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Corona-Studie: Immobilienbesitzer müssen sich keine Sorgen machen
22. April 2020

Corona-Studie: Immobilienbesitzer müssen sich keine Sorgen machen

Der deutsche Wohnungsmarkt wird die Corona-Krise glimpflich überstehen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Kaufpreise in den 50 größten deutschen Städten werden demnach in diesem Jahr trotz der Pandemie nur leicht sinken.


Der deutsche Wohnungsmarkt wird die Corona-Krise glimpflich überstehen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Die Kaufpreise in den 50 größten deutschen Städten werden demnach in diesem Jahr trotz der Pandemie nur leicht sinken.


Corona-Studie: Immobilienbesitzer müssen sich keine Sorgen machen

Immobilienbesitzer müssen nicht befürchten, dass die Corona-Pandemie zu großen Wertverlusten führt: Die Preise für Wohnimmobilien sinken laut einer IW-Studie im Auftrag der Deutschen Reihenhaus AG in Deutschland in diesem Jahr wahrscheinlich nicht oder nur leicht. In einem realistischen Szenario würden sie maximal 12% nachgeben. Wenig überraschend gilt dabei: Je mehr die Wirtschaft einbricht, desto stärker dürften die Preise sinken. Stark fallende Zinsen würden den Preisverfall bremsen.

Unsicherheit sorgt für sinkende Wohnungspreise

„Der Wohnimmobilienmarkt wird relativ gut durch die aktuelle Krise kommen“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. Für den leichten Preisrückgang sorgen dem Experten zufolge die getrübten Erwartungen über künftige Mieteinnahmen sowie generell eine höhere Unsicherheit, die sich in einer höheren Risikoprämie ausdrückt. Wie stark die Wohnungspreise fallen, hängt zudem davon ab, ob die langfristigen Zinsen weiter fallen. Schließlich werden Immobilien dann im Vergleich zu anderen Anlagen attraktiver.

Drei Szenarien durchgerechnet

Die Studienautoren haben insgesamt drei Szenarien durchgerechnet. Im ersten Szenario wird angenommen, dass die Differenz zwischen Bruttoanfangsrenditen und sicheren langfristigen Zinsen auf den maximalen Wert im Zeitraum 2006 bis 2019 steigt. In diesem Fall würden die Preise im Schnitt um 2,79% sinken.

Im zweiten Szenario wären die Erwartungen über künftige Mieteinnahmen so schlecht wie zuletzt in der Finanzkrise zwischen 2008 und 2009. Dann brächen die Wohnungspreise in diesem Jahr im schlimmsten Fall um rund 17,4% ein. Von diesem Szenario sei aber nicht auszugehen, da es auf dem unwahrscheinlichen Fall stagnierender Zinsen beruht. Bezieht man in die Rechnung ein, dass die langfristigen Zinsen weiter sinken, dürften die Preise wahrscheinlich deutlich weniger fallen oder sogar stagnieren. Dann ist der Studie zufolge ein Rückgang zwischen 0 und 12% realistisch.

Mieten bleiben auch in Krisenzeiten stabil

Ein deutlicherer Preisverfall wäre nur zu erwarten, wenn die Corona-Krise jetzt eine Immobilienblase zum Platzen bringen würde. Eine solche Blase liege in Deutschland jedoch nicht vor, argumentieren die Autoren. Weder seien in den vergangenen Jahren über den Bedarf Wohnungen gebaut worden, noch stünden die Mieter- und Selbstnutzerkosten in einem argen Missverhältnis. Damit fehlen zwei typische Anzeichen für eine Immobilienblase. Zur Stabilität der Kaufpreise trage auch bei, dass die Mieten kaum nachgeben. „Es gibt aktuell keinen Hinweis darauf, dass die Mieten einbrechen könnten“, sagt Voigtländer. Daten aus der Finanzkrise würden zeigen, dass die Mieten nur in Boom-Phasen mit dem BIP korrelieren. In Krisen stagnieren Mieten hingegen. (mh)

Bild: © Roman Babakin – stock.adobe.com




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