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22. Juli 2026
Wo Wohnungskauf das Einkommen weniger belastet als Miete

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Wo Wohnungskauf das Einkommen weniger belastet als Miete

Wo Wohnungskauf das Einkommen weniger belastet als Miete

Der Vergleich von Miete und Kauf einer Wohnung fällt in vielen Regionen wieder zugunsten von Eigentum aus, wie aus dem „Postbank Wohnatlas 2026“ hervorgeht. So reichen in 160 Regionen hierzulande weniger als 15% des Haushaltseinkommens für den Wohnungskauf aus – vorteilhafter als die Miete.

Die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Deutschland haben 2025 erstmals wieder leicht zugelegt. Zugleich hat sich das durchschnittliche Haushaltseinkommen über alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte seit 2024 nominal um 9,4% erhöht und die Einkommensbelastung durch den Wohnungskauf ist im Durchschnitt gesunken. Immobilienkäufer mussten 2025 für eine 70 m² große Bestandswohnung 17,2% des durchschnittlichen Haushaltseinkommens für die laufende Kreditfinanzierung aufbringen. Im Vorjahr waren es noch 18,4%.

Wohnungskauf schont in einigen Regionen Einkommen mehr als Miete

Auch die Einkommensbelastung für Mieter hat sich verringert, aber deutlich weniger als beim Kauf. Sie mussten im Schnitt über alle Regionen hinweg 13,5% ihres Haushaltseinkommens für die Nettokaltmiete einer 70 m² großen Bestandswohnung einkalkulieren. Im Vorjahr waren es 14,1%. Somit schont der Kauf einer Wohnung in einigen Regionen das Einkommen mehr als die Mietzahlung. So lautet eines der Ergebnisse der Studie „Postbank Wohnatlas 2026“. Die Analyse führten Experten des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) im Auftrag der Postbank durch.

In 160 Regionen reichen weniger als 15% des Haushaltseinkommens für Kauf

Derzeit leben 30% der deutschen Haushalte in einer sehr günstigen Kaufregion. In 160 Landkreisen und kreisfreien Städten sind weniger als 15% des durchschnittlichen regional verfügbaren Haushaltseinkommens ausreichend, um laufende Kreditzahlungen für den Kauf einer 70-Quadratmeter-Wohnung aus dem Bestand zu tilgen. Diese Rechnung gilt laut der HWWI für ein Annuitätendarlehen in Höhe von 80% des Kaufpreises inklusive Grunderwerbsteuer und 2% Notargebühren mit anfänglichem Tilgungssatz von 2,42% sowie einem Kreditzins von 3,75% pro Jahr. Die Anzahl dieser sehr günstigen Regionen hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen: 2024 waren es lediglich 130 Regionen.

In 38 Regionen sind 25% des Einkommens für Tilgung nötig

Ein Fünftel der deutschen Haushalte leben dagegen in einer von 38 Regionen, in denen die Kaufpreise im Vergleich sehr hoch sind. Dort sind mindestens 25% des durchschnittlichen regional verfügbaren Haushaltseinkommens für die laufende Kreditfinanzierung fällig. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Lage hier aber gebessert: 2024 waren es noch 25% der Haushalte in 56 Regionen.

Die Marke von 25% orientiert sich an der Faustregel, dass private Haushalte nicht mehr als 30% ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen ausgeben sollten. Da dies auch die Wohnnebenkosten einschließt, sollten sich sowohl Kaufinteressierte als auch Personen, die mieten, bei Nettokaltmieten und Annuitätenzahlungen eher an der Schwelle von 25% orientieren, wie es von den HWWI-Experten weiter heißt.

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