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So werden aktuell die privaten Rentenversicherungen bewertet
25. Mai 2020

So werden aktuell die privaten Rentenversicherungen bewertet

Auch wenn viele Versicherungsnehmer im Moment aufgrund der Corona-Pandemie finanzielle Einschnitte verkraften müssen und nicht mehr im selben Umfang sparen können, wie zuvor, gilt es, die private Altersvorsorge aufrecht zu erhalten. Vor diesem Hintergrund hat das IVFP 145 private Rentenversicherungstarife im Rahmen eines aktuellen Ratings einer genauen Prüfung unterzogen.


Auch wenn viele Versicherungsnehmer im Moment aufgrund der Corona-Pandemie finanzielle Einschnitte verkraften müssen und nicht mehr im selben Umfang sparen können, wie zuvor, gilt es, die private Altersvorsorge aufrecht zu erhalten. Vor diesem Hintergrund hat das IVFP 145 private Rentenversicherungstarife im Rahmen eines aktuellen Ratings einer genauen Prüfung unterzogen.

So werden aktuell die privaten Rentenversicherungen bewertet

Eine finanzielle Notlage der Versicherer aufgrund der Corona-Pandemie ist zwar im Moment laut der Deutschen Aktuarvereinigung nicht in Sicht (AssCompact berichtete), dennoch haben viele Versicherungsnehmer aufgrund von Kurzarbeit oder ausbleibenden Aufträgen wirtschaftlich zu kämpfen. Die finanziellen Einschnitte machen es den Betroffenen schwer, in gleichem Umfang zu sparen wie zuvor. Aber: Die Kündigung der privaten Altersvorsorge ist die schlechteste Lösung dieser Problematik. Viele Versicherer stehen angesichts des Niedrigzinsumfelds und der Corona-Krise also vor der Herausforderung, kreative Lösungen zu finden, um sowohl den eigenen, als auch den Interessen ihrer Kunden zu entsprechen.

Rentenversicherungen mit Potenzial

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) verweist in diesem Zusammenhang auf das Potenzial im Bereich der Rentenversicherungen, die seit langem eine präferierte Form der Kapitalanlage für Versicherte darstellen. Welche Auswirkung die aktuelle Situation auf die Altersvorsorge haben werde, könne derzeit niemand abschätzen, so IVFP-Geschäftsführer Prof. Michael Hauer. Sämtliche Vertragsänderungen sollten aber wohl durchdacht und besprochen werden, um die Altersvorsorge nicht zu gefährden.

Vor diesem Hintergrund hat das IVFP in seinem aktuellen Privatrenten-Rating 2020 zum elften Mal in Folge die am Markt befindlichen Tarife der privaten Rentenversicherung unter die Lupe genommen und mit „exzellent“, „sehr gut“ oder „gut“ bewertet. Insgesamt wurden 145 Tarife von 52 Anbietern auf bis zu 90 Kriterien hin untersucht. Die Einteilung erfolgte in die Kategorien klassisch, Klassik Plus, Index, fondsgebunden mit und ohne Garantien sowie Comfort. Das Gesamtergebnis setzt sich – wie in den IVFP-Ratings üblich – aus der Summe der vier Teilbereiche Unternehmensqualität (35%), Rendite (30%), Flexibilität (25%) sowie Transparenz und Service (10%) zusammen.

Klassik und Klassik Plus: Allianz vorne

Die Ergebnisse sehen folgendermaßen aus: In der Kategorie „klassisch“ kommt der Top-Tarif, der bei den Serviceversicherern als einziger die Gesamtnote „exzellent“ erhält von der R+V (R+V-Privatrente). Zudem gibt es neun mit „sehr gut“ bewertete Tarife. Dahinter folgen sechs weitere Gesellschaften. Bei den Direktversicherern hat die EUROA mit der E-R Rentenversicherung Pur, die als „exzellent“ bewertet wird, die Nase vorn. Ein weiterer Tarif ist „sehr gut“.

Den Top-Tarif in der Kategorie „Klassik Plus“ liefert die Allianz mit der Allianz Privatrente Perspektive. Insgesamt 16 Tarife sind hier „sehr gut“. Dahinter folgen drei weitere Gesellschaften.

Index: Sechs „exzellente“ Tarife

Auch die Top-Tarife aus dem Bereich „Index“ kommen von der Allianz (Allianz Privatrente IndexSelect Plus und IndexSelect). Daneben werden auch noch die Relax PrivatRente Classic der AXA, PlanX der neue leben, die NÜRNBERGER DAX-Rente und die PrivatRente IndexClever aus dem Haus der Württembergischen mit „exzellent“ bewertet. Dahinter gibt es neun „sehr gute“ Index-Tarife.

Fondsgebundene Tarife: Großes Feld, viele Höchstbewertungen

Insgesamt 13 „exzellente“ Tarife findet das IVFP in seinem Privatrenten-Rating 2020 bei den fondsgebundenen Tarifen mit Garantien. Sie kommen von Allianz, ALTE LEIPZIGER (2x) AXA (2x), Condor, Continentale, LV 1871, neue leben, Stuttgarter, Swiss Life, Württembergische und Zurich. 17 Tarife betrachtet das IVFP zudem als „sehr gut“. Dahinter folgen noch sechs weitere Gesellschaften.

Was die fondsgebundenen Tarife ohne Garantien angeht, punkten die Allianz mit der Allianz PrivatRente InvestFlex, die ALTE LEIPZIGER mit der AL_RENTEFlex und der flexiblen Fondsrente ALfonds, die Condor mit Congenial Privat (C78 E), die LV 1871 mit MeinPlan, der VOLKSWOHL BUND mit FondsFittery und die Württembergische mit ihrer Genius PrivatRente FRH. Außerdem erhalten 28 Tarife eine „sehr gute“ Gesamtnote und dahinter folgen zehn weitere Gesellschaften. Und: Als Direktversicherer hat auch in dieser Kategorie wieder die EUROPA, diesmal mit der E-FR-Fonds-Rente aus Sicht des IVFP einen „exzellenten“ Tarif zu bieten. Daneben gibt es noch einen „sehr guten“ Tarif.

Last but not least kommt dem IVFP-Rating zufolge der einzige „exzellente“ Tarif der Kategorie „Comfort“ von der Allianz (Allianz PrivatRente KomfortDynamik). Zusätzlich gibt es hier noch sieben Tarife, die mit „sehr gut“ bewertet werden.

Die Ergebnisse stehen hier online zur Verfügung. Zudem besteht hier die Möglichkeit, sich anhand des Tariffinders das passende Produkt ermitteln zu lassen. (ad)

Bild: © Hyejin Kang – stock.adobe.com



Kommentare

von Wilfried Strassnig am 11.06.2020 um 18:01 Uhr
Eine Bewertung ohne Rentenfaktor ist für Laien kein verwendbarer Vergleich. Was helfen 10% mehr Kapital, wenn der Unterschied bei der Auszahlung-von unten Faktor 15,00 nach oben Faktor 30,00 glatt die doppelte lebenslange Rente ausmacht. Bei € 1000,00 (Faktor 15,00) sind es bei € 30,00 1000 EURO mehr im Monat. In 30 Jahren € 360.000,00 Differenz.


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