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14. Januar 2026
Ära der immer größer werdenden Wohnungen endet

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Ära der immer größer werdenden Wohnungen endet

Ära der immer größer werdenden Wohnungen endet

Welche Faktoren zur schrumpfenden Wohngröße beitragen

Die Experten nennen drei Faktoren, die die rückläufige Entwicklung der Wohnfläche erklären könnten: Zunächst werden die privaten Haushalte immer kleiner und brauchen somit weniger Wohnraum. In Deutschland hat sich die durchschnittliche Haushaltsgröße von 2,9 Personen im Jahr 1961 auf zwei Personen im Jahr 2021 verringert. Zugleich hat sich der Anteil der Einpersonenhaushalte von 21 auf 41% erhöht. Zweitens sorgen steigende Kauf- und Mietpreise dafür, dass größere Wohnungen weniger erschwinglich sind. Drittens verbieten einige Gemeinden den Bau von Einfamilienhäusern, da diese in der Regel mehr Platz brauchen als Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Diskrepanz zwischen Angebot und Bedarf

Laut Studie haben die meisten Wohnungen auf Bundesebene vier oder mehr Räume (einschließlich Küche, ohne Badezimmer), wohingegen die meisten Haushalte aus ein oder zwei Personen bestehen. Somit ergibt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Wohnungsangebot und Haushaltsstruktur. Dies lässt sich damit begründen, dass sich der Wohnungsbestand nur langsam verändert, während sich die Demografie schneller wandelt.

Diese Diskrepanz verdeutlicht den Studienautoren zufolge, dass der Wohnungsmarkt vor einer Anpassung steht. „Wenn neue Wohnungen kleiner werden, ist dies kein Rückschritt, sondern eine notwendige Anpassung an gesellschaftliche Realitäten“, unterstreicht Sebastian Kohl von der Freien Universität Berlin, ebenfalls Autor der Studie. „Kleinere, gut geschnittene und energieeffiziente Wohnungen werden die zentrale Wohnform der Zukunft sein – und sie sind ein Schlüssel, um den großen Energiebedarf des Gebäudesektors zu senken.“

Mehr Neubau und Umgestaltung größerer Wohnungen

Zwar trägt die Bauwirtschaft der Änderung der Haushaltsstruktur seit dem Jahr 2005 Rechnung und baut zunehmend kleinere Wohnungen, doch das Angebot ist dennoch zu knapp. „Es gibt derzeit ein Unterangebot an kleinen Wohnungen. Abhilfe geschaffen werden kann, indem mehr kleinere Wohnungen gebaut werden. Das passiert auch bereits, aber in zu geringem Maße. Deshalb sollte es vor allem darum gehen, die bestehenden Wohnungen umzubauen und zum Beispiel aus größeren Wohnungen kleinere zu machen“, erklärt Kholodilin. (tik)

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