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29. September 2026
Denkfehler von Maklern bei Social Media

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Denkfehler von Versicherungsmaklern bei Social Media

Denkfehler von Maklern bei Social Media

„Der zeitliche Aufwand ist viel zu hoch.“

Er kann zu hoch werden, wenn man planlos startet. Wer jeden Morgen überlegt, was heute gepostet werden könnte, verliert schnell die Lust. Das Problem ist dann aber nicht Social Media. Das Problem ist fehlende Struktur. Für Maklerunternehmen braucht es keinen 24/7-ContentBetrieb. Oft reicht ein realistischer Rhythmus: ein bis zwei Beiträge pro Woche, ein einfaches Themenraster und die Gewohnheit, Fragen aus der Beratung direkt als Content-Ideen zu notieren. Aus einem Kundengespräch kann ein Beitrag entstehen, aus einer Frage zur bKV ein kurzer LinkedIn-Impuls, aus einem Schadenfall eine anonymisierte Lerneinheit. Social Media muss nicht zusätzlich zum Unternehmen stattfinden. Es sollte aus dem Unternehmen heraus entstehen.

„Versicherungsthemen will gerade die junge Generation nicht sehen.“

Vielleicht nicht in der Form, in der sie früher oft erklärt wurden. Niemand wartet auf Paragrafen oder Produktlisten. Aber junge Menschen interessieren sich sehr wohl für Themen, die ihr Leben betreffen: Einkommen, erste Wohnung, Familie, Gesundheit, Reisen, Karriere, finanzielle Sicherheit. Die Frage ist nicht, ob Versicherungsthemen interessant sind. Die Frage ist, ob wir sie interessant genug übersetzen. Wer aus „Berufsunfähigkeitsversicherung“ eine echte Frage macht – „Was passiert mit deinem Leben, wenn dein Einkommen plötzlich wegbricht?“ –, ist näher am Menschen. Social Media belohnt nicht die lehrbuchartige Fachsprache. Es belohnt Emotionen und Persönlichkeit.

Social Media ist heute eine der effektivsten Bühnen, die Makler haben

Kaum ein Medium liegt so oft am Tag in der Hand der Menschen wie das eigene Smartphone. Anzeigen werden überblättert, Flyer landen im Stapel, klassische Werbeplätze rauschen vorbei. Inhalte im Social Feed tauchen dort auf, wo Menschen ohnehin Zeit verbringen. Das bedeutet nicht, dass jeder tanzen, provozieren oder sein Privatleben ausbreiten muss. Im Gegenteil. Wir glauben: Jeder Mensch ist interessant, wenn er etwas zu erzählen hat. Und gerade erfahrene Makler haben oft die besseren Geschichten. Sie wissen nicht nur, wie Produkte funktionieren, sondern was Beratung im Leben von Menschen bewirkt.

 
Ein Artikel von
Nadja Smeilus
Patrick Hamacher