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27. Mai 2026
Die teuersten Wohnviertel in Deutschlands Großstädten
Die teuersten Wohnviertel in Deutschlands Großstädten

Die teuersten Wohnviertel in Deutschlands Großstädten

In welchen Vierteln der größten Städte hierzulande sind die Immobilienpreise besonders hoch? Die Ergebnisse zeigt eine aktuelle Auswertung von immowelt. Hierfür wurden die Angebotspreise von Wohnimmobilien in den verschiedenen Stadtteilen der 15 größten deutschen Metropolen untersucht.

Das Immobilienportal immowelt hat ein neues Ranking der exklusivsten Wohnlagen in den 15 größten deutschen Großstädten vorgelegt. Wie die Rangliste offenbart, liegen die Angebotspreise pro Quadratmeter von Wohnimmobilien in den gefragtesten Gegenden in München und Hamburg über der Marke von 10.000 Euro. Insbesondere München stellt preislich eine Klasse für sich dar: In der Münchner Altstadt kosten Immobilien fast doppelt so viel wie in Berlin-Mitte. Ein ganz anderes Bild zeigt sich auf den unteren Rängen des Preisrankings: Die unteren Plätze belegen insbesondere Viertel in weniger wohlhabenden Großstädten wie Duisburg oder Bremen mit Quadratmeterpreisen unter 2.000 Euro.

„Das Preisgefälle zwischen den Wohnlagen in deutschen Großstädten ist enorm“, erklärt Theo Mseka, CEO von immowelt. „Besonders in den exklusivsten Gegenden Münchens haben die Immobilienpreise ein Niveau erreicht, das selbst die teuersten Berliner Ecken weit hinter sich lässt. Lediglich in Hamburg können einige Stadtteile mit den Münchner Spitzenpreisen mithalten.“

Teuer, teurer, am teuersten: München

In der Rangliste der kostspieligsten Gegenden in den Großstädten hierzulande belegt das Viertel Altstadt-Lehel im Zentrum Münchens Platz 1 mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 12.689 Euro. Dahinter folgen mit der Maxvorstadt (11.312 Euro) und der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (11.045 Euro) weitere Münchner Viertel. Insgesamt finden sich 11 der 20 teuersten Stadtteile des Rankings in der bayerischen Landeshauptstadt.

Dahlem in Berlin auf Rang 46

Relativ weit unten im Ranking rangiert dagegen etwas überraschend die deutsche Hauptstadt Berlin. Der teuerste Berliner Stadtteil ist das grüne Villenviertel Dahlem im Südwesten der Stadt, das mit 7.190 Euro pro Quadratmeter Platz 46 belegt. Auf Rang 47 folgt mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 7.188 Euro das benachbarte Grunewald. Somit landen nur zwei Berliner Stadtteile unter den teuersten 50 Vierteln. Berlin Mitte, das drittteuerste Pflaster der Hauptstadt, landet erst auf Platz 62. Mit durchschnittlich 6.647 Euro pro Quadratmeter sind die dortigen Immobilienpreise rund halb so hoch wie im Münchner Stadtzentrum.

Welche Viertel von Hamburg in den Top 20 landen

Der einzige Stadtteil einer deutschen Großstadt außerhalb von München, der mit einem Quadratmeterpreis jenseits der Marke von 10.000 Euro aufwartet, ist Harvestehude in Hamburg. Mit 10.241 Euro pro Quadratmeter belegt dieses Viertel der Hansestadt Rang 5).

Die teuersten Wohnviertel in Deutschlands Großstädten

Hamburg ist insgesamt acht Mal in den Top 20 zu finden. Neben Harvestehude landet Rotherbaum mit 9.859 Euro pro Quadratmeter auf Rang 7, die moderne HafenCity nimmt mit 8.950 Euro Platz 11 ein. In die Top 20 der teuersten Stadtviertel schafft es außerdem das Westend-Süd in Frankfurt am Main. Der dortige Quadratmeterpreis liegt bei 8.433 Euro, was Platz 16 bedeutet.

Duisburg-Marxloh als Schlusslicht der Rangliste

Den preislichen Gegenpol bildet laut der Auswertung von immowelt das Ruhrgebiet. In Duisburg-Marxloh müssen Käufer pro Quadratmeter im Schnitt lediglich 1.256 Euro aufbringen, was etwa einem Zehntel des Münchner Spitzenpreises entspricht. Insgesamt befinden sich 15 der 20 preiswertesten Viertel in Duisburg. Aber auch in Bremen, Dresden und Leipzig liegen die Quadratmeterpreise in den günstigsten Stadtteilen unter der Marke von 2.000 Euro.

Deutliche Preisunterschiede innerhalb der Metropolen

Wie die Analyse außerdem belegt, gibt es innerhalb der Großstädte große Preisunterschiede von Viertel zu Viertel. Hierfür haben die Analysten die Stadtteilpreise mit dem Durchschnittspreis der jeweiligen Stadt verglichen. Der Quadratmeterpreis im günstigsten Berliner Viertel, Neu-Hohenschönhausen im Osten der Hauptstadt liegt bei 3.040 Euro und ist somit 38% niedriger als der Durchschnittspreis für ganz Berlin, der 4.907 Euro beträgt. In Neuenfelde, dem preiswertesten Stadtteil Hamburgs, kommt der Quadratmeter auf 3.255 Euro. Wohnimmobilien in dem Viertel am westlichen Rand der Hansestadt kosten somit sogar 45% weniger als der Hamburger Durchschnitt von 5.887 Euro.

Zugleich sind auch die Aufpreise in den teuersten Gegenden der Hansestadt hoch: In Harvestehude, dem kostspieligsten Pflaster Hamburgs, liegt der Quadratmeterpreis mit 10.241 Euro 74% über dem Stadtdurchschnitt. Lediglich in der Düsseldorfer Altstadt (8.103 Euro) fällt der Aufschlag mit 80% gegenüber dem Durchschnittspreis noch höher aus.

Weitere Informationen zur Auswertung gibt es unter immowelt.de (tik)

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