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„Unsere Switch-Tarife wurden für Makler konzipiert“
16. Oktober 2020

„Unsere Switch-Tarife wurden für Makler konzipiert“

Vor einem Jahr hat ONE eine Kfz-Versicherung speziell für den Maklervertrieb gestartet. Mit Wechseltarifen will das InsurTech Umdeckungen einfacher machen. Warum ONE auf den Maklervertrieb setzt und wann die ersten Lebensversicherungsprodukte folgen, verrät Sam Love, Chief Produkt Officer von ONE Insurance, im Interview.

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Vor einem Jahr hat ONE eine Kfz-Versicherung speziell für den Maklervertrieb gestartet. Mit Wechseltarifen will das InsurTech Umdeckungen einfacher machen. Warum ONE auf den Maklervertrieb setzt und wann die ersten Lebensversicherungsprodukte folgen, verrät Sam Love, Chief Produkt Officer von ONE Insurance, im Interview.


„Unsere Switch-Tarife wurden für Makler konzipiert“
In welche Richtung geht es mit ONE?

ONE wird weiter wachsen und Maklern das Leben einfacher machen. Wir werden unsere Produktpalette schrittweise verbreitern. Als Nächstes werden wir Wohngebäude-, Tier- und Unfallversicherungen anbieten. In 2021 wollen wir in das Segment Krankenzusatzversicherung einsteigen. Und 2022 sollen dann die ersten Lebensversicherungsprodukte von ONE auf den Markt kommen. Unser Anspruch bleibt immer der gleiche: Wir wollen unseren Maklern einen möglichst schlanken und schnellen Beratungs- und Abschlussprozess ermöglichen. Unsere Entscheidungen sollen in Echtzeit und fallabschließend erfolgen. Kunden und Makler sollen nie auf ONE warten müssen. Diesen Anspruch zu erfüllen wird gerade im Kranken- und Lebensversicherungsbereich eine große Herausforderung.

Unser Ziel bleibt die ONE-Police, eine Versicherung, die das gesamte Leben des Kunden abdeckt. Auch diese Police soll unserer Philosophie folgen, Maklern und Kunden möglichst wenig Aufwand zu verursachen. Die ONE-Police soll sich auf Basis von Daten, die wir aus verschiedenen Quellen sammeln, automatisch an das Leben unserer Kunden anpassen.

Gleichzeitig bereiten wir uns auf die internationale Expansion vor. Der Markteintritt in die Schweiz und nach Polen steht unmittelbar bevor. Auch Italien und Österreich stehen auf unserer Liste. Auch in diesen Ländern wollen wir unserem Anspruch treu bleiben: Attraktive Produkte und Angebote für Kunden sowie einfache und schnelle Prozesse für die Makler.

Bei Versicherern sind nach wie vor relativ wenige Frauen in den Chefetagen zu finden. Wie erleben Sie die Entwicklung in der InsurTech-Szene?

Ich habe Aktuarwissenschaften und Mathematik studiert. Dass ich in einem „traditionell männlichen“ Umfeld arbeiten würde, war mir von Anfang an bewusst. Versicherungen, Finanzen, Technik und IT sind alles Bereiche, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert waren – insbesondere in Führungspositionen. In meinen früheren Positionen war es üblich, von zehn Personen am Vorstandstisch die einzige Frau zu sein. Als ich mich nach einer neuen beruflichen Herausforderung umsah, wurde mir nochmal vor Augen geführt, wie unausgewogen die Tech-Szene war, nicht nur im Versicherungswesen. Von den etwa einem Dutzend Entscheidungsträgern, mit denen ich Gespräche führte, war nur eine weiblich.

Bei der wefox Gruppe haben wir das Glück, einige herausragende weibliche Führungskräfte zu haben, darunter unsere Chief Platform Officer Anna Vogel und Chief Risk Officer Marie-Hélène Ebneter. Es gibt auch einige sehr talentierte Frauen, die sich als geeignete Führungspersönlichkeiten herauskristallisieren – was mir viel Hoffnung gibt, dass die nächste Generation eine ausgewogenere Geschlechterverteilung am Vorstandstisch haben wird.

An welchen Stellschrauben gilt es denn Ihrer Meinung nach anzusetzen, um künftig mehr Führungspositionen mit Frauen zu besetzen – gerade in der Versicherungsbranche?

Das Problem kann nur behoben werden, indem man die Ursache bekämpft. Und diese Ursache findet sich bereits ganz am Anfang. Wir müssen sicherstellen, dass gleich viele junge Frauen wie Männer schon zu Beginn ihrer Karriere gefördert werden. Untersuchungen von McKinsey und leanin.org zeigen, dass der Glaube, dass Frauen nicht so „ehrgeizig“ sind oder die Belegschaft vorzeitig verlassen, überholt ist. Eine gleichberechtigte Förderung von Frauen auf jeder Karrierestufe würde die vorherrschende Diskrepanz weitgehend korrigieren.

Natürlich ist es auch wichtig, schon jetzt mehr Beispiele für weibliche Führungskräfte in der Industrie zu haben. Vergleichbare, konkrete Vorbilder können Frauen, die bereits in der Branche tätig sind, inspirieren und motivieren. Ich glaube, dass der Branchenwandel sich positiv auf diese Neuverteilung auswirken wird. Versicherungen entwickeln sich immer mehr von einer komplexen Finanzdienstleistung zu einem mehr auf den Menschen ausgerichteten Präventiv-Geschäft hin. Weibliche Führungskräfte können für diese Neuausrichtung ein wahrer Segen sein. Aus meiner Erfahrung bei ONE weiß ich, dass wir bereits jetzt viele kompetente, zukünftige Führungskräfte in der Branche haben.




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