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4. Mai 2026
Ehegattensplitting-Reform: Mehr Gerechtigkeit, echte Gleichstellung

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Ehegattensplitting-Reform: Mehr Gerechtigkeit, echte Gleichstellung

Ehegattensplitting-Reform: Mehr Gerechtigkeit, echte Gleichstellung

Starke Schultern werden entlastet ...

Hinzu kommt: Das Splitting ist sozial ungerecht. Haushalte mit hohen Einkommen profitieren überproportional, während Familien mit geringem Einkommen kaum Vorteile haben. Ehegattensplitting wirkt also steuertechnisch degressiv: Starke Schultern werden entlastet. Öffentliche Mittel in Milliardenhöhe gehen verloren. Gerade in Zeiten knapper Kassen ist es jedoch entscheidend, staatliche Förderung dort einzusetzen, wo Menschen darauf angewiesen sind – etwa beim Ausbau von Kinderbetreuung, Bildung und sozialer Infrastruktur. 

Risiken bei Minijobs, Trennung oder Altersarmut 

Auch Risiken im Lebensverlauf werden durch das Splitting verschärft. Trennungen oder Phasen der Erwerbslosigkeit treffen insbesondere diejenigen hart, die zuvor zugunsten der Familie oder der günstigeren Besteuerung beruflich zurückgesteckt haben. Risiken bei Minijobs, Trennung oder Altersarmut tragen dann nur die einen – wiederum meist die Frauen. Statt einer eigenständigen Existenzsicherung werden individuelle Abhängigkeiten gefördert, deren Folgen sich schnell rächen können. 

Was braucht es stattdessen?

Gewerkschaften fordern eine Reform hin zu einer individuellen Besteuerung, mit übertragbaren Grundfreibeträgen als hinreichendem steuerlichem Vorteil. Ergänzt werden muss dies durch gezielte Familienförderung, die tatsächlich bei Kindern ankommt. Entscheidend ist: Förderung darf nicht am Trauschein hängen, sondern muss sich an den realen Lebensbedingungen orientieren. 

Das Ehegattensplitting steht sinnbildlich für ein Steuersystem, das gesellschaftliche Veränderungen zu lange ignoriert hat. Eine moderne Arbeitswelt braucht moderne Rahmenbedingungen – fair, geschlechtergerecht und zukunftsfähig. 

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