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„Unsere Switch-Tarife wurden für Makler konzipiert“
16. Oktober 2020

„Unsere Switch-Tarife wurden für Makler konzipiert“

Vor einem Jahr hat ONE eine Kfz-Versicherung speziell für den Maklervertrieb gestartet. Mit Wechseltarifen will das InsurTech Umdeckungen einfacher machen. Warum ONE auf den Maklervertrieb setzt und wann die ersten Lebensversicherungsprodukte folgen, verrät Sam Love, Chief Produkt Officer von ONE Insurance, im Interview.

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Vor einem Jahr hat ONE eine Kfz-Versicherung speziell für den Maklervertrieb gestartet. Mit Wechseltarifen will das InsurTech Umdeckungen einfacher machen. Warum ONE auf den Maklervertrieb setzt und wann die ersten Lebensversicherungsprodukte folgen, verrät Sam Love, Chief Produkt Officer von ONE Insurance, im Interview.


„Unsere Switch-Tarife wurden für Makler konzipiert“
Die Wechseltarife haben Sie auch in einer ökologisch-nachhaltigen Variante im Angebot.
Worin besteht konkret der Unterschied und wie ist die Resonanz auf diese Produkte?

Die „grün versichert“-Variante, in der jeder unserer Tarife erhältlich ist, bietet Kunden und Maklern drei Vorteile: Die Kapitalanlagen, die aus den „grün versichert“-Tarifen resultiert, wird ausschließlich in nachhaltige Fonds und bei nachhaltigen Banken angelegt. Darüber wacht die Firma „grün versichert“. Für jeden verkauften Tarif wird der Regenwald aufgeforstet und neue Bäume gepflanzt. Dies erfolgt über die Stiftung WeForest, der auch viele andere Unternehmen wie Barclays Bank, Deloitte, Esprit, Nike oder Marriott Hotels. Zuletzt belohnen wir umweltfreundliche Schadenbearbeitung, indem wir die Mehrkosten tragen. Das gilt zum Beispiel, wenn Kunden kaputte Geräte durch umweltfreundliche Geräte ersetzen oder Renovierungsarbeiten mit umweltfreundlichen Materialien ausführen lassen. Die Mehrkosten auf Kundenseite betragen hier maximal 5% gegenüber den klassischen Tarifen.

Im Gegensatz zu manch anderem InsurTech setzen Sie bewusst auf den Maklervertrieb. Halten Sie auch künftig an dieser Strategie fest?

Definitiv. Wir wollen den Versicherungsprozess für Kunden so einfach wie möglich gestalten. Eine fachliche Beratung durch einen Makler ist dabei unabdingbar. Anstatt wie andere InsurTechs zu versuchen, diese Dynamik krampfhaft zu verändern, arbeiten wir mit den Maklern zusammen. Wir wollen den Kunden, neben der persönlichen Beratung, den Vorteil digitaler Produkte bieten. Alle ONE-Kunden haben Zugriff auf die ONE-App, mit der ganz einfach Vertragsänderungen oder Schadensmeldungen online vorgenommen werden können. Es ist kein weiterer Telefonanruf nötig und auf lästigen E-Mail-Verkehr kann auch getrost verzichtet werden.

Dieser hohe Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad lässt alle Parteien profitieren. 91% unserer Kundenanfragen werden ganz automatisch bearbeitet, was deutlich schnellere Durchlaufzeiten und eine bessere Kundenerfahrung zur Folge hat. Wir haben bisher viel positive Erfahrung mit Maklern gesammelt und werden auch in Zukunft eng mit ihnen zusammenarbeiten. Unser Ziel ist es, dem Kunden immer mehr digitale Optionen anbieten zu können und ein „Best of both worlds“-Szenario zu schaffen.

Die Corona-Krise hat sich als Antreiber der Digitalisierung erwiesen und stärkt digitale Geschäftsmodelle. Doch nicht jedes InsurTech dürfte auch gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Wenn man der Krise etwas Positives abgewinnen kann, dann dass sie verdeutlicht, wie schnell wir uns an Veränderungen anpassen können. Die Umstellung auf „online“ in so vielen Lebensbereichen hat genau das gezeigt. Für das ONE-Team und die gesamte wefox Group verlief dieser Übergang fast nahtlos. Schon kurz vor Beginn des Lockdowns arbeiteten wir zu 100% im Home-Office. Ich war wirklich beeindruckt, wie gut das Team mit dieser Umstellung umgegangen ist. Wir hatten für Anfang April, kurz nachdem wir in den vollständigen Lockdown gegangen sind, eine große Produkteinführung geplant. Dieser Launch wurde um nicht mal einen Tag verfehlt. Gleichzeitig konnten unsere Schaden- und anderen Kundendienst Teams normal weiterarbeiten. Unsere Prozesse und unsere Mitarbeiter haben gezeigt, dass wir trotz unseres jungen Alters reif genug sind, um auch den schwierigsten Umständen standzuhalten. Ich weiß sowohl von Start-ups als auch alteingesessenen Unternehmen, dass dies nicht bei allen der Fall war.

Diese Erfahrung zeigt, dass ein erfolgreiches Jungunternehmen gleichzeitig die Flexibilität eines echten digitalen Herausforderers und die Stabilität eines soliden, hochprofessionellen Unternehmens haben muss. Durch die Krise wurde den Vorteilen digitaler Modelle viel Aufmerksamkeit geschenkt. Aber es wurde nicht so viel über die Bedeutung von robusten und stabilen Prozessen und Führung gesprochen. Unternehmen, die während und nach dieser Krise florieren wollen, müssen aber beides haben.

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