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Arbeitskraftabsicherung: Versorgungswerke ebnen Weg zu den Beschäftigten

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Arbeitskraftabsicherung: Versorgungswerke ebnen Weg zu den Beschäftigten

Wie groß ist das Interesse?

Mittlerweile enorm, die Vorteile werden gesehen. Das Gütesiegel und der Vertrauensbeweis sind starke Argumente. Und ich bin überzeugt, dass die AKS damit eine höhere Verbreitung erreicht. Viele Menschen in Deutschland sind noch nicht versichert gegen dieses Existenzrisiko, aber die Versorgungswerke leisten einen sehr wichtigen Beitrag in Sachen Kommunikation, Transparenz und Bewusstmachen. Zum Beispiel werden die Mitgliedszeitschriften der Gewerkschaften genutzt, da wird das Thema gut transportiert. Das geht nur über die Versorgungswerke.

Zudem steigen die Zahlen der Neuversorgungen stetig. Wir sind heute bei etwa 30.000 Neuversorgungen im Jahr. Es geht stetig bergauf. 2005, als es losging, war eine BU-Versicherung über ein Versorgungswerk noch völlig neu. Es dauert natürlich, Interesse und Verständnis zu wecken, aber es hat sich etabliert. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass es nicht nur um die Beschäftigten, sondern auch um die Familien­angehörigen geht. Der Familienaspekt ist sehr wichtig.

Aber gewinnt nicht auch der betriebliche Einkommensschutz an Bedeutung?

Wir haben das Thema Arbeitskraftabsicherung immer auch in den bAV-Konsortien der Versorgungswerke als Vorsorge­lösung. Es wird also mit der zweiten Schicht auch angeboten. Der Arbeitnehmer hat die Wahl, ob er die betriebliche oder die private Lösung des Versorgungswerkes nutzen will. Für Familienmitglieder und Kinder stehen selbstverständlich nur die privaten Lösungen zu Verfügung. Leider muss man aber noch feststellen, dass das Thema Arbeitskraftabsicherung auf betrieblicher Ebene oft noch unterrepräsentiert ist.

Wie wird sich die Corona-Pandemie auswirken?

Wir sehen da unterschiedliche Effekte. Es gibt Branchen, die stark betroffen sind, und andere, die kaum oder nicht betroffen sind. Insgesamt ist das Interesse aber weiterhin hoch und wir blicken 2020 über alle Versorgungswerke hinweg auf eine sehr ähnliche Anzahl von Neuversorgungen wie 2019. In jedem Fall sehen wir auch, dass die Pandemie bei vielen Menschen das Bewusstsein für den Wert und die Bedeutung ihrer Arbeitskraft schärft. Das fördert die Bereitschaft, sich mit dem Angebot der Arbeitskraftabsicherung zu beschäftigen und Vorsorge zu betreiben.

Dieses Interview lesen Sie auch in AssCompact 11/2020, Seite 30f., und in unserem ePaper.

Bild: © Eisenhans – stock.adobe.com

 
Ein Artikel von
Hubertus Harenberg