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Der Gang zum Immobilienmakler lohnt sich weiterhin
13. November 2019

Der Gang zum Immobilienmakler lohnt sich weiterhin

Immobilienmakler müssen sich auf neue Provisionsregeln bei der Vermittlung von Kaufimmobilien einstellen. Stefan Mantl, Gründer und CEO der onOffice GmbH, hat sich mit dem Für und Wider des Bestellerprinzips bei der Kaufvermittlung von Wohnimmobilien auseinandergesetzt. Demnach lohnt sich der Gang zum Immobilienmakler auch in Zukunft.

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Immobilienmakler müssen sich auf neue Provisionsregeln bei der Vermittlung von Kaufimmobilien einstellen. Stefan Mantl, Gründer und CEO der onOffice GmbH, hat sich mit dem Für und Wider des Bestellerprinzips bei der Kaufvermittlung von Wohnimmobilien auseinandergesetzt. Demnach lohnt sich der Gang zum Immobilienmakler auch in Zukunft.


Der Gang zum Immobilienmakler lohnt sich weiterhin
Bestellerprinzip schafft keine Abhilfe bei problematischer Kreditfinanzierung

Schließlich finanzieren Banken häufig gar keine Kaufnebenkosten, wie etwa die Maklercourtage. Sie ist über das Eigenkapital abzudecken. Die Befürworter des Bestellerprinzips sehen aber genau in der Bankenfinanzierung eines der größten Hemmnisse für den Kauf von Wohneigentum. Ihre Überlegung: Sollte die Maklerprovision für den Käufer entfallen, steht ihm mehr Eigenkapital zur Verfügung, und er kann mit der Bank bessere Zinskonditionen aushandeln. Hier gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass sich die Bauzinsen in den vergangenen Jahren stark rückläufig entwickelt haben.

Einem renommierten Finanzierungsvermittler zufolge betrugen die Bauzinsen für Darlehen mit zwanzigjähriger Zinsbindung 2007 durchschnittlich 5%, während 2017 nur noch rund 2,3% fällig waren. Aktuell sind die Zinsen sogar unter 1,5% gefallen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien kommt in einer Veröffentlichung vom Februar dieses Jahres zu dem Schluss, dass die Bauzinsen viel stärker gefallen als die Preise für Wohneigentum gestiegen sind, und Haushalte deshalb die laufenden Erwerbskosten heute oft besser schultern können als noch vor einigen Jahren.

Setzt sich die Preisentwicklung fort, womit zu rechnen ist, werden Banken ihre Beleihungsrichtlinien verschärfen und Risikopuffer einbauen. Es ist davon auszugehen, dass sich gerade für diejenigen, denen mit dem Bestellerprinzip geholfen werden soll – etwa wegen ihres begrenzten Eigenkapitals – neue Hürden auftun.


Stefan Mantl Stefan Mantl


Kommentare

von Volker Theo Fle... am 13.11.2019 um 15:47 Uhr
Klar, das Sie als Verkäufer von Dienstleistungen für Immobilienmakler dafür sind. Als Vermittler von Baufinanzierungen habe ich da eine ganz andere Meinung. Die horrenden Summen, die ein Käufer bezahlen muss (auch bei 50%), stehen NIE! im Verhältnis zur erbrachten Leistung des Maklers. Die schlechten Leistungen von locker 90% der Makler erlebe ich fast täglich. Wenn der Verkäufer zahlt, bleiben nur noch die Guten übrig. Und das wird dem Markt sehr gut tun. Die neue Regelung ist wieder ein Totalversagen der Regierung.

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