AssCompact hat sich die Studie angesehen und liefert die Antworten in Form einer Bildergalerie.

 
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CCPM macht Athena-Strategie auch für Privatanleger verfügbar

Der Vermögensverwalter CCPM macht seine optionsbasierte Absicherungsstrategie „Athena“ nun auch für Privatanleger verfügbar. Hierfür hat der Asset-Manager die Strategie mit passiven Aktieninvestments kombiniert.

Der Frankfurter Vermögensverwalter Conservative Concept Portfolio Management AG (CCPM) stellt seine optionsbasierte Absicherungsstrategie „Athena“ einem breiteren Publikum zur Verfügung und kombiniert sie mit einem passiven Aktieninvestment. CCPM ist der Asset-Management-Arm der LeanVal Gruppe.

Spezialfonds-Strategie nun auch für Privatanleger

Diese kombinierte Lösung aus Absicherung und Aktien wird bereits seit mehreren Jahren in Spezialfonds umgesetzt und ist ab sofort auch für UCITS-Investoren erhältlich. Die von Steffen Kern und Axel Gauß verwaltete Strategie bietet eine Absolute-Return-Lösung mit anleiheähnlichen Renditen und eignet sich laut Mitteilung von CCPM insbesondere für Investoren, die Wert auf Portfoliostabilität legen und eine Anlagealternative suchen, die im herausfordernden Kapitalmarktumfeld den erhöhten Schwankungen trotzt und marktneutrale Erträge erzielen kann.

Beta- und marktneutrales Portfolio

„Der Fonds ist ein Komplett-Paket“, erklärt Portfolio-Manager Gauß. „Wir bieten damit eine Investmentlösung, die verschiedene Renditequellen miteinander verknüpft.“ Durch die Kombination einer zum Gesamtmarkt negativ korrelierten Optionsstrategie mit einem passiven Aktieninvestment entstehe in Summe ein Beta- und marktneutrales Portfolio.

Konstante Erträge in Aussicht gestellt

„Mit börsengehandelten Index-Optionen sichern wir unter Nutzung der Volatilitätsprämie das Aktieninvestment ab und können gerade in volatilen Marktphasen positive Renditen erwirtschaften“, ergänzt Portfolio-Manager Kern. „Die passive Aktienallokation dagegen kompensiert die Absicherungskosten der Optionsstrategie in schwankungsarmen und absolut positiven Aktienmarktphasen.“ So entstehe eine solide Basis, um in verschiedenen Marktphasen konstante Erträge zu generieren.

Gebührenstruktur

Für die für Privatanleger relevanten Anlageklasse I (ISIN: DE000A0Q2SF3) weist CCPM Verwaltungsgebühren von 0,10%, Depotbankgebühren in Höhe von 0,05% und Management-Gebühren von 0,95% p.a. aus. Auch eine Gewinnbeteiligung ist vorgesehen (20% mit High Watermark). Der Ausgabeaufschlag von üblicherweise 5% entfällt derzeit.

Über das Unternehmen

Die LeanVal Gruppe ist ein unabhängiger Finanzdienstleister für institutionelle und semi-institutionelle Investoren mit Standorten in Frankfurt, Köln und München. Die Asset-Management-Kompetenz wiederum ist in der CCPM gebündelt. Das 1991 gegründete Unternehmen bietet Investmentlösungen in Spezial- und Publikumsfonds. (tku)

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Beitrags wurden fälschlicherweise 1,90% p.a. als Management-Gebühren angegeben. Diese Angabe war jedoch veraltet. 

Bild: © rabbit75_fot – stock.adobe.com

 

AXA IM legt nachhaltigen Rentenfonds auf

AXA IM hat einen aktiv verwalteten Fonds aufgelegt, der in grüne Anleihen investiert. Der AXA WF ACT Dynamic Green Bonds ist laut Angabe des Emittenten als Impact-Fonds gemäß SFDR einzustufen und legt den Schwerpunkt auf renditestärkere Segmente auf dem Anleihenmarkt.

Der Vermögensverwalter AXA Investment Managers (AXA IM) hat zum 24.01.2022 den Fonds „AXA WF ACT Dynamic Green Bonds“ aufgelegt. Die globale Strategie wird aktiv verwaltet und setzt einen Schwerpunkt auf renditestärkere Anleihesegmente wie Hochzinsanleihen und Schwellenländeranleihen.

Konzentrierter Ansatz

Die Anlagestrategie verfolgt einen konzentrierten Ansatz mit dem Ziel der Renditesteigerung sowie ein flexibles Durations-Management, um bestmöglich durch Marktzyklen zu steuern und gleichzeitig den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu finanzieren. AXA IM verwaltete eigenen Angaben zufolge mit Stand Ende 2021 insgesamt 15,8 Mrd. Euro in grünen Anleihen.

Renditestarkes Anleihesegment

„In den letzten Jahren hat der Kampf gegen den Klimawandel zu einer starken Wachstumsdynamik auf dem globalen Markt für grüne Anleihen geführt“, sagt Johann Plé, Manager des AXA WF ACT Global Green Bonds Fonds. „Da der Markt weiter wächst, erwarten wir in diesem Universum einen signifikanten Anstieg des Anteils von Hochzinsanleihen und Emittenten aus Schwellenländern. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Suche der Anleger nach Rendite zu befriedigen und gleichzeitig einen messbaren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.“

Vier Grundpfeiler

Auf der Grundlage des von AXA IM entwickelten Konzepts für grüne Anleihen wird sich der Umwelteinfluss des Fonds auf die folgenden vier Grundpfeiler konzentrieren, welche ein Absenken des Energieverbrauchs zum Ziel haben:

  • Grüne Gebäude
  • Nachhaltiges Ökosystem
  • Kohlenstoffarmer Transport
  • Intelligente Energielösungen
Drei UN-Nachhaltigkeitsziele verfolgt

Der Fonds wird die folgenden drei Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen („UN SDGs“) unterstützen: Klimaschutz (SDG 13), nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11), industrielle Innovation und Infrastruktur (SDG 9).

Impact-Fonds laut Artikel 9 (SFDR)

Der Fonds ist Teil der ACT-Fondspalette von AXA IM und wurde gemäß der EU-Verordnung über die Offenlegung nachhaltiger Finanzierungen (SFDR) als Artikel 9-Produkt eingestuft und steht professionellen Anlegern sowie Privatanlegern offen. 5% der an den Fonds gezahlten Verwaltungsgebühren werden von AXA IM an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen gespendet. (tku)

Bild: © hogehoge511 – stock.adobe.com

 

BaFin warnt vor Krypto-Anlagetipps auf Social Media

Die BaFin warnt in einer aktuellen Mitteilung vor risikoreichen Anlagetipps. Besonders auffällig seien zuletzt hohe Renditeversprechen im Hinblick auf Kryptowährungen in den sozialen Medien gewesen. Die Behörde gibt den Verbrauchern auch Prinzipien im Umgang mit Online-Anlagetipps an die Hand.

Die Finanzaufsicht BaFin warnt in einer aktuellen Mitteilung an Verbraucher vor Anlagetipps in den sozialen Medien, die hohe Renditen beim Investment in Kryptowährungen versprechen („to the moon!“). Auch wenn Kryptowerte bei Anlegern mittlerweile ein gutes Image haben, sollten diese sich nicht von hohen Renditeversprechen blenden lassen.

Kryptowährungen sind hochspekulativ

Gerade in den sozialen Medien würden derartige Empfehlungen besonders häufig geboten und geteilt werden, konstatieren die Finanzaufseher. Dabei sei jedoch stets Vorsicht geboten. Denn bei Kryptowerten wie Bitcoin, Ether und Co. handele es sich stets um sehr spekulative Finanzprodukte, die mit hohen Risiken verbunden seien. Anleger könnten damit ihr gesamtes eingesetztes Kapital verlieren.

Oftmals keine verlässlichen Infos

Zudem seien viele der Anlagetipps, die in den sozialen Medien zu Kryptowerten und anderen Finanzprodukten kursierten, nicht verlässlich. Sie könnten sogar falsch, irreführend oder völlig frei erfunden sein. Auf ihrer Website gibt die BaFin konkrete Hinweise, worauf Anleger achten sollten, wenn sie für ihre Geldanlage Informationen aus sozialen Netzwerken nutzen wollen.

Prinzipien im Umgang mit Online-Anlagetipps

Die wichtigsten Tipps für Verbraucher lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Anleger sollten …

  • … prüfen, mit wem sie es beim Tippgeber zu tun haben.
  • … sich nicht von vielen positiven Kommentaren blenden lassen.
  • … sich selbst ein vollständiges Bild vom angepriesenen Investment machen.
  • … sich nicht unter Zeitdruck bei der Investmententscheidung setzen lassen.
  • … die Motive des Tippgebers hinterfragen.
  • … bei sehr hohen Gewinnversprechen Vorsicht walten lassen.
  • … skeptisch sein, wenn für konkrete Anlagetipps auf private Messenger-Dienste gewechselt werden soll. (tku)

Bild: © Vitalii Vodolazskyi – stock.adobe.com

 

Private Equity für Privatanleger: Neuberger Berman startet Fonds

Neuberger Berman macht Private Equity auch für Privatanleger investierbar. Der Vermögensverwalter legt seinen zweiten Private-Equity-ELTIF auf. Der Fokus soll dabei auf Europa und Nordamerika liegen. Europäische Anleger können sich ab einer Mindestanlagesumme von 25.000 Euro beteiligen.

Der US-Vermögensverwalter Neuberger Berman lanciert seinen zweiten European Long-Term Investment Fund (ELTIF) für Private Equity. Mit der Auflage des „NB Direct Private Equity Fund 2022 ELTIF“ will Neuberger Berman an den Erfolg seines ersten ELTIF anknüpfen, der im Mai 2021 an den Markt kam. Dieser hatte im anschließenden sechsmonatigen Zeichnungszeitraum knapp 150 Mio. Euro eingeworben und am 31.12.2021 bereits in zwölf Unternehmen investiert.

Buy-outs in Europa und Nordamerika im Fokus

Der neue „NB Direct Private Equity Fund 2022 ELTIF“ investiert in unterschiedliche Arten von Private Equity mit einem Schwerpunkt auf Buy-outs. Schwerpunkt der Direktanlagen werden Unternehmen aus Europa und Nordamerika sowie in geringerem Maße auch aus Asien und Lateinamerika sein.

Mit 25.000 Euro sind auch Privatanleger dabei

Neuberger Berman möchte mit dem Fonds Privatanlegern sowie professionellen Investoren und ihren Beratern den Zugang zu internationalen Private-Equity-Anlagen ermöglichen. Europäische Anleger können sich mit einer Mindestanlagesumme von 25.000 Euro am Fonds beteiligen. Die Fondslaufzeit soll zunächst acht Jahre betragen.

Diversifikation durch Private Equity

„Private Equity hat viel Diversifikationspotenzial und stellt langfristige Erträge in Aussicht“, sagt José Cosio, Leiter des Vertriebspartnergeschäfts außerhalb der USA. „Seit vielen Jahren setzen wir uns dafür ein, dass Private Equity mehr Anlegern zugänglich gemacht wird. Bei öffentlichen und privaten Pensionsfonds spielt Private Equity bereits eine wichtige Rolle. Mit unseren Fonds können jetzt auch andere Anleger in diese für die Diversifikation von Erträgen und Risiken so wichtige Assetklasse investieren.“

Über Neuberger Berman

Neuberger Berman LLC wurde 1939 gegründet. Die ehemalige Tochtergesellschaft der Investmentbank Lehman Brothers befindet sich heute im Mehrheitsbesitz ihrer über 2.400 Mitarbeiter. In Aktien-, Renten-, Multi-Asset-, Private-Equity- und Hedgefonds-Portfolios verwaltete Neuberger Berman Ende 2021 ein Kundenvermögen in Höhe von 460 Mrd. US-Dollar. (tku)

Bild: © wladimir1804 – stock.adobe.com

 

Vivid Money und N26: Licht und Schatten bei den Neobanken

Die Neobank Vivid Money sammelt 100 Mio. bei Investoren ein. Kunden sollen derweil mit risikofreien Wertpapieranlagen an die Finanzmärkte geführt werden. Bei N26 hingegen sorgen die BaFin-Wachstumsbremse, hohe Verluste und nun auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft für Aufsehen.

Das Berliner Start-up Vivid Money hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen. Das berichtet das Handelsblatt basierend auf Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa). Demzufolge steigt die Bewertung der Smartphone-Bank auf 775 Mio. Euro.

Finanzplattform

Vivid bietet seinen Kunden in der App nicht nur klassische Banking-Funktionen an, sondern baut nach und nach eine komplette Finanzplattform auf. Nutzer können über die Vivid-App mittlerweile beispielsweise bereits in Aktien, Fonds, Kryptowährungen und Edelmetalle investieren.

Eingeschränktes Angebot an risikofreien Investments

Um den Kunden die Scheu vor dem Handel mit Aktien zu nehmen, hat sich das Start-up eine interessante Strategie ausgedacht. Vivid Money erstattet bei einigen wenigen Einzelaktien (am 07.02.2022 waren es acht) die Kursverluste auf die ersten 100 investierten Euro.

Zahlreiche Konkurrenten

Aufgrund seines Ansatzes, eine All-in-one-Lösung für Finanzprodukte zu werden, steht Vivid nicht nur mit anderen Neobanken wie N26 sowie Direkt- und Filialbanken im Wettbewerb, sondern konkurriert auch mit Kryptobörsen und Neobrokern wie Trade Republic.

Keine Finanzberatung, aber ...

Und auch wenn die Smartphone-Bank keine Finanzberatung anbietet, sollten Vermittler ein Auge auf das Berliner Start-up werfen. Denn mit dem Geld aus der Finanzierungsrunde soll unter anderem das redaktionelle Angebot ausgebaut werden. Vivid möchte des Weiteren künftig Workshops anbieten und eine Finanz-Community aufbauen.

N26 mit zahlreichen Problemen

Beim Konkurrenten N26 sind die Schlagzeilen hingegen aktuell nicht so erfreulich. Die BaFin hatte 2021 eine Wachstumsbremse gegen das FinTech verhängt (AssCompact berichtete). Außerdem ermittelt laut Recherchen des Handelsblatts mittlerweile die Staatsanwaltschaft Berlin gegen vier Verantwortliche der Bank. Im Raum steht der Verdacht, dass Konten, die mutmaßlich zu betrügerischen Zwecken genutzt wurden, nicht zeitnah durch N26 gesperrt wurden.

Weiterhin hohe Verluste bei der Neobank

Außerdem haben zuletzt auch die Zahlen von N26 nicht überzeugen können. Das Start-up konnte seine Verluste im Geschäftsjahr 2020 zwar gegenüber dem Vorjahr begrenzen, weist jedoch immer noch ein negatives Ergebnis von 151 Mio. Euro aus. 2019 waren es sogar 217 Mio. Euro. Die Zahlen für das abgelaufene Jahr 2021 sind noch nicht veröffentlicht. (tku)

Bild: © jirsak – stock.adobe.com

 

HSBC AM lanciert ESG-Rentenfonds mit Fokus auf Asien

HSBC AM legt einen ESG-Rentenfonds auf, der sich auf den asiatischen Markt konzentriert. Der Fonds entspricht der Klassifizierung nach Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung. Die Managementgebühr beträgt 1,10%. Der Fonds ist in Luxemburg domiziliert.

Der Vermögensverwalter HSBC Asset Management gibt die Auflegung des Fonds „HSBC GIF Asia ESG Bond“ bekannt. Der aktiv gemanagte Fonds wird in ein Portfolio asiatischer Anleihen investieren, bei denen Emittenten mit einem hochwertigen ESG-Profil bevorzugt werden.

Fondsmanagement

Der Fonds wird von Alfred Mui, Managing Director und Head of Asia Fixed Income Investment Management, und Wilson Yip, Associate Director Fixed Income, gemanagt.

Verschiedene nachhaltige Anleihen

Das Fondskapital wird in asiatische Unternehmen investiert, die ESG-Praktiken anwenden, die zu einem niedrigen und/oder sinkenden CO₂-Ausstoß führen. Zudem wird der Fonds in nachhaltige Anleihen investieren, zu denen grüne Anleihen, Sustainability Linked Bonds, Transition Bonds und Social Bonds gehören. Der Fonds wendet ein Negativ-Screening an, um Sektoren mit niedrigem ESG-Rating wie z. B. Waffenhersteller, Kraftwerkskohle, Glücksspiel und Tabak sowie Emittenten, die gegen die UN Global Compact Principles verstoßen, auszuschließen.

Fondsdetails

Der „HSBC GIF Asia ESG Bond“ entspricht nach Unternehmensangaben der Klassifizierung gemäß Artikel 8 der Verordnung über die Offenlegung von Informationen über nachhaltige Finanzierungen (SFDR). Der Fonds ist in Luxemburg domiziliert. In der Anlageklasse für Privatanleger fällt eine Managementgebühr von 1,10% an. Weitere Kosten weist HSBC aktuell noch nicht aus.

HSBC Asset Management ist ein global agierender Vermögensverwalter mit weltweit rund 621 Mrd. US-Dollar (Stand: 31.03.2021) AuM. (tku)

Bild: © nguyen – stock.adobe.com

 

Weniger als 30% der aktiven Fonds schlugen 2021 den Markt

Eine Scope-Analyse kommt zu dem Schluss, dass weniger als drei von zehn aktiv gemanagten Fonds 2021 ihren Vergleichsindex geschlagen haben. In manchen Regionen hatten die Fondsmanager Erfolg – insbesondere in Ostasien. Bei weltweit anlegenden Fonds hingegen konnten nur 13% den Markt schlagen.

Vor Kurzem kam eine Scope-Studie zu dem Ergebnis, dass aktiv gemanagte Fonds mit Top-Rating eine Outperformance gegenüber ihrer Benchmark ausweisen (AssCompact berichtete). Doch wie steht es insgesamt um die Performance von aktiv gemanagten Fonds im Vergleich zu ihrem jeweiligen Vergleichsindex? Auch dieser Frage hat sich die Ratingagentur Scope nun gestellt. Das Fazit: Die meisten aktiven Fonds können ihre höheren Gebühren im Vergleich zu passiven Produkten zumindest für 2021 nicht rechtfertigen – ganz im Gegenteil.

Acht Peergroups

Die Analysten von Scope haben für ihre Untersuchung die acht wichtigsten Aktienfonds-Peergroups betrachtet. Dabei handelt es sich um die Regionen Asien Pazifik ex Japan, Deutschland, den Euroraum, Emerging Markets, Japan, Europa, Nordamerika und die Welt. Für jede dieser Regionen wählten sie den passenden MSCI-Index aus und verglichen ihn mit den passenden Aktienfonds.

Weniger als 30% schaffen Outperformance

Das Ergebnis fällt ernüchternd aus. Insgesamt hat sich die Erfolgsquote im Vergleich zum Vorjahr weiter verschlechtert – und zwar deutlich. Gegenstand der Auswertung ist die sogenannte Outperformance-Ratio. Die Kennzahl beziffert den Anteil der aktiv gemanagten Fonds einer Peergroup, die über den jeweiligen Betrachtungszeitraum die Performance des Vergleichsindexes übertreffen konnten. 2021 konnten lediglich 582 von über 2.000 betrachteten aktiv gemanagten Aktienfonds nach Kosten die Performance des jeweiligen Vergleichsindexes übertreffen. Damit beträgt die Outperformance-Ratio nur noch 29,1%.

Deutlich schlechter als noch 2020

Das stellt einen signifikanten Rückgang von fast 17 Prozentpunkten gegenüber 2020 dar, als die Outperformance-Ratio noch bei 46% lag. Bemerkenswert: Seit dem letzten Update von Scope zur Mitte 2021 hat die Kennziffer noch einmal 9 Prozentpunkte eingebüßt.

Weltweit anlegende Fonds fallen zurück

Die Outperformance-Ratio ist aber nicht in allen Vergleichsgruppen zurückgegangen, sondern nur in vier. Dass die Gesamtquote deutlich niedriger ausfällt als Ende 2020 liegt daran, dass sich die drei größten Peergroups verschlechtert haben. Besonders hart ging es in puncto Outperformance-Ratio bei weltweit anlegenden Fonds nach unten. 2020 konnten hier noch 44,8% der aktiv gemanagten Fonds den Vergleichsindex schlagen. 2021 waren es hingegen nur noch 13,1%.

Deutliche Outperformance in Ostasien

Ganz anders sieht es in der Peergroup „Aktien Asien Pazifik ex Japan“ aus. In dieser Kategorie fanden die Scope-Analysten mit 62,5% den höchsten Anteil an Fonds, die eine Outperformance erreichten. Die Outperformance-Ratio stieg sogar im Vergleich zum Vorjahr. 2020 betrug sie noch nur 50%.

Peergroup Deutschland schafft den Turnaround

Einen fulminanten Turnaround verzeichnete die Peergroup „Aktien Deutschland“. Lag die Outperformance-Ratio in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 zunächst bei mageren 27,3% (niedrigste Quote aller betrachteten Vergleichsgruppen), gelang es den aktiven Fondsmanagern, sich mit einer Outperformance-Ratio von 54,9% auf Rang zwei der Auswertung für das Gesamtjahr vorzuschieben.

Betrachtung auf fünf Jahre

Spannend ist auch die Gesamtzahl der Fonds, die über längere Zeiträume hinweg den Vergleichsindex schlagen konnten. Beispielhaft hier die ernüchternde Bilanz der aktiv gemanagten Aktienfonds auf Fünfjahressicht gegenüber ihrem Vergleichsindex:

  • Asien Pazifik ex Japan: 21 von 56 Fonds schlagen den Markt (38%).
  • Deutschland: 28 von 51 Fonds schlagen den Markt (55%).
  • Euroraum: 30 von 111 Fonds schlagen den Markt (27%).
  • Emerging Markets: 63 von 252 Fonds schlagen den Markt (25%).
  • Japan: 36 von 100 Fonds schlagen den Markt (36%).
  • Europa: 102 von 350 Fonds schlagen den Markt (29%).
  • Nordamerika: 53 von 276 Fonds schlagen den Markt (19%).
  • Welt: 118 von 804 Fonds schlagen den Markt (15%).
Fazit der Analysten

Die Scope-Analysten ziehen zu ihrer Untersuchung das Fazit, dass das Börsenjahr 2021 zwar von immer neuen Höchstständen zahlreicher internationaler Aktienindizes geprägt war, sich aus diesem Umstand allerdings nicht zwingend herleiten lässt, dass das vergangene Jahr auch für aktive Fondsmanager leicht gewesen sei. Im Gegenteil: Neue Virusmutationen, erratische Kurswechsel in der (Gesundheits-)Politik oder unerwartete Ankündigungen auf Notenbankebene hätten den Fondsmanagern die Arbeit erschwert. Die gute Performance von Large Caps, die Indizes zu immer neuen Höhen getragen haben, konnte oftmals die bereits eingetretene negative Kursentwicklung von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe kaschieren. Belastet habe dies zahlreiche Fondsstrategien dennoch.

Spätestens das Aufkeimen (nachhaltiger) Inflationssorgen gepaart mit avisierten Zinserhöhungen seitens der Fed hätte die Volatilität bei Growth-Titeln steigen lassen, was einen Schwenk hin zu den „Corona-Verlierern“ wie Industriewerten bedeutete. Dieser teilweise schnelle Wechsel zwischen den Investmentstilen habe es Fondsmanagern nicht leicht gemacht, den Markt zu greifen und den Vergleichsindex zu übertreffen. Auch wenn 2021 in Summe sicherlich ein guter Jahrgang war, barg er doch allzu oft die Gefahr, durch rasches Handeln hinsichtlich der Allokationsmeinung (fortlaufend) auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, so die Scope-Analysten in ihrem Bericht. (tku)

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