AssCompact suche
Home
Immobilien
20. Oktober 2026
Aus Steuerlast wird (Sach-)Wert

1 / 3

Aus Steuerlast wird (Sach-)Wert

Aus Steuerlast wird (Sach-)Wert

Die Rentenkommission empfiehlt den Einstieg in die Kapitaldeckung. Heute Vorsorgejahrgänge müssen ihre Versorgungslücke selbst schließen. Pflegeimmobilien bieten eine attraktive Kombination: eine steuerliche Wirkung und einen Sachwert mit gesellschaftlichem Nutzen.

Ein Beitrag von Sandro Pawils, Chief Sales Officer  der Carestone Gruppe 

Mit den Empfehlungen der Rentenkommission hat sich die Diskussion um die Alterssicherung verschoben. Eine gesetzliche Kapitalrente nach schwedischem Vorbild, ein an die Lebenserwartung gekoppeltes Renteneintrittsalter, die schrittweise Einbeziehung weiterer Berufsgruppen: Ob und in welcher Form das alles umgesetzt wird, ist offen. Die Richtung ist es nicht. Kapitaldeckung ist keine Position mehr, sondern Staatsziel. Damit lautet die Frage nicht länger, ob ein Teil der Altersvorsorge über Kapital aufgebaut werden muss, sondern nur noch, wer ihn aufbaut.

Für die Kunden von heute kommt die Reform zu spät

Die Kommission benennt die entscheidende Einschränkung selbst: Der Aufbau einer Kapitalrente braucht Zeit. Für die Beratungspraxis heißt das: Wer heute zwischen 45 und 60 Jahre alt ist, wird von der gesetzlichen Kapitaldeckung kaum noch profitieren. Diese Jahrgänge stehen mitten im Berufsleben, verfügen über das höchste Einkommen ihrer Laufbahn – und tragen die höchste Steuerlast. Ein steigendes Renteneintrittsalter verschiebt ihre Versorgungslücke lediglich nach hinten. Kleiner wird sie dadurch nicht.

Nicht die Einsicht fehlt, sondern der Spielraum

Das Problembewusstsein ist selten so hoch gewesen wie in diesem Herbst. Wer die Debatte verfolgt, weiß, dass die gesetzliche Rente allein nicht reichen wird. Woran private Vorsorge in der Beratung scheitert, ist deshalb fast nie die Einsicht, sondern der finanzielle Spielraum. Und der ist bei einkommensstarken Kunden nicht deshalb knapp, weil sie zu wenig verdienen, sondern weil die Progression einen erheblichen Teil des Einkommens bindet, bevor über Vermögensaufbau überhaupt gesprochen werden kann. Diese Kunden muss kein Vermittler suchen – sie sitzen längst in seinem Bestand. An genau dieser Stelle setzt die steuerliche Behandlung vermieteter Immobilien an, und die ist in den vergangenen Jahren deutlich attraktiver geworden.

 
Ein Artikel von
Sandro Pawils