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6. April 2026
„Unser Fokus auf Apotheken und Heilberufe stärkt Qualität“

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„Unser Fokus auf Apotheken und Heilberufe stärkt Qualität“

„Unser Fokus auf Apotheken und Heilberufe stärkt Qualität“

Der Wechsel des Risikoträgers war ein bedeutender Schritt für PharmAssec. Was waren die Beweggründe?

Ein All-Risk-Konzept kann nur langfristig funktionieren, wenn der Risikoträger die Philosophie voll mitträgt. Unser Anspruch ist Transparenz, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit.

Mit der Württembergischen haben wir einen Partner gefunden, der diese Werte teilt und strategisch langfristig denkt.

Was macht für Sie den Erfolg in den langjährigen Beziehungen zu Ihren Kunden und den Partnerschaften mit Maklern und Pools aus?

Vertrauen entsteht durch Berechenbarkeit. Unsere Makler wissen, wofür wir stehen – und dass wir unsere Konzepte nicht kurzfristig verändern. Wir kennen den Apothekenmarkt, bspw. lesen wir tagtäglich die Apothekerpresse und sind hervorragend mit Branchenkennern vernetzt.

In all den Jahren wurden Bedingungen nie verschlechtert, sondern laufend verbessert. Eine Verbesserung gilt immer sofort für den ganzen Bestand – für die Makler entfällt das Vergleichen von Umstellungsangeboten, sie können sich auf laufend aktuelle Bedingungen verlassen.

Ich erinnere an die hohe Dynamik der Tätigkeiten von Apotheken während der Corona-Zeit. Hier haben wir teilweise wöchentlich unsere Bedingungen angepasst und sehr von den kurzen Dienstwegen und der lösungsorientierten Herangehensweise der Württembergischen profitiert.

Welche neuen Risiken sehen Sie bei der Absicherung von Apotheken und Heilberufen?

Die Risiken sind vielfältiger geworden: Retaxationen, Rezeptfälschungen, Cyberrisiken, Lieferengpässe, steigende regulatorische Anforderungen.

Insbesondere organisierte Rezeptfälschungen, aber auch steigende Einbruchzahlen bei Apotheken mit Medizinalcannabis stellen aktuell eine erhebliche wirtschaftliche Bedrohung für Apotheken dar.

Die Geschwindigkeit der Veränderungen hat deutlich zugenommen – das erfordert spezialisierte Konzepte und kurze Reaktionszeiten. Das können wir leisten.

Wie beurteilen Sie die Anforderungen an spezialisierte Makler in der Gesundheitsbranche?

Die Beratung wird anspruchsvoller. Makler müssen regulatorische Entwicklungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und branchenspezifische Risiken verstehen.

Gleichzeitig wächst die Haftungsverantwortung. Deshalb ist entscheidend, mit klar strukturierten, transparenten Konzepten zu arbeiten, die Beratungsfehlerquellen minimieren.

Sie blicken auf 25 Jahre Unternehmertum zurück: Welche Erfahrungen und Lernkurven haben Sie auf diesem Weg gemacht, und welche Tipps würden Sie jungen Vermittlern heute mit auf den Weg geben?

Die wichtigste Lernkurve war: Schadenfälle sind Lehrmeister. Wir haben nie versucht, Probleme zu relativieren, sondern sie genutzt, um unsere Bedingungen zu verbessern. Wir konnten vor allem immer schon schnell reagieren, hier sind wir den großen Einheiten am Markt voraus. Zweitens: Kontinuität schlägt kurzfristige Opportunität. Nachhaltiger Erfolg entsteht, wenn alle Beteiligten profitieren – auch der Versicherer.

Mein Rat an junge Vermittler lautet: Spezialisieren Sie sich, arbeiten Sie tief statt breit, und setzen Sie auf langfristige Partnerschaften. Für die Kunden da zu sein, Erreichbarkeit garantieren, das ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.

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