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29. September 2026
Denkfehler von Maklern bei Social Media

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Denkfehler von Versicherungsmaklern bei Social Media

Denkfehler von Maklern bei Social Media

Viele Makler haben sich über Jahrzehnte ein starkes Unternehmen aufgebaut: mit Empfehlungen, persönlichem Einsatz und einem guten Ruf vor Ort. Deshalb wirkt Social Media für manche bis heute wie ein Fremdkörper. Zu laut, zu schnell, zu verspielt. Diese Einschätzung ist verständlich. Aber sie greift zu kurz.

Ein Artikel von Nadja Smeilus, Marketingreferentin bei der BIOMEX Biometrie Expertenservice GmbH, und Patrick Hamacher Geschäftsführer „Neue Medien“ bei der BIOMEX Biometrie Expertenservice GmbH

Social Media ist längst nicht mehr nur ein Ort für lustige Videos und Urlaubsbilder. Es ist ein zentraler Kontaktpunkt zwischen Menschen, Unternehmen und Entscheidungen geworden. Wer wissen will, ob ein Unternehmen vertrauenswürdig wirkt, schaut heute nicht nur auf die Website, sondern auch auf LinkedIn, Instagram oder Facebook. Das gilt für Kunden, Geschäftspartner, potenzielle Mitarbeiter, Kooperationspartner, Nachfolger oder Bestandskäufer.

Social Media wird oft zu eng gedacht

Es geht nicht nur darum, jeden Monat neue BU-Anfragen über Instagram zu bekommen. Natürlich kann Social Media zur Neukundengewinnung beitragen. Aber der eigentliche Wert ist breiter. Ein Maklerunternehmen, das sichtbar ist, wird leichter weiterempfohlen. Es bleibt bei Bestandskunden präsenter. Es zeigt Bewerbern, wofür das Unternehmen steht. Es wird für andere Geschäftsleute greifbarer und pflegt das eigene Image, lange bevor man es dringend braucht.

Gerade erfahrene Makler haben oft einen enormen Vertrauensvorsprung. Nur ist dieser Vorsprung meist analog gespeichert: im Kopf der Kunden, im Ort, im Vereinsleben, im Netzwerk. Digital ist davon manchmal erstaunlich wenig zu sehen. Wer an Nachfolge, Bestandsverkauf oder Unternehmenswert denkt, sollte Social Media deshalb nicht als Spielerei abtun.

„Das bringt doch nichts, wenn man nicht viele Follower hat.“

Doch. Niemand braucht 50.000 Follower, um geschäftlich relevante Wirkung zu erzielen. Entscheidend ist, welche Menschen regelmäßig mitbekommen, wofür man steht. Ein Beitrag, den 800 Menschen aus der eigenen Region oder aus Unternehmernetzwerken sehen, kann wertvoller sein als ein virales Video bei 100.000 irrelevanten Nutzern. Reichweite ist gut. Relevanz ist besser.

„Dafür muss man jung sein und filmen können.“

Auch das stimmt nicht. Videos auf Social Media müssen nicht perfekt sein. Niemand erwartet Hochglanzproduktionen. Was zählt, ist Klarheit: eine Beobachtung aus der Beratung, eine typische Kundenfrage oder eine Einschätzung zu einem Thema, das Kunden beschäftigt. Das funktioniert als Text, Foto, einfaches Handyvideo oder Karussellbeitrag. Gerade erfahrene Makler haben hier einen Vorteil. Sie müssen nicht so tun, als hätten sie Expertise. Sie haben sie. Sie haben Fälle erlebt, Kunden begleitet und Krisen überstanden. Das ist Stoff für Social Media.

 
Ein Artikel von
Nadja Smeilus
Patrick Hamacher